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Zwillinge? Alles was du über sie wissen musst...

19 Tipps, die allen (Zwillings-)Müttern das Leben leichter machen


Was kann man von Zwillingsmüttern in Punkto Stress- und Zeitmanagement lernen? Welche Tipps können erfahrene Zwillingsmütter an Newbies geben? Eines ist klar: Zwillingsmütter sind organisiert wie die Einsatztruppe in einem Krisengebiet, sie haben die stoische Gelassenheit eines Zen-Buddhisten und offensichtlich mehr Arme als ein Oktopus.

Kurzum: Zwillingsmütter sind die fleischgewordenen Supermoms. Wir haben Zwillingsmütter und Experten getrennt voneinander befragt und jene Tipps zusammengefasst, die ALLEN MÜTTERN das Leben leichter machen.

 

1. Tipp für Zwillingseltern | Kinder sind keine Wissenschaft

Zwillingseltern haben keine Zeit für schlaue Ratgeber und gute gemeinte Tipps von Großeltern. Sie können nicht perfekt sein, sie müssen schnell handeln und machen dabei intuitiv das Richtige. Gerade die Intuition ist in unserer aufgeklärten Gesellschaft oft verloren gegangen. Man hat das Gefühl sich an Anleitungen halten zu müssen, alles perfekt zu machen, man will Antworten auf Fragen. Aber: Kinder sind keine Wissenschaft. Es sind Kinder – und schon vor Tausenden von Jahren wurden sie groß: Wenn sie weinen, dann haben sie oft Hunger oder alternativ eine volle Hose. Manchmal haben sie auch Bauchweh oder Durst. Oder sie sind müde und wollen kuscheln. Viel mehr Möglichkeiten gibt es nicht.

„Der Druck alles richtig machen zu müssen kommt aus Gesellschaft und Medien – er ist künstlich hergestellt“, sagt der dänische Erziehungsguru Jesper Juul und fügt hinzu: „Dieses Gefühl leistet keinen wertvollen Beitrag für irgendjemandes Leben. Eltern müssen sich ihrer eigenen Kapazitäten und Grenzen von Tag zu Tag bewusst werden, dann können sie gute Eltern sein.“ Denn: Geht es den Eltern gut, geht es auch den Kindern gut!

 

2. Tipp für Zwillingseltern | Ein neues Türschild

Alle wollen das Baby/die Babys sehen. Wichtig ist es jetzt aber, dass sich die neue Kleinfamilie erst mal gegenseitig kennenlernt. Es geht darum Gesten deuten zu lernen oder einfach nur zu kuscheln. Nicht umsonst dauert das klassische Wochenbett zwei Monate. Alles ist neu. Besucher sollten sich also vorher anmelden und am besten gleich Essen mitbringen oder kleine Botendienste übernehmen. Außerdem ist es wichtig, dass nicht zu viele Besucher auf einmal kommen, denn Kinder irritiert das. Vorsicht also vor alten Erbtanten und gebrechlichen Verwandten: Die erwarten Kaffee und Kuchen – den sollen sie sich selber machen, denn dafür bleibt einer frisch gebackenen (Zwillings-)Mutter keine Zeit.

Wichtig ist auch ein neues Türschild: „Bitte klopfen“ sollte man direkt neben dem Klingelknopf anbringen, denn so können Besucher oder Postboten die Kinder nicht aufwecken. Achja: Und das Handy sollte in den kommenden vier Jahren auf „vibrieren“ eingestellt sein…

 

3. Tipp für Zwillingseltern | Nicht alles doppelt kaufen

Was braucht man nun wirklich als Zwillingsmama, was ist eine Fehlinvestition? Und was sollte man auf jeden Fall doppelt kaufen? Ja – mit dieser Frage kann man ganze Bücher füllen. Aber eines vorweg: Man braucht weniger als gedacht.

Im Prinzip ist anfangs nicht einmal ein Kinderzimmer notwendig, denn die Babys schlafen gerne bei Mama und Papa. Nice to have sind jedenfalls eine Wickelunterlage, zwei Beistellbettchen, ein bis zwei Stillkissen, ein Kinderwagen, eine Trage oder ein Tragetuch, zwei Babywippen und -schalen, massenhaft Stoffwindeln als Spucktücher, massenhaft Windeln in kleinster Größe und ein Wäschetrockner. Letzterer erleichtert jeder Zwillingsmama das Leben enorm, denn die Wäscheberge sind immens. Die Anschaffung des Trockners hat sich bald amortisiert, da man nicht so viel Kleidung kaufen muss. Gerade Spielzeug benötigen die Kinder im ersten Jahr nicht doppelt – die Streitereien um Teddy und Co. gehen nämlich erst im Kleinkindalter los.

