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"Sag' doch mal 'Mama'…."

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Das Kind spricht. Eines zumindest. Das ist neu. Zu seinem umfassenden Wortschatz zählen mittlerweile stolze sechs Wörter: „Papi, Auto, Danke, Ball, Nein und Katze“.

„Ba“ steht für das abendliche Bad – das zähle ich aber nicht, weil es natürlich auch eine naiv-mütterliche Interpretation sein könnte. Na? Habe ich da auch kein Wort vergessen? Nein, denn „Mama“ kommt dem Kind nicht und nicht über die Lippen. Dabei versuche ich es wirklich hartnäckig: „Einen Löffel für Mama. Noch einen Löffel für Mama…“ Aber ich höre nur „Papiiii“. „Möchtest du noch etwas zu essen haben?“, frage ich. Die Antwort ist klar: „Auto!“. Ganz oben in der Statistik der sechs Wörter sind nämlich „Papi“ und „Auto“. Das höre ich täglich bestimmt 100 Mal.

Das Mutterherz ist zwar nicht beleidigt, das Ego aber zumindest ein wenig angekratzt. Schließlich mühe ich mich Tag um Tag mit den Kleinen, erzähle Märchen und erfinde Geschichten, putze Erbrochenes weg und koche Eintopf. Seit ich den Spieß umgedreht habe birgt der eingeschränkte Wortschatz des Nachwuchses aber auch Vorteile: „Soll dich Mama oder Papi wickeln?“ Das Kind sagt strahlend „Papiiii!“ Hinterlistig frage ich: „Wer soll dir das Abendfläschchen geben?“ Da ist die Antwort auch klar: „Papiiii!“. Ich erfreue mich an meiner neue Freiheit. Neulich schaffte ich es sogar entspannt in einem Magazin zu blättern. Und das für ganze zehn Minuten!

Jetzt habe ich aber einen Verdacht: Der beste Ehemann von allen übt nun hinter meinem Rücken das Wort „Mama“ ein. Er hat mein böses Treiben durchschaut und außerdem  sieht er meine neidischen Blicke, wenn ihn der Sohnemann strahlend anschaut und „Papiiii“ ruft.

Und so hatte ich neulich das Glücksgefühl schlechthin. Das Kind sagte nämlich etwas, das zumindest entfernt nach „Mama“ klang. Er sagte „Anna“.

Anna ist übrigens das Nachbarsmädchen…

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Mehr zum Thema:
Endlich kann ich die Kinder instrumentalisieren

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Zum Schluss noch eine kleine Umfrage zum Thema Spracherwerb:
Geht ihr mit euren Kindern in eine englische Spielgruppe?

 

Interessantes zum Thema Spracherwerb findet ihr hier.

Auch der Kleine Muc² hat erste Sprecherfahrungen… 😉

 

3 comments

  1. Oh, Mann! Genau so war es bei uns auch! Unverschämte Bengel, da gibt man alles und die sagen immer und immer nur PAPA! Nun, mit stolzen 19 Monaten, ist ihnen das M-Wort erst zögerlich, dann immer häufiger über die Lippen gekommen. UND JETZT LAUFEN SIE DURCH DIE BUDE UND SAGEN:“Mama, Mama, Maama, Mama, Maaama, Mamaaa, Mama, Maaama, Mama, Mamaa, Mama,….“
    Toll, Toll, Toll!!!

  2. Dr. Andreas Proske

    Meine Tochter sagte als eins ihrer ersten woerter: gapga = Staubsauger

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Einst kaufte sich Anne ohne mit einer Wimper zu zucken Stilettos um 150 Euro. Dann wurde sie Mutter. Von Zwillingen. Eines ihrer Kinder schreit immer...
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