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Von Killer-Viren, Bazillen-Brunnen und 50 Shades of rote Flecken

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Acetylsalcylsäure, Kaliumsorbat, Levomenthol, Siliciumdioxid, mikrokristatlline Cellulose – kommt euch das bekannt vor? Nein, ich habe nicht den Chemiebaukasten meiner Kinder geplündert, all diese Stoffe befinden sich höchstwahrscheinlich gerade auch in eurem Haus, nämlich in der Hausapotheke.

Bei Kopfweh greifen wir schnell zu irgendeiner Tablette, bei Husten hilft uns ein pflanzlicher Saft über den Tag und für alle „50 Shades of rote Flecken“ haben wir eine Creme oder ein Gel zur Hand um Juckreiz oder sonstige unangenehme Befindlichkeiten schnell und einfach in den Griff zu bekommen. Schnell, einfach, unkompliziert – dies sind die Grundpfeiler unseres modernen Alltags, in dem wir täglich von Termin zu Termin hetzen und uns nicht lange mit aufwändigen und ungebetenen Themen auseinander setzen möchten.

Dreitagefieber, Soor und Windpocken

Eine dieser Angelegenheiten, die gerade uns Müttern regelmäßig vor große Herausforderungen stellt, ist das Thema Kindergesundheit. Optimalerweise sollten Mütter schon während der Schwangerschaft eine Freistellung von der Arbeit erhalten um sich voll und ganz einem intensiven Medizinstudium widmen zu können. Denn: So bald das Kind auf der Welt ist begegnen uns ganz neue Herausforderungen: Pseudo-Krupp, Hand-Fuß-Mund-Krankheit, Dreitagefieber, Ekzeme und Soor. Ehrlich gesagt, von den meisten hatte ich bis zum Kindergartenstart meiner Kinder noch nie etwas gehört, doch jetzt lachen mich diese Begriffe fast täglich von einem großen Schild an der Eingangstür der Betreuungsstätte an. Ich nenne es liebevoll „das Viren-Buffet“. Heute frisch im Angebot: Windpocken und Scharlach.

Ist das Kind nun in den (Bazillen-)Brunnen gefallen muss schnell Hilfe her. Schnell bedeutet heute für viele, dass per Fingertipp auf dem Handy ein Mittelchen online bestellt wird. Denn medizinische Onlineshops gibt es inzwischen wie Sand am Meer und Tabletten und rezeptfreie Pasten sind leichter zu bestellen als ein paar Schuhe. Bei Unsicherheiten bezüglich der richtigen Medikation fragt man noch schnell in einer Facebook-Gruppe andere Mütter, ob diese vielleicht schon Erfahrungen in dem Bereich haben und hat im Anschluss sicherlich eine Liste von 8 bis 2587 Medikamenten, die man jetzt in Ruhe nacheinander ausprobieren kann. Eins davon wird dem Kind helfen, ganz bestimmt.

Was hier so lustig anmutet kann für ein Kind gefährlich werden, wie das online geshoppte bunte Tablettchen in unserem Postkasten gelandet ist. Bevor ich Mutter wurde war mir herzlich egal, welche Inhaltsstoffe sich in so einer kleinen Pille tummeln, Hauptsache es hilft irgendwie. Doch sehe ich jetzt die Liste mit kryptischen Fachbegriffen, von denen ich glaube sie mal bei „Breaking Bad“ gehört zu haben, wird mir schon etwas anders.

Sicher? Nur mit meiner Apotheke!

Was kann hier schief gehen? Nicht nur, das sich zwischen den seriösen Onlineshops eine Menge schwarzer Schafe tummeln, das gedankenlose Einnehmen von Medikamenten birgt einige Risiken. Im besten Fall ist die bittere Medizin einfach wirkungslos, da sie entweder nur Farb- und Füllstoffe anstelle eines Wirkstoffes enthält, aber im schlimmsten Fall füge ich meinem Kind durch eine Fehlmedikation aber erheblichen Schaden zu. Was genau gebe ich meinem Kind? Es ist unbedenklich für das Alter meiner Kinder und gibt es vielleicht Wechselwirkungen mit anderen Wirkstoffen?

Wann soll mein Kind die Tablette nehmen, vor/nach/während dem Essen und mit Wasser oder Milch oder hebt ein Getränk mit Kohlensäure die Wirkung vielleicht auf? Darf mein Heuschnupfen-Kind einen pflanzlichen Hustensaft und welche Sonnencreme schmiere ich an meinen Mini-Allergiker? Tausend Fragen, zu denen sich im WWW sicher tausend Antworten finden lassen, doch die wahren Experten finde ich nicht im Internet, sondern in meiner Apotheke.

Hier kennt man sie alle – mich, meine Kinder und alle Produkte, die hoffentlich Besserung bringen, statt neuer Sorgen und Nöte. Eine persönliche Beratung von einem Experten ist schneller und effizienter als jede Google-Suche und beantwortet mir sogar Fragen, die ich vorher gar nicht hatte. Ganz in meiner Nähe und rund um die Uhr gibt es jemanden, der sich auskennt und mir neben einen Arzneimittel auch noch das Gefühl von Sicherheit und ein paar liebe Worte mit auf den Weg gibt. Sicher? Nur mit meiner Apotheke! Und das sage ich, als eine die online arbeitet und so gut wie alles online bestellt!

Wer schreibt hier eigentlich?

Zwillingsmama, Kinderdompteurin, Geburtstagsveranstalterin, Chaosmanagerin und „Mädchen für eh alles“: Unter dem Netz-Pseudonym Anna Attersee schreibe ich hier pädagogisch wertlos über das turbulente Leben mit Kindern – schonungslos ehrlich, denn einer schreit hier bei uns immer… Im richtigen Leben bin ich Journalistin, arbeite im Bereich „Irgendwas mit Medien“ und habe kürzlich mein erstes Buch veröffentlicht. Mehr über mich und unsere Familie findest du HIER.

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