 

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„Einer schreit immer“ präsentiert im Blog alles Wissenswerte rund um Zwilllinge. Willst du Infos über die Zwillingsschwangerschaft? Die findest du im Ratgeber „Schwanger mit Zwillingen“

 

4. Tipp für Zwillingseltern | Mit Zwillingen einkaufen gehen

Wer zentral wohnt, geht am besten mit dem Zwillingskinderwagen einkaufen. Denn bis man zwei Kinder im Auto sitzen und dann den Kinderwagen im Kofferraum verstaut hat, vergehen gefühlte 200 Stunden. Angekommen im Geschäft ist es ja dann noch einmal das gleiche Spiel nur umgekehrt, darum: Einkaufen mit dem Kinderwagen erleichtert den Alltag, trotzdem hat es seine Tücken:  Darüber schrieb ich schon einmal HIER.

Wichtig: Immer die barrierefreie Kassa suchen, sonst bleibt man im schlimmsten Fall voll bepackt mit dem Wagen kurz vor dem Bezahlen hängen. Wer nicht die Möglichkeit hat mit dem Kinderwagen einkaufen zu gehen, dem sei das Internet als größtes Shoppincenter der Welt empfohlen.

 

5. Tipp für Zwillingseltern | Niemals vergleichen

Rot ist eine schöne Farbe. Grün auch. Ich persönlich mag Blau am liebsten. Alle diese Farben sind unterschiedlich. Bei Kindern ist es das Gleiche: Kein Kind ist besser, schneller, klüger oder besser entwickelt. Sie sind einfach anders. Sie haben individuelle Stärken und Schwächen. Das eine plaudert schneller, das andere läuft schneller. Die einen sind Spätzünder, die andere Frühstarter. Gerade bei Zwillingen kann man gut beobachten, dass sie sozial wie genetisch die gleichen Voraussetzungen haben, sich aber trotzdem unterschiedlich entwickeln. Und das ist gut so.

Grund für das ewige Vergleichen sind heute auch Statistiken und Perzentilen, die allerorts angewendet werden um weitgehend zu sagen, was denn normal ist. Der fabelhafte Kinderarzt und Autor Herbert Renz-Polster sieht den Begriff „normal“ sehr kritisch: „Wie weiß man eigentlich, was normal ist und was nicht? Welche Kriterien legt man da am besten zugrunde? Oder ist das normal, was sich die Erwachsenen von den Kindern wünschen?“ Diese Formulierung bringt es sehr gut auf den Punkt: Kinder sind Kinder und keine  Zahlen oder Statistiken – sie müssen nicht mit 12 Monaten frei über Treppen laufen können.

 

6. Tipp für Zwillingseltern | Nicht alles glauben

Unter vielen Müttern gibt es etwas, das nennt sich „Mommy Wars“ – der Kleinkrieg unter Erstebärenden sozusagen. Damit ist gemeint, dass sich Mütter gerne gegenseitig in ihrem Handeln kritisieren oder subtil bekritteln. Wir kennen es aus Job und Freundeskreis: Manche Menschen müssen sich mit ihren Erzählungen und Erfahrungen immer selbst und andere übertreffen. Oft glaubt man die Geschichten zu Recht nicht. Bei „Mommy Wars“ stellt man die Kinder in den Fokus des narzisstischen Handelns. Egal ob es um das Stillen, das Babyschwimmen oder das Familienbett geht – hier hat jeder seine eigene Meinung, die er gerne und laut vertritt.

„Hinter der Kritik des Lebensmodells der Anderen steckt eine Unsicherheit. Jede Mutter hat sich für ein Lebensmodell entschieden. Aber das ist nicht immer das Modell, das die Frauen gern hätten. Sie sind unsicher, ob ihr Weg auch der richtige ist, darum kritisieren sie andere“, sagt Psychologin Friederike Otto. Weil Zwillingsmütter von Natur aus nicht bei Mommy Wars mitmischen können, spielen sie das Spiel erst gar nicht mit: Sie können nicht mit zwei Kindern gleichzeitig schwimmen gehen und auch das Familienbett hat nur begrenzt Platz. Der Profitipp jeder Zwillingsmutter lautet also: Raushalten aus dem Mütter-Kleinkrieg und einfach das eigene Ding durchziehen.

