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Frühgeburt: Und plötzlich platzt die Blase bei 29+3

Es ist ein Routinekontrolltermin beim Gyn. Bei 26 + irgendwas. Es ist  kurz nach Silvester. Das neue Jahr soll fulimant werden: Wir haben das Babyzimmer bereits fixfertig ausgemalt. Die Erstausstattung ist bereit. Und eigentlich wollen wir uns noch gemütlich auf die Ankunft der Zwillinge vorbereiten. Bauch streicheln. Schöne Geschichten lesen. Zukunft ausmalen. Kurzum: Einstimmen auf das Leben zu viert. Gemütlich.

Doch dann sagt der Gyn plötzlich: „Ui – der Muttermund ist weich. Sie sollten ins Krankenhaus schauen.

Ich: „Wann?“
Er: „Sofort.“
Und so sitze ich auch schon diretissima im Taxi Richtung Spital. Was mich erwartet weiß ich nicht…

Dort geht alles ziemlich schnell. Ultraschall und schon hänge ich an der Tokolyse – dem Wehenhemmer. Höchste Dosis. Als ich später über die Nebenwirkungen der Tokolyse lese, wird mir dezent schlecht. Aber das sagt man jetzt natürlich nicht. Die Ärzte geben mir die Lungenreife. „Nur zur Sicherheit.“ Und bevor ich mich umschauen kann, liege ich im Bett im Vierbettzimmer mit lauter anderen Schwangeren, die strenge Bettruhe verschrieben bekommen haben. Das heißt: Wir urinieren abwechselnd in Schüsseln. Besuch ist so gut wie immer da. Und wenn ich kacken will, muss ich das ankündigen, damit der Besuch das Zimmer verlässt. SUPERBINGO! Dass ich keine Zusatzversicherung habe, ärgert mich im Moment wirklich sehr.

Ich liege. Ich rede eigentlich wenig mit den anderen. Ich kann kaum reden. Bin mit mir selbst beschäftigt. Bei einer in meinem Zimmer ist die Fruchtblase geplatzt. Da sich das Fruchtwasser aber immer erneuert kann es noch länger dauern, bis das Kind kommt. Manche Frauen liegen anscheinend wochenlang, ehe nach der geplatzen Fruchtblase das Kind zur Welt kommt. Ich kann diese  Geschichten nicht hören. Ich lese. Und lese. Und höre Musik. Kein Raum für schlechte Gedanken. Das Ziel: SSW 32. Der Gebärmutterhals ist bei 1,2 Zentimeter. „Das ist gut“, sagt man mir. In manchen Fällen würde er sich auch wieder verlängern. Davon gehe ich fix aus, denn ich werde es hier definitiv keine sechs Wochen hier aushalten – da liege ich sonst in der Klapse – egal wie.

Untersuchungen gibt’s eigentlich wenige. Dafür täglich ein CTG. Bei Zwillingen ist das immer eine Herausforderung, bis man beide Kinder hört. Ich bekomme Antibiotika um einer Infektion vorzubeugen.  „Am besten man tut da gar nicht viel herum – das sollte man gar nicht anfassen“, sagt ein Arzt. Er hat vermutlich recht. Je mehr man sich bewegt, je mehr Aktionen von Außen kommen, desto schlechter, desto mehr Druck, desto eher eine Infektion. Ich traue mich kaum aufs Klo zu gehen. Habe Angst die Kinder rauszudrücken. Ich esse wenig. Und wenn, dann nur Weiches, damit ich nicht drücken muss… Ich trinke literweise Obstsaft.

Die Tage vergehen. Schleppend. Die nervliche Anspannung ist enorm. Ich wechsle das Zimmer. Zu viert geht das nicht. Man kann nicht schlafen. Oder sich ablenken. Vor allem der viele Besuch der anderen geht mir auf die Nerven. 0 Privatsphäre. Nicht mal bei der Notdurft. Es ist erniedrigend. Ich überlege aus privater Tasche aufzuzahlen um ein 2-Bett-Zimmer mit Fernseher zu bekommen. Es würde 500 Euro pro Tag kosten. Das kann ich mir nicht leisten, immerhin weiß ich nicht wie lange ich hier noch liege….

Besuch kommt. Besucht geht. Die Tage sind endlos. Der Gebärmutterhals verkürzt sich. Trichterbildung. Ich werde hier wohl nicht vorzeitig rauskommen. Das wird mir bewusst. Man fragt mich ob ich mir die Frühchenstation anschauen möchte. Verstehe den Vorschlag eigentlich nicht ganz und lehne es deshalb auch ab. Frühstück, Mittagessen, CTG, Abendessen. Und das jeden Tag. Wir sind mittlerweile in SSW 29. Der Gebärmutterhals ist bei 3 mm. Jeder Tag zählt. Jeder Tag im Bauch erspart den Kindern drei Tage auf der Intensivstation. Aber es soll noch blöder kommen: Prolaps.

