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Urlaub mit der ganzen Familie

Willkommen in der Urlaubs-Hölle – 2. Teil

Wir sind da. Es ist heiß – die Kinder hungrig, der Göttergatte genervt und verschwitzt. Und als ich gerade sagen will: „Naja… jetzt kann es nur noch besser werden“, grinst uns ein kleiner Italiener – vermutlich aus Napoli – sehr bemüht und verzwickt an und sagt: „Das Apartemento ist noche nickte fertigh gereihnickt“.
     
Na Hallelujah! Willkommen in der glühend heißen Urlaubs-Hölle. Zumindest dann, wenn man quengelnde Kinder mit im Schlepptau hat. Das im Prospekt absolut verlockend angepriesene Apartment ist statt der versprochenen 55 Quadratmeter nur 40 groß – eine Alternative kann man uns nicht anbieten. Statt Kühlschrank gibt es eine Minibar, die Küche ist so klein, dass man beim Umrühren der Kaffeetassen den Kindern den Ellenbogen in die Magengrube schlägt.  Das Leitungswasser schmeckt nach Chlor, der Fernseher hat die Größe eines Handydisplays mit der Auflösung eines  Van Gogh Gemäldes.  Und im Fall der Kinder wird Sicherheit nur groß geschrieben, weil es ein Hauptwort ist.

Unser Liegestuhl ist in Schirmreihe 33 gleich neben dem Klo und bietet Aussicht auf mehr verbrannte Haut als der Hähnchengrill am Oktoberfest. Wir sind zumindest vermutlich am Strand – so genau weiß man das nicht, denn das Meer kann man von hier aus nicht sehen. Wir könnten auch in 33ister Reihe vor einem kaputten Radio liegen – das Rauschen wäre ähnlich – auch die Hintergrundgeräusche. Und dann ist auch noch Quallenalarm…

Die Kinder wollen dringend ein Eis und verlieren die Schokokugel auch gleich im Sand – das hält sie aber nicht davon ab sie trotzdem zu essen. Das wiederum führt zu heftigem Erbrechen gleich neben das Strandkaffee. Wir entschuldigen uns und verbringen die Mittagshitze dann auf unseren 40 Quadratmetern – aber zumindest im Schatten.

Und die Moral von der Geschicht‘?
Mit Kindern fahre in den Urlaub nicht…

Foto:  http://www.baby-und-familie.de

7 comments

  1. Na ja, netter Bericht, aber um ehrlich zu sein: selber schuld. In die Gegend wäre ich nicht mal ohne Kinder gefahren. Bzw. wenn man an solche Orte fährt, muß man eben mit so einem Urlaubsergebnis rechnen.
    Die gute Nachricht: auch mit Kindern / wilden Kindern kann man schöne und erholsame Urlaube haben, wenn man den richtigen Urlaubsort wählt! 🙂

  2. Habe diesen Urlaubbericht auf gmx gelesen und mich geärgert. Denn: Wirklich selber schuld! ICh weiß, es gibt solche Urlaubsorte und habe sie auch als Kind mit meinen Eltern erlebt. Meine Eltern wollten das so und haben sich wahrscheinlich auch etwas dabei erholt. Wichtig war, dass auch andere Familien mit Kindern dabei waren. Je mehr Kinder, desto weniger nerven sie die Eltern, umso mehr die LEute ohne Kinder rund herum.
    Auch ich als Papa von zwei Nichtzwillingen reise meist mit mehr Familien, sodass ein Kinderrudel von 4 bis ja schon mal 9 Kindern die Gegend unsicher machte. Und ich (in dem Fall wir Erwachsenen) schauen uns im Internet den ORt auch gut an, sodass solche Stranderlebnisse nicht vorkommen. Natürlich kann dabei auch was schief gehen, aber nicht auf ganzer Linie. Falsche Angaben zum Appartement sind mir auch heuer bei meinem USA-Tripp untergekommen.
    Deine Beschreibung sieht sehr nach oberer Adria aus, vielleicht Lignano oder Bibione. Aber auch hier gibt es Möglichkeiten, halbwegs dem totalen MAssenansturm zu entgehen, einige Campingplätze bieten Bungalows an und haben auch Strandabschnitte wo keine Schirmreihenautobahn im Strand einbetoniert ist. Und das kann man mit etwas Recherche herausfinden.

  3. Mir fehlen die Worte. Blauäugiger kann man als Eltern einen Urlaub gar nicht planen und versuchen zu verbringen. Liebe Eltern – nicht abschrecken lassen – auch mit Kind darf man noch Spaß außerhalb der eigenen vier Wände haben… und es muss auch nicht „nur“ die Nordsee sein. Es kommt immer auf den richtigen Ort, die richtige Unterkunft und die richtige Zeit (Jahreszeit der Destination und Alter des Kindes) an!

    Wir waren mit unserem Sohn:
    Alter 3 Monate: Holland (großes Ferienhaus mit Freunden)
    Alter 6 Monate: Florida (Ferienwohnung in einem Hotel)
    Alter 11 Monate: Kanaren (Appartement im Hotel)
    Alter 18 Monate: Österreich Snowboarden (Clubhotel)
    Alter 19 Monate: Mallorca (Hotel)
    Alter 20 Monate: Holland (Ferienhaus)
    Alter 22 Monate: Kreta (Ferienhaus in einer Hotelanlage)

    Alles waren sehr schöne Urlaube. Unser Sohn hat sich super wohl gefühlt. Für uns waren alle Urlaube zwar anders als ohne Kind, aber auch entspannend. Horrorurlaub muss heute doch keiner mehr machen – weder ohne Kind, noch mit Kind.

    • Hi Christin!

      Danke für deine Erfahrungen! Hast du ein Kind, oder Zwillinge?

      Übrignes: Wahnsinn, dass dein Kind mit 18 Monaten schon Snowboarden konnte – man merkt ihr habt euch da bei der Auswahl des Urlaubs ganz nach den Interessen des Kindes gerichtet! Weiter so!!!

      LG

      • Hihi 😀 Super Antwort! Was sind denn das für Vollhupen die hier antworten. Da muss man sich doch nicht aufregen! Keine Hobbys ihr Lieben? Sicherlich würde es auch manch einer für nicht sehr klug halten, einem 6 monate alten Säugling einen Langsstreckenflug anzutun?! Wirklich, eine sehr geschickte, altersgerechte Wahl 😉

        Ich als Zwillingsmama (16 Monate) kann über den (sicherlich auch etwas überspitzten-daher WITZIG!) Bericht herzlich lachen!!! Ich kanns mir lebhaft vorstellen und leide mit! Wir haben unseren ersten Trip in den schönen Norden Deutschlands auch hinter uns. ES WAR FURCHTBAR!!! Und trotzdem fahren wir nächstes Jahr wieder…anhand der Auflistung kennen wir nun ja das richtige Ziel (in meinem Fall dann wohl KRETA) liebe Anne und können nichts mehr falsch machen 😛

        Ich hoffe ihr erholt euch gut von eurem Urlaub!!! LG aus Bayern

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Einst kaufte sich Anne ohne mit einer Wimper zu zucken Stilettos um 150 Euro. Dann wurde sie Mutter. Von Zwillingen. Eines ihrer Kinder schreit immer…

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