 

7. Tipp für Zwillingseltern | Hilfe einfordern 

Zwillingsmütter wissen: Einer schreit immer. Weil Zwillingsmütter daher sonst nie schlafen könnten, nehmen sie Hilfe gerne an. Klar, anfangs bieten Freundeund Familie natürlich ihre Hilfe an. Sie helfen aber leider nicht. Wer also Hilfe haben möchte, sollte diese auch einfordern.

Das Eltern-Sein hat sich verändert, die unterstützende Großfamilie gibt es nicht mehr, die Großeltern sind oft noch selbst im  Berufsleben oder schon viel zu alt. „Wir wohnen in großen Städten isoliert in einzelnen Wohnungen, in denen oftmals Mütter allein mit ihren kleinen Kindern sitzen“, sagt Susanne Mierau, Kleinkindpädagogin und Autorin des Bestsellers „Geborgen wachsen“.  Sie hält fest: „Die liebevoll helfende Hand fehlt oft.“ Daher ist es nur recht und billig, wenn wir uns Hilfe suchen und diese auch bei Familie und Freunden einfordern. Zwillingsmütter tun das, weil es anders gar nicht möglich ist. Zur Geburt brauchen frisch gebackene Mütter also keine Geschenke, sie brauchen Menschen, die mit dem Kinderwagen spazieren gehen. Sie brauchen helfende Hände, um sich ausschlafen zu können. Sie brauchen Unterstützung, wenn sie Fragen haben. Wichtig ist, diese Hilfe einzufordern und demnach gleich einen versprochenen Spaziergang planen, sonst bleibt es oft nur bei dem lieb gemeinten Satz: „Du brauchst nur sagen, wenn du Hilfe willst.“

 

8. Tipp für Zwillingseltern | Gesunder Egoismus

Auch Mütter haben Bedürfnisse. Mit der Nachgeburt hat man weder Humor, die Liebe für Schuhe oder die Leidenschaft für Provinzkrimis abgegeben. Egal welche Passion das frühere Leben begleitet hat, man sollte sie auf keinen Fall absolut aufgeben. Das weiß auch Zwillingsmama Cornelia Diedrichs: „Ich liebe es meinen Online-Blog zu schreiben. Außerdem fotografiere ich sehr gerne. Das wollte ich mir auch mit den Kindern nicht nehmen lassen. Und gerade Kinder geben ja auch Stoff für beide Aktivitäten.“

Fakt ist: Jede Mutter braucht einen Ausgleich, um eine gute Mutter sein zu können. „Dafür wurden Babysitter und Großeltern erfunden“, scherzt Zwillingsmutter Cornelia.

 

9. Tipp für Zwillingseltern | Ein Team sein

Es sagt einem zwar jeder, dass so ein Kind alles verändert. Das glaubt man auch irgendwie. Aber: Es ist tatsächlich so. Wir sprechen hier von Schlafmangel und einer Beziehung, die sich völlig neu definieren muss und einem fehlenden Sexleben. Da ist es verständlich, dass man sich in die Haare bekommt, doch das braucht man zusätzlich am wenigsten. „Jede Familie muss ihren eigenen Weg finden um bestmöglich als Team zu agieren: Jede Nacht in zwei Hälften teilen? Gut so! Jede Nacht abwechseln? Super! Mama hat unter der Woche die Nachtschicht und Papa  am Wochenende? Perfekt!

„Jede Familie muss ihr eigenes Modell finden, mit dem es leben kann. Alle Abmachungen sind gut, so lange sie für beide Partner stimmen und die Regeln klar definiert sind“, sagt Zwillingsmama und Bloggerin Alexandra Nussbaumer.  Ihr ist vor allem wichtig, dass der Humor in einer Beziehung nicht verloren geht: „Man ist fix und lfertig, wickelt das Kind zum 100. Mal und dann pieselt euch der Bub auch noch ins Gesicht? Weinen hilft nicht, aber ein lautes, befreiendes Lachen wirkt wahre Wunder“, sagt Nussbaumer.

 

10. Tipp für Zwillingseltern | Raus an die frische Luft!

Stand der Dinge, Augenringe? Dann raus aus dem Haus und ab geht die Post – egal ob auf einen Stadtbummel oder auf den Spielplatz! So ein bisschen Frischluft tut allen gut – und außerdem hört man überall auf der Straße verzückte Menschen rufen: „Och wie süß – wie alt ist denn der/die Kleine?“

Das schmeichelt dem Mütterherz und gibt einem die verbale Bestätigung, die ein Baby eben noch nicht geben kann Man fühlt sich wie eine  unschlagbare Supermutter und die Augenringe sind schnell vergessen. Gegen letztere hilft übrigens im Notfall Make-Up.