Eines der Kinder tritt immer fest nach unten. Wir sind bei 29 + 3. Ich sage zu dem Kind: „Bitte! Hör auf zu treten.“ Er tritt gegen meine Blase. Ich spüre jeden der Tritte. Und bete. „Tu das nicht! Bitte! Ich gebe hier mein Bestes und du musst das auch!“

Frühgeburt: Und plötzlich platzt die Blase.

Ein riesiger Schwall Fruchtwasser platscht auf Bett und Boden. Ich klingle nach der Schwester. Keine AHnung ob es wirklich so lange dauert bis sie kommt, oder ob es sich nur so anfühlt. ES IST EWIG. Der Besuch meiner Zimmerkollegin verlässt nicht das Zimmer. Ich schreie ihn hysterisch an: „HOLEN SIE ENDLICH WEN!“ Dass das Fruchtwasser ist, da brauchen wir nicht zu diskutieren. Es ist endlos viel. Es tropft. Es tropft. Es hört nich auf.

Ich komme in den Kreisssaal. Es ist 16 Uhr. Was macht man dort? „Die Ärzte werden entscheiden was los ist.“ Ich rufe meinen Mann an. 20 Mal. Erwische ihn nicht. Aber meine Mutter. Ich habe Angst. Große Angst. Was ist jetzt los? „Notkaiserschnitt!“. Wann haben Sie zuletzt gegessen? Mittags. „OK. Vollnarkose. Schnell. Jetzt. Die Beine von einem der Kinder sind schon draußen.“ Ich habe plötzlich Wehen. „Narkose! Jetzt!“ Mein Mann ist plötzlich da. Meine Mutter hat ihn offensichtlich erreicht. Ich fahre zitternd in den OP. Alles schwarz.

Ich wache auf. Niemand da. Plötzlich eine Gestalt da: „Wie geht es den Kindern?“ „Den Umständen entsprechend.“ „Haben sie Haare?“ Irgendwie sind Haare für mich das Zeichen, dass sie reif sind. Dass sie gesund sind, dass es keine Probleme geben wird.. Keine Ahnung warum ich das denke. „Ich weiß es nicht“, sagt die Person im Aufwachraum. „Wo ist mein Mann?“ „Ich weiß es nicht, wir haben ihn in die Cafeteria geschickt.“ „Verdammt! Rufen Sie ihn an. SOFORT!“ Schmerzen habe ich keine. Man gibt mir die guten Drogen. Mein Mann kommt. „Hast du die Kinder gesehen?“ „Ja, kurz.“ „Und?“ Er: „Klein.“ „Haben sie Haare?“ „Ich weiß es nicht. Es war so kurz. Viele Schläuche.“

Es ist 20 Uhr. Mein Mann und ich sind in einem Zimmer. Meine Mutter kommt. Was mit den Kindern ist, wissen wir nicht. „Sie werden untersucht und sind im Brutkasten.“ Ich bekomme ein Foto von den beiden in die Hand gedrückt. Kleine Aliens. Kaum Mensch. Sie haben Haare…. Man gibt mich in einen Rollstuhl und bringt mich auf die Neonatologie. Es ist dunkel. Es geht schnell. Ich sehe einen Kasten aber kein Kind. Aber ich habe ja das Foto.

24 Uhr. Ich bin zurück im 4 Bettzimmer. Mein Mann fährt nach Hause. Ich bin totmüde.

2 Uhr. Die Schwester weckt mich. Ich soll Milch abpumpen. Ich bin müde. Unglaublich müde. Ich pumpe.

Nächster Tag: Man führt mich runter zu den Kindern. Viel sieht man immer noch nicht von ihnen. Viele Schläuche. Eigenartige Geräte. Wenig Mensch, viel Technik. „Die nächsten Stunden sind kritisch. Was sein wird, wird sich zeigen.“ Ich muss hier weg. Noch ein Tag. Dann verlasse ich das Krankenhaus. Ohne Bauch. Ohne Kinder. Mit Milchpumpe und zwei Fotos. Ich kann kaum gehen, schlafe im Erdgeschoss, weil ich nicht in den ersten Stock gehen kann.

