Kind und Hund

Was Kinder und Hunde gemeinsam haben ODER: Sieben Regeln für das Zusammenleben mit Vierbeinern

„Kinder sind wie Hunde, die irgendwann zu sprechen beginnen.“ Diesen wenig charmanten aber treffenden Satz habe ich einmal gelesen und kann ihn nur unterschreiben: beide sabbern, beide essen sehr unappetitlich und beide haben diesen unglaublich treuherzigen Blick drauf, dem man einfach nicht wiederstehen kann…

Die liebe Bettie vom Blog Frühes Vogerl hat Tipps für das Zusammenleben von Kind und Tier. Sie wohnt in einer WG mit Mann, Kind und Vierbeiner…

Von Gast-Bloggerin Bettie (Frühes Vogerl) 

Unser Kind ist eineinhalb Jahre alt und ein Junge. Sein bester Kumpel ist mehr als doppelt so alt, und auch ein Junge. Er ist ein bisschen haariger und wird Schurkenbeardie genannt. Wie sie denn so funktionieren kann, die friedliche Koexistenz dieser beiden Gestalten, haben mich mitunter schon dickbäuchige, hundebesitzende Baldmamas gefragt. Ebenso auch Mütter, die selbst ein bisschen Respekt vor Hunden haben. Wie „es“ denn so funktionieren „kann“, das weiß ich ehrlich gesagt nicht. Aber ich weiß, wie es bei uns funktioniert. Folgende sieben Dinge sind unsere Richtlinien:

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1. Der Raum: Schurkenbeardies Körbchen ist seine Botschaft, eine Art Konsulat, in das sonst niemand zutritt hat – in dem er machen kann was er will (nur keine Häufchen…). Im Gegenzug dazu ist das Kinderzimmer für ihn tabu. Dann gibt es noch diese zwei Türchen. Sicherheitsgitter nennen andere Mütter die. Ich nenne sie: Das-Kind-vom-Runter-purzeln-abzuhalten-Türen oder den-Hund-vom-Hochstürmen-abhalten-Türen. Erstes funktioniert einwandfrei. Zweiteres meist auch. Eine Ausnahme gibt es hier.

2. Die Kumpels: Hund und Kind haben nicht nur ähnliche Kuschel-Bedürfnisse, sie stehen auch beide sehr auf Besuch. Mehr noch als die Eltern. Es hat sich also eingebürgert, dass zuerst der Hund begrüßt werden muss. Das mag didaktisch verwerflich sein, ist aber empirisch wunderbar belegt.

3. Die Bewegungsfreude: Unser Hund ist mittlerweile drei. Das Kind eineinhalb. Beide haben unterschiedliche Freude an großen Runden und im-Garten-abhängen. Nämlich genau umgekehrte. Oft ist einer von beiden deshalb ein bisschen motzig, unterm Strich gleicht es sich aus.

4. Die Hobbies: Um die Motzereien bei Punkt 3 im Rahmen zu halten, gilt es den Hund bei diversen Ausflügen gesondert mit einzubinden. Und wenn nicht grad eine Irre mit bissigem Schäferhund unterwegs ist, sind sommerliche Spaziergänge im Hundeauslaufgebiet, ein Erwachsener und ein Hund, ein bisschen so wie Yoga.

5. Die Toleranz: Der Hund ist wieder Erwarten auf das Sofa gesprungen? Das Kind badet im Hundenapf? Und das Spielzeug des anderen ist sowieso viel interessanter? So ist das Leben wohl bei vielen, nicht nur bei Hund und Kind.

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6. Die Liebe: Unsteuerbar, aber glücklicherweise aufgegangen. Natürlich in Punkt 1 bis 5 darauf hingearbeitet.

7. Die Offenheit: Egal wie viele Pläne Du im Vorfeld machst, ein bisschen kommt es anders. Auch bei uns: Das Kind füttert den Hund. Und sich. Und auch ein Hundekorn hat schon den Weg in den Kindermund gefunden. Statt didaktischer Tipps hilft hier eine regelmässige Entwurmung. Ob das der Garant für einen guten Haussegen ist, weiß ich nicht. Bei unserem Bearded Collie funktioniert es gut. Die Sache mit dem Hundetrainer haben wir uns natürlich auch angeschaut, für Hartgesottene kann das echt super sein. Es ist ein stetiges Wachsen. Der Kind ist nun fast schon kecker als der Hund. Ein echtes Schurkenbaby eben.

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1 Kommentar

  1. Entwurmen bitte nur wenn auch Würmer da sind ! Das kann man in regelmäßigen Kotprobentests rausfinden. Eine Entwurmung ist eine medizinische Behandlung die nur Sinn macht wenn welche da sind. Es ist leider die Regel das die meisten Hunde alle paar Wochen entwurmt werden obwohl kein Befall da ist.

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