Wie sich das Leben mit Zwillingen verändert…

11. Tipp für Zwillingseltern | Eine gute Hebamme

Sie sind unverzichtbar. Sie stehen rund um die Uhr mit Rat und Tat zur Seite und nehmen sich Zeit. Sie haben mehr Einfühlungsvermögen als Ärzte und mehr Hausverstand als jede Großmutter: Hebammen sind sowohl in Vor- als auch in Nachsorge die unverzichtbaren Begleiter. Sie beruhigen verunsicherte Neo-Mütter und sind mit kompetentem Rat an Ort und Stelle.

 

12. Tipp für Zwillingseltern | Das schlechte Gewissen verabschieden

Jede Mutter interpretiert das mit der „perfekten Mutter“ für sich ein wenig anders. Die Hamburger Psychologin Angelika Faas sagt: „Keine Mutter bietet ihrem Kind alles. Das geht nicht und ist auch gar nicht nötig. Deshalb sollte auch keine Mutter ein schlechtes Gewissen haben, wenn der eine oder andere gute Vorsatz im Kindertrubel untergeht.“

Die Frage: „Muss eine Mutter perfekt sein?“, lässt sich also einfach beantworten: „Natürlich nicht.“ Denn perfekt zu sein ist ein Anspruch, den niemand erfüllen kann. Eine Mutter ist vermutlich genau richtig, wie sie ist. Und dazu gehört, dass eine Mutter auch einmal vergesslich oder schlecht gelaunt ist, dass sie ihre Kinder mit Gummibärchen besticht, den Haushalt vernachlässigt und mit den Türen knallt.

 

13. Tipp für Zwillingseltern | Buch führen

Wann hatte das Kind seine letzte Mahlzeit? Vitamin D-Tropfen wurden heute schon gegeben? Wann war der letzte Stuhlgang? Gerade Stillkinder haben äußerst eigenartige VerdauungszyklenWann hatte welches Kind die letzte Mahlzeit? Und wie viel hat es getrunken? Vitamin D-Tropfen wurden heute verabreicht? Weil der Schlafmangel das Gehirn fordert, behält nur der den Überblick, der Buch führt. Wer die Kinderpflege schriftlich festhält, erleichtert außerdem die Übergabe an helfende Omas.

„Ich fand die Pflege-APPs genial, weil ich so ein Schussel bin und so den Überblick behalten konnte“, sagt etwa Zwillingsmama Sabine Jost. In vielen Pfleg-APPs findet sich etwa ein Schlaftagebuch, Fütter- und Abpump-Plan, Windel-Checker und Aktivitätstracker. Für Zwillingsmütter ist die Baby-App von „Sprout“ sowie der „Babytracker“ empfehlenswert. In beiden APPs kann man mehrere Kinder anlegen. In die Baby-App kann man aber auch Arzttermine eintragen, Impfungen oder Medikamente festhalten. Und zu guter Letzt ist es möglich die Meilensteine wie Krabbeln, erstes Lächeln, erster Zahn etc. festzuhalten,teilweise sogar mit Foto. Gerade die Verdauungszyklen sind bei etwaigen Fragen bei Kinderarzt oder Hebamme wichtig zu wissen.

 

14. Tipp für Zwillingseltern | Den eigenen Körper akzeptieren

Eine Schwangerschaft ist ein Wunder. Da treffen sich zwei Zellen und werden zu einem Menschen, der Hände, Füße und Haare hat und irgendwann Bundeskanzlerin sein kann. Ist das nicht unglaublich, was unsere Körper da leisten? Es ist also in Ordnung, wenn da Streifen am Bauch sind. Und auch die alte Lieblingsjean muss nicht sofort wieder passen. Seien wir uns doch ehrlich: Wir haben keinen Personaltrainer und keine Visagistin wie all die Promi-Mütter. Außerdem wissen wir: Es gibt Wichtigeres als den Model-Body. Und dieses wichtige kleine Zauberwesen lächelt uns täglich in der Früh an.

 

15. Tipp für Zwillingseltern | Leidgenossinnen suchen

Wer versteht die Probleme und Sorgen einer Zwillingsmutter? Nur eine andere Zwillingsmutter. Suche daher im Netz oder bei Spielgruppe Gleichgesinnte, mit denen du dich besprechen kannst!