Die Kinder? Sie haben Haare – das ist jetzt erst mal das Wichtigste…

Danke an Zwillingsmama Emma für diesen sehr persönlichen Gastbeitrag.

Ihre Kinder sind nach vielen Startschwierigkeiten gesund. Dafür ist sie sehr dankbar. Emma möchte anonym bleiben und hat sich in diesem Text am heutigen Weltfrüchentag die Seele frei geschrieben. Noch mehr Erfahrungen von Frühchen-Mamas findest in der „Einer schreit immer“ Community auf Facebook.

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Buchtipps für Frühchen-Eltern*

 

11 Frühchen-Mamas erzählen

Frühchenmama Kerstin erzählt: Meine Jungs sind 25+3 per Not Kaiserschnitt geholt worden. Ich lag schon zwei Wochen vorher im Krankenhaus. Der eine wurde nicht mehr versorgt. Ich wuste aber auch erst in der 21 Woche das es zwei sind,er hat sich immer hinter seinem Bruder versteckt. Naja,die Ärzte sagten mir,es wäre besser wenn ich mich entscheiden würden ihn im Bauch sterben zu lassen. Damit der andere genug Gewicht hat um durchzukommen. Das hat mich so aufgeregt,da bin ich dann nur eingelaufen,sollte eigentlich liegen wegen den Wehen. Dann kam die Hebamme und meinte ich soll mich jetzt beruhigen. Das ging natürlich nicht. Ich war mit meiner Entscheidung allein gelassen,bin Alleinerziehende und hatte zu Hause noch sechs Kinder die auf mich warteten. Das Ende war dann ,das ich vor lauter laufen hingefallen bin und sie mussten die zwei gleich holen. Es war schrecklich für mich. 600gr ,30cm und 980gr,41cm. Das ist jetzt sieben Jahre her. Sie sind putzmunter,gehen in die erste Klasse. Und ich bin so stolz auf sie! Paar Op’s musste der kleinere durchmachen aber alles gut. Er hat nur eine leichte emotionale und soziale Behinderung.

Früchenmama Nicole erzählt: Das erinnert mich an meine Zwillinge. Sie mussten bei 31+2 ebenfalls per Notkaiserschnitt geholt werden. Es war eine schwere Zeit, aber mittlerweile sind sie fast vier und zum Glück kerngesund.

Frühchenmama Sabine erzählt: 26+5, 880g und 950g. Die erste Begegnung: für mich ein ziemlicher Schock. Prinzessin A hatte von der Geburt von oben bis unten Blutergüsse von grünlich bis fast schwarz. Heute: Die eine Prinzessin ist ganz gesund, die andere nicht ganz, aber ziemlich gesund und vor allem: ziemlich munter. Über die nicht ganz so gesunde Prinzessin sagte kürzlich der Physiotherapeut: „Sie sollten sich Ihre Tochter angucken und sich einfach nur freuen! Gucken Sie mal, in der 27. Woche geboren! Sie sollten das dreiviertel volle Glas sehen und nicht das Viertel, das fehlt!“ So machen wir das. Aber Frühchen-Geschichten nehmen mich immer noch ziemlich mit.

Frühchenmama Julia erzählt: Meine beiden Mädels kamen spontan bei 35+2. die erste als Sternengucker mit kleiner Saugglocke und die 2. in Steißlage. Die erste hatte eine angeborene Infektion. Nach 2 Wochen durften wir dann aber nach Hause. Mit 6 Monaten hatten sie alles aufgeholt. Sind mit 8 Monaten (unkorrigiert) gekrabbelt und haben sich überall hochgezogen und zu ihrem ersten Geburtstag haben sie die ersten 3-4 Schritte alleine gemacht. Sie sind jetzt 1 1/2 Jahre alt und wahnsinnig gut im klettern, laufen und Quatsch machen. Gestillt habe ich beide 7 Monate lang, dann wollten sie nicht mehr.  Wir hatten wirklich sehr viel Glück und sind dafür unheimlich dankbar.

Frühchenmama Katharina erzählt: Unsere Krümel wollten sich schon in der 26. Woche auf den Weg machen. Viele Krankenhausaufenthalte, Wehenhemmer, Lungenreife und vor allem viel viel Liegen hat uns noch bis zur 34. Woche gebracht. Sie kamen dann mit 2160g& 41cm und 2310g&47cm putzmunter zur Welt. Nach 13 Tagen durften wir sie mit nach Hause nehmen. Ich bin so unendlich dankbar, dass uns dieser schwere Weg mit Extremfrühchen erspart blieb. Ich ziehe meinen Hut vor allen Extremfrühcheneltern und vor allem vor den kleinen Kämpfern und wünsche euch weiterhin alles, alles Liebe.