 

16. Tipp für Zwillingseltern | Wickelbodys in Größe 48/50

„Laut Statistik werden Zwillinge in der 38. Schwangerschaftswoche mit einem durchschnittlichen Geburtsgewicht von 2,4 Kilogramm geboren“, sagt Bloggerin und Hebamme Jana Friedrich. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, so sind zweieiige Zwillinge meist ein wenig schwerer. Es macht aber Sinn, Kleidungsstücke in kleinen Größen, also 48 oder 50, zu besorgen.

Profimutter-Insidertipp: Unbedingt Wickelbodys kaufen! Da die Kinder so klein sind und man als Neo-Mutter im Umgang mit den Winzlingen noch nicht versiert ist, lohnen sich Wickelbodys und Strumpfhosen anstelle von klassischen Stramplern. Man kann die Kinder quasi in die Kleidung rollen.

 

17. Tipp für Zwillingseltern | Das doppelte Lottchen: Wer ist nun wer?

Es heißt, dass eine Mutter ihr Kind kennt. Stimmt nicht. Bei eineiigen Zwillingen ist das wirklich eine heikle Sache und als Neo-Mutter können Verwechslungen passieren. Das ist vor allem bei Kinderarzt unpraktisch. Weil Kinder bei der Geburt noch keine Muttermale haben, kann man sich also nicht mal an Kleinigkeiten orientieren.

Was also tun? „Ganz am Anfang hatten wir verschiedenfarbige Armbänder, die wir den Mädels angezogen haben. Inzwischen haben wir einige Unterschiede gefunden, zum Beispiel sind die Haarwirbel am Hinterkopf spiegelverkehrt“, sagt etwa Zwillingsmama Anne. Auch ein lackierter Zehennagel hilft oft bei der Unterscheidung der Kinder.

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Kennst du schon den Zwillingsshop von „Einer schreit immer“? Da gibt’s lustige Babybodys und Taschen nur für Zwillingseltern! Wir freuen uns wenn du vorbeischaust!

18. Tipp für Zwillingseltern | Hände frei! 

Überraschung: Auch Zwillingsmütter haben nur zwei Hände. Es ist also praktisch, wenn sich jede Doppelmama eine Babytrage oder ein Tragetuch besorgt. Es gibt auch Zwillingstragen und besondere Bindetechniken für Tragetücher, um gleichzeitig zwei Kinder zu transportieren. Eine Trageberaterin kann helfen. Viele Zwillingsmütter verwenden etwa zwei Tragetücher und binden ein Kind auf den Rücken und eines auf die Brust. Vorsicht: Letzteres ist nur für Fortgeschrittene! Im Prinzip ist es jedenfalls schon hilfreich, wenn ein Kind gemütlich an Mutters Brust kuschelt oder schläft, während das andere Kind gewickelt wird. Praktisch ist es auch beim Spazieren ein Kind im Einzelwagen zu haben und das andere zu tragen – man muss also nicht zwangsläufig einen Zwillingskinderwagen kaufen. Die Trageberaterin des Vertrauens steht gerne mit Tipps zur Seite.

 

19. Tipp für Zwillingseltern | Tandemstillen

Wer es geschafft hat seine Zwillinge zu synchronisieren, hat gewonnen. Es erleichtert den Alltag unglaublich, wenn man die Kinder gleichzeitig füttert, da sie dann im Idealfall auch gleichzeitig müde werden und schlafen. Beim Stillen legt man am besten beide Kinder gleichzeitig an die Brust. Bei Flaschenkindern kann man natürlich beide Kinder in Stillkissen drapieren oder parallel in Wippen legen – so ist es gut möglich beide Kinder gleichzeitig zu füttern. Wer seinen Rücken schonen will, stellt die Wippen einfach auf den Esstisch (immer dabei bleiben!) – das ist vor allem beim Beikoststart sehr praktisch.

Wie wir allerdings aus Tipp 5 wissen, sind Zwillinge eigene kleine Persönlichkeiten mit individuellen Bedürfnissen und deshalb kann das Synchronisieren durchaus länger dauern. Generell gilt, dass Babys in der Regel erst im Alter von sechs Monaten so reif sind, sich an einen vorgegebenen Tagesablauf zu gewöhnen.

Hier geht es zum Ratgeber von „Schwanger mit Zwillingen“, den du als eBOOK runterladen kannst.

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Wer schreibt hier eigentlich?