Frühchenmama Jana erzählt: Wenn ich das so lese wird mir nochmal bewusst wie viel Glück wir hatten. Unsere Zwillinge wurden in 33*2 per Notkaiserschnitt geholt. Prinzessin mit 41 cm und 2000 g und unser Räuber 43 cm und 1800 g. Ohne Lungenreife, trotzdem unbeatmet und topfit. 6 Wochen Krankenhaus (die mir sehr gut in Erinnerung geblieben sind) und dann nach Hause. Der Zwerg hatte einen Blutschwamm am Kopf und bis heute einen Nevus, wurde mit 8 Wochen an der Leiste operiert aber heute ist alles gut. Sie sind nach wie vor klein und leicht. Nächstes Jahr werden Sie eingeschult.

Frühchenmama Beate erzählt: Unsere Zwillinge kamen auch bei 29+3 zur Welt. Nachts ist die Fruchblase geplatzt und Nachmittags kurz vor 15 Uhr wurden die beiden per Kaiserschnitt geholt. Alles entspannt ohne Hektik. Mein Mann war dabei und ich hatte keine Vollnarkose. Danach wurden die beiden mit kurz gezeigt und dann ab zu den Kinderärzten. Mein Mann hat sie ein paar Minuten länger gesehen. Was danach folge war aufregend und anstrengend. 7 Wochen Krankenhaus davon 3,5 Wochen Intensivstation. In der ganzen Zeit habe ich bis auf 5 Nächte im Krankenhaus geschlafen und war fast immer bei ihnen. Tagesauflauf: Aufstehen, Duschen, Milchabpumpen, zu den Kindern, Frühstücken, Kinder, Pumpen, Mittagessen, Kinder, Pumpen, Kinder, Abendessen, Kinder, Pumpen und schlafen. Wir hatten Glück es gab keine richtig großen Probleme. Heute nach 4 Jahren sind beide gut/normal entwickelt. Unsere Tochter ist mit der Motorik etwas verzögt aber sie ist sehr willenstark und hat super aufgeholt. Unser Sohn hat alles aufgeholt. Natürlich denken wir oft an die Zeit zurück. Jedoch nicht mit schlechten Gefühlen. Wir sind dankbar dafür, daß alles für unsere Kinder getan wurde. Die Zeit hat uns auch gestärkt und heute sind wir glücklich und stolz auf unsere Kinder.

Früchenmama Simone erzählt: Notkaiserschnitt in 28+2. Sie hatte 34cm und 1150g, er 38cm und 1550g. Sie sind jetzt 7Jahre alt und man sieht Ihnen nichts an. Wir haben sehr viel Glück gehabt!

Frühchenmama Theresa erzählt: Mein Sohn kam 5 Wochen zu früh, er war also ein „spätes Frühchen“ und Gott sei dank gesund, trotzdem werde ich die Sorgen u den Stress vor u während der Geburt nie vergessen! Am 23.12. wird er 1 und ist unser kleines Weihnachtswunder.

Früchenmama Monika erzählt: In der ersten Schwangerschaft kam es bei 25+3 nach einer Vollbremsung zu einer Plazentaablösung. Innerhalb von einer Stunde wurden meine Jungs geholt (650g + 835g). Leider mussten wir den Kleineren nach zwei Wochen zu den Sternen reisen lassen. Nach 84 Tagen wurden wir entlassen. Der verbleibende Sohn ist motorisch leider weit zurück. In der zweiten Schwangerschaft wurde dann bei 35+3 entschieden die Zwillinge zu holen, weil mein Körper am Ende seiner Kräfte war.

 

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13 comments

  1. Danke für diesen ehrlichen und ungeschminkten Beitrag. Habe mich in vielem wiedergefunden und es fühlt sich gut an, nicht die einzige mit solchen Erlebnissen und Gefühlen zu sein… Auch, wenn man das natürlich eigentlich auch so weiß…

  2. Ich als Frühchen-Mama einer Tochter (29+0) habe höchsten Respekt vor dir und deinen Worten.

    Ich habe gelesen und sofort mit dir gefühlt.

    Momentan bin ich wieder schwanger und hoffe sehr diesmal länger schwanger zu sein. Angst habe ich trotzdem. Große Angst.
    Bitte bitte keine Wiederholung.

    Wir Frühchen-Mamas können sehr sehr stolz auf uns sein.

    Vielen Dank für deinen Bericht und alles Liebe & Gute für euch.