Zwillingsmama, Kinderdompteurin, Geburtstagsveranstalterin, Chaosmanagerin und „Mädchen für eh alles“: Unter dem Netz-Pseudonym Anna Attersee schreibe ich hier pädagogisch wertlos über das turbulente Leben mit Kindern – schonungslos ehrlich, denn einer schreit hier bei uns immer… Im richtigen Leben bin ich Journalistin, arbeite im Bereich „Irgendwas mit Medien“ und habe kürzlich mein erstes Buch veröffentlicht. Mehr über mich und unsere Familie findest du HIER.


 

Was Einlingsmütter von Zwillingsmamas lernen können: Die besten Tipps im Überblick.
Was Einlingsmütter von Zwillingsmamas lernen können: Die besten Tipps im Überblick.

9 comments

  1. Ich habe zum Breifüttern meiner Zwillinge beide in den Maxi Cosi gesetzt und in ein altes Laken zwei Löcher geschnitten. Köpfe durchgesteckt und man konnte entspannt füttern ohne am Ende zwei völlig mit Brei verzierte Kinder zu haben.

  2. Vielen Dank für deine schönen Tipps. Ich bewundere alle Muttis, die den Alltag mit Zwillingen in den Griff bekommen.

    Zum Thema: Hilfe einfordern. Das sollte man wirklich machen. Allerdings muss ich sagen, dass ich die Erfahrung gemacht habe, dass es bei einigen Menschen nur eine Floskel war. Vielleicht ändert es sich ja noch, wenn das Hasenbaby größer wird …

  3. Du hast hier wirklich ganz tolle Tipps aufgelistet und viele davon habe ich auch so oder so ähnlich umgesetzt als unsere Jungs noch kleiner waren! Mittlerweile sind die Beiden allerdings schon 7 Jahre – oh man, wie die Zeit vergeht! :-)

  4. Mama zwei eigensinniger Burschen

    Tja,erst einmal ist euer Blog eine willkommene Abwechslung in den kurzen Phasen, in denen unsere Zwillingsjungs (8 Monate) noch schlafen.

    Sich am Leid Anderer zu erfreuen ist mit Zwillingen irgendwie legitim geworden…
    Himmhochjauchzende Zwillingseltern gehören also nicht in meinen engerwn Bekanntenkreis!

    Ich höre davon,dass es solche Eltern tatsächlich geben soll und frage mich oft,ob das eher eins meiner Hirngespinste durch den 8-monatigen Schlafmangel ist.

    Während der Schwanngerschaft habe ich begonnen,euren Blog zu durchstöbern.Weit kam ich nicht,da unser3 eigensinnigen Burschen doch glatt 3 Monate zu früh geboren wurden!

    Diesen Eintrag habe ich also das erste Mal gelesen,während ich an der Melkmaschine auf der Neonatologie saß.

    Mittlerweile sind unsere eigensinnigen Burschen zu kleinen eigensinnigen und schreihalsigen Abenteurern herangewachsen und das liebevoll genannte „Verzweiflungsgoogeln“ hat mich wieder zu euch gebracht!

    Ich kam gerade auf die Idee euerm Beitrag etwas anzufügen,nachdem mein Whatsappkonto mir wieder einmal eine Statusmeldung von Einlingseltern und ihren schrecklichen Meilensteinkarten ausspuckte.

    Vielleicht kennt ihr diese grauenhaften Dinger,die ich im Übrigen selbst im Regal liegen habe….Umbenutzt…
    Denn Erstens sind die Dinger leider nicht auf eine Frühgeburt ausgelegt,sodass mir ein Drittel der Schwangerschaft in Bildern fehlt und Zweitens fehlt mir jetzt die Zeit und wenn ich doch mal ein paar ruhige Minuten finde,würde ich sie kaum damit verbringen eins meiner beiden vollgespuckten Kinder zum zehten Mal umzuziehen,um es in Position zu bringen,um ein Foto zu machen,auf dem steht,dass sie das erste Mal durchgeschlafen haben oder sich gedreht haben!

    Nebenbei…Das wäre auch gelogen und für meine Psychohygiene nur ein Schlag in die Mitte.
    Psychohygiene kann mir nämlich keine komische Pappkarte geben,sondern nur das Leid anderer Zwillingseltern!Wobei wir wieder beim Leid der Anderen wären und ich vom Thema abkomme.