  3. Danke für diesen Beitrag. Es tut gut zu wissen, mit ähnlich Gedanken und Erlebnissen nicht allein zu sein.

  4. Jennifer Hahnen

    Unglaublich wahrheitsgemäß geschrieben. Ich habe mich in ganz vielen Zeilen wieder entdeckt. Meine Zwillinge werden dieses Jahr 12 und oft denke ich an diese Zeit zurück. Die meisten Menschen können meine Gedanken oft nicht verstehen. Danke

    • einerschreitimmer

      Hallo liebe Jennifer,
      danke für deine Zeilen. Eigentlich ist es schlimm, dass man selbst 12 Jahre danach noch daran denkt. Aber es beruhigt irgendwie, dass man damit nicht alleine ist…
      VLG

  5. Unsere Zwillinge kamen auch bei 29+3 zur Welt. Nachts ist die Fruchblase geplatz und Nachmittags kurz vor 15 Uhr wurden die beiden per Kaiserschnitt geholt. Alles entspannt ohne Hektik. Mein Mann war dabei und ich hatte keine Vollnarkose. Danach wurden die beiden mit kurz gezeigt und dann ab zu den Kinderärzten. Mein Mann hat sie ein paar Minuten länger gesehen.

    Was danach folge war aufregend und anstrengend. 7 Wochen Krankenhaus davon 3,5 Wochen Intensivstation. In der ganzen Zeit habe ich bis auf 5 Nächte im Krankenhaus geschlafen und war fast immer bei ihnen. Tagesauflauf: Aufstehen, Duschen, Milchabpumpen, zu den Kindern, Frühstücken, Kinder, Pumpen, Mittagessen, Kinder, Pumpen, Kinder, Abendessen, Kinder, Pumpen und schlafen.

    Wir hatten Glück es gab keine richtig großen Probleme. Heute nach 4 Jahren sind beide gut/normal entwickelt. Unsere Tochter ist mit der Motorik etwas verzögt aber sie ist sehr willenstark und hat super aufgeholt. Unser Sohn hat alles aufgeholt.

    Natürlich denken wir oft an die Zeit zurück. Jedoch nicht mit schlechten Gefühlen. Wir sind dankbar dafür, daß alles für unsere Kinder getan wurde. Die Zeit hat uns auch gestärkt und heute sind wir glücklich und stolz auf unsere Kinder.

  6. Es hat 9 Jahre lang gedauert bis ich endlich schwanger wurde .
    Ab der 28. Woche Tokolyse und Bettruhe.

    Ich habe genau 1 Monat durchgehalten.

    Meine Wehen habe ich gar nicht erkannt .
    Ich hatte Schmerzen und dachte es wäre der Darm .

    Es hörte einfach nicht auf , um kurz vor 23 Uhr nochmal eine Untersuchung, da sagt mir die Ärztin der Muttermund sei komplett auf , die Kinder kommen jetzt .

    Sofort Kaiserschnitt , es war die 32. Woche

    Noch 1,5 Monate waren wir in der Klinik.

    Ich denke sehr gerne an diese Zeit zurück , ich habe mich stets sehr wohl gefühlt und hatte gar keine Angst .

    Ich kann nur immer wieder sagen:“ Danke an die Uniklink Homburg. „

    Meinen Mädchen geht es super , sie’s ins topfit.

  7. Ich bin unglaublich schockiert darüber, wie die Zustände in diesem Krankenhaus waren. 4er Zimmer, ständig Besuch, keinerlei Privatsphäre, sowas ist doch ein absoluter Garant für Stress. Glück gehabt, dass am Ende trotzdem alles gut gegangen ist.

  8. Wie stark ihr seid. Ich habe zwei gesunde Kinder geboren und weiß wie viel Glück das ist. Ich bin sehr dankbar dafür. Was ihr durchmachen musstet kann ich nur erahnen. Mir kamen die Tränen. Was für starke Mamas. Ich wünsche euch und euren Kindern alles Glück der Welt.

  9. Meine Kleine wurde in der 23. Woche per Notsektio geholt. Ich hatte ein schweres Hello Syndrom mit Leber und Nierenversagen und jeder weitere Tag hätte uns beiden das Leben gekostet. Sie wog bei der Geburt nur 460 gr. Heute ist sie drei,in der körperlichen Entwicklung ein Jahr zurück,aber ansonsten ein fröhliches aufgeweckten Kind! Unendlicg dankbar bin ich heute noch dem Personal der Kinderklinik,die meiner Kleinen das Leben gerettet haben und für mich in den acht Monate Aufenthalt zur Familie geworden sind

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