    Also hier meine persönlichen Zwillingsmeilensteine…

    Die ersten sind für die meißten Eltern selbstverständlich und außerdem nicht besonders aufmuntert.
    Das erste Mal alleine Atmen…
    Das erste Mal alleine die Pampers vollmachen…
    Das erste Mal ohne Magensonde trinken…
    Und das erste Mal überhaupt auf Mamas Brust liegen…..
    ….lasse ich also aus…

    Meilenstein 1
    Mama heult nicht mehr jeden Tag,weil sie sich ihr altes Leben zurück wünscht!
    …Jungs ich liebe euch,aber ihr könnt Engel und Teufel zugleich sein…Verzeiht mir diesen Punkt.Aber wir haben haben etwas gebraucht um anzukommen!

    Meilenstein 2
    Wir schlafen 2 Stunden am Stück,aber nicht gleichzeitig!
    Liebe Einlingseltern,sollte mir irgendwer von euch nochmal sagen,ich solle schlafen,wenn meine Kinder schlafen dann lasse ich euch mit einer einfachen Rechenaufgabe alleine.
    Ich habe 2 Kinder,jedes schläft 2 Stunden durch,aber nicht gleichzeitig.
    Wie viel Zeit bleibt der Mama zum schlafen!
    Vielleicht habt ihr ja Zeit,an dem Ergebnis zu arbeiten.Ansonsten legt euch hin und schlaft eine Runde!

    Meilenstein 3
    Ich habe die ersten Monate alleine mit euch überlebt!
    Ja,der Papa war zwar 4 Monate Zuhause.Aber die Jungs eben auch 10 Wochen im Krankenhaus.
    Es gibt nicht viel zu sagen,außer,dass es ums reine Überleben ging.

    Meilenstein 4
    Das Wochenbett nachholen.
    Ich hatte letzte Woche 10 Stunden Kinderfrei.
    Da hab ich beim Streichen geholfen.
    Das war „MEIN PERSÖNLICHES WOCHENBETT“, denn das Wochenbett nach einem Kaiserschnitt,mit 2 Fahrten täglich zur nächsten Neonatologie und dem 3stdl. Milchabpumpen an der Melkmaschine und dem Kuscheln mit den Kindern auf Gartenstühlen lässt irgendwie zu wünschen übrig.

    Meilenstein 5
    Es stört mich weniger,dass ich das Haus ständig mit 2 schreienden Kindern verlasse.

    Ja ja,mit Zwillingen kann man doch auch alles machen.Ihr müsst euch nur trauen.
    Klar…Kann man machen,muss man aber nicht.
    Oder habt ihr schonmal mit 2 schreienden Babys in einem übergroßem Zwillingswagen einen Sonnendpaziergang durch die belebtw Innenstadt gemacht,um ins Stillcafe zu gehen, wo man viele Vorträge über Beikost oder das Stillen anhörem kann?
    Danke euch für den Rat,aber ich bin froh,wenn ich mal zum Klo kann,wenn gerade mal beide Burschen ruhig sind und dabei ist das letzte an das ich denke,andere Kinder oder glückliche Eltern,die in ihrer Elternzeit Zeit und Nerven dafür haben!

    Meilenstein 6
    Ich liebe euch!Ihr habt unsere Welt zu einem chaotischen und liebevollen Ort gemacht…

    Ich hätte gerne von Anfang an genau das für euch empfunden.Aber mir fehlten einfach 3 Monate,um mich auf euch vorzubereiten!
    Und dann war nur Platz für Sorgen und Ungewissheit und dann war es die fehlende Zeit euch kennenzulernen.
    Aber Liebe kann sich entwickeln und wachsen.Undd das tut sie.Ich liebe euch jeden Tag meht,denn ich habe nun mehr Zeit euch zu lieben.Ich bin vielleicht nicht Zwillingsmama aus tiefster Seele
    ABER ich bin Mama aus tiefster Seele und hoffe bei all den Zweifeln und Sorgen,dass ihr genau das wisst.

    Dieser Blog ist etwas besonderes und lässt mich hoffen,dass es immer mehr Zeit und Platz für Liebe gibt und das es ok ist,dass der Weg dahin ein reines Überleben,vom Chaos geprägt ist! DANKE
    P.S. Ich musste mich beeilen.Rechtschreibung ist was für Menschen ohne Zwillinge

    • einerschreitimmer

      Hallo liebe Mama von zwei eigensinnigen Burschen!

      WOW! Ich habe deine lange Nachricht erst jetzt gelesen, sonst hätte ich schon viel früher genatwortet! Deine Meilensteine finde ich super! Mega Idee! Lass uns doch auf FB vernetzen? Oder auf Instagram? Was meinst du?

      VLG
      Christina

  5. Liebe Mama von zweier eigensinniger Burschen

    Ich kann Dir nachfühlen. Auch meine Zwerge, ein Mädel und ein Bursche, sind 2,5 Monate zu früh auf die Welt gestürmt. Und so eine Frühgeburt ist wirklich nichts für schwache Nerven. Und nur wer es selber erlebt hat, kann in etwa nachfühlen, was es heisst, wenn man so in das neue Leben starten muss, als Mama und Papa genauso wie als Kind. Alles ist so anders, so unromantisch, technisch, medizinisch. Milchpumpe und C-PAP-Maske, Monitor und Magensonden bestimmen die ersten Tage, Wochen, Monate. Man hofft und bangt, freut sich über die kleinsten Schritte und merkt erst, wie krass und existenziell das Ganze ist, wenn unser Gegenüber feuchte Augen bekommt, wenn wir vom Leben unserer Kinder auf der Neo erzählen. Und wenn man es irgendwann selbst realisiert, kommt man aus dem Heulen nicht mehr raus. Kann nicht verstehen, wie man das überstanden hat und weiss nicht, wie man es nun schaffen soll, zwei Babys alle drei Stunden zu versorgen, ohne in der Psychiatrie zu enden.

    Meine Zwillinge sind zum Glück recht entspannte Kinder geworden (unterdessen gut 9 Monate alt). Wenig Geschrei, recht viel Nachtschlaf und viel Gekicher. Aber ich weiss genau wie es ist, wenn beide schreien, beide krank sind, beide nicht schlafen wollen. In der einen Nacht schläft nur der eine durch, damit er dann in der anderen Nacht kommen kann. Wäscheberge füllen die Körbe und Breiberge werden verschlungen.

    Und ja, das Wochenbett für Neo-Mamas existiert nicht, Meilensteinkarten für Frühgeborene sind für den Eimer und der Kaffeeklatsch in der Stadt ist nur etwas für Oktopusse oder Zwillingsmütter, die Valium intus haben. Entspannt geht anders. Und interessieren tut es mich irgendwie auch sehr wenig, wie Einlingmamas ihr Tragetuch am liebsten binden, um im Wald spazieren zu gehen. Ich habe eine Trage mit vier Rädern dran ;) Die ist aber leider so gross, dass man Café und Restaurant danach aussuchen muss, wo der Wagen reinpasst.

    Aber hey, andere Kinder, andere Herausforderungen. Ich sage immer, dass ich es nicht gewagt hätte, den Doppelpack zu bestellen, hätte ich dafür ein Formular ausfüllen müssen. Aber jetzt liebe ich es, Zwillingsmama zu sein und bin so froh, dass ich bei einem etwas grösseren Aufwasch gleich zwei wunderbare Kinder als „Lohn“ erhalte. :)

    Deinen Meilenstein 6 durfte ich gleich an den ersten Platz setzen. Trotz dem frühen und schwierigen Start habe ich vorher noch nie etwas so geliebt wie meine zwei Racker. Vom ersten Moment an, in dem ich erfahren habe, dass es sie gibt. Daran konnten auch nach der Geburt weder Schläuche noch Infusionen, Kabel und piepende Monitoren etwas ändern.

    Aber ich kann jeden verstehen, dem es anders geht. Und das ist auch unser gutes Recht als Mütter. Wir müssen nicht alle gleich fühlen, gleich handeln und gleich denken. Wir haben nicht alle die gleichen Voraussetzungen und auch nicht die gleichen Hintergründe.

    Also liebe Mama zweier eigensinniger Buben, erquicke dich an meinem Leid. :)
    Jede und jeder hat so seine Herausforderungen, egal ob mit einem, zwei, drei oder sieben Kindern.

    Ich kann Dir nachfühlen und wünsche Dir weiterhin gute Nerven und viel Support von Deinem Umfeld.

    Herzlich
    Zwergenmama

    • Mama zwei eigensinniger Burschen

      Ich habe den obigen Kommentar geschrieben,ohne zu wissen,dass überhaupt jemand darauf reagieren würden.
      Nach einer endlosen und schlaflosen Nacht,war es eine Wohltat einfach mal von der Seele zu schreiben,was das Leben gerade mit sich bringt und was unser Leben bewegt.
      Es ist wunderbar,wenn man im Leben unerwartete Antworten erhält und sich Dinge unerwartet entwickeln und schön zu wissen, dass man nicht allein ist!
      In dem Fall ist es nicht nur dein Leid,sondern deine einfache Antwort,die meinen Morgen unerwartet Besonders gemacht hat.

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