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Warum sind die Kinder im Kindergarten so brav?

Ich hab das Gefühl die Kinder verarschen mich. Als ich die Zwillinge kürzlich aus dem Kindergarten abholte, und sie mich noch nicht bemerkt hatten, konnte ich etwas schier Unglaubliches beobachten: Micky saß auf seinem kleinen Sesselchen und goss (ja – ehrlich – er schüttete nicht – er G-O-S-S äußerst behutsam und vorsichtig) aus einer großen gläsernen (SIC!) Karaffe Wasser in sein Glas. Ich war schwerst beeindruckt aber auch irgendwie verstört.  Als er schließlich mit dem Essen fertig war, nahm er seinen Teller und trug ihn ohne Gejammer zu einem Servierwagen. Potzblitz!  Karamba! Gibts das wirklich? Ist das etwa mein Kind?

 

 

Aber es sollte alles noch viel abenteuerlicher werden: Die kleine Maus aß nämlich Couscous und hatte ohne großem Murren die Brille auf der Nase… HÄ? Couscous UND Brille? Das sind ja gleich zwei Wünsche auf einmal! Ich hätte beinahe hyperventiliert! Als ich nämlich das letzte Mal bei uns zu Hause Couscous zubereitet hatte, wollten die Kinder damit eine Sandburg bauen. Das wars dann auch mit dem Couscous-Experiment. Und die Brille reißt sich der kleine Gangster immer sofort in hohem Bogen von der Nase. Die Kindergartenleiterin behaupt sogar, die kleine Maus würde Obst essen – ich glaube aber, dass sie lügt…

Es drängte sich mir natürlich trotzdem die Frage aller Fragen auf: Was machen die besser als ich?

Der Ton ist liebevoll, das Regiment streng. Und während ich schon bei dem Gedanken mit 30 Kleinkindern einen Ausflug machen zu müssen Blut schwitze, ist das für Kindergärtnerinnen mal eben eine „kleine Abwechslung“. In Zweiterreihe maschieren die dann zum nächstgelegenen Spielplatz. Ich frage mich ja auch, wie die es schaffen, dass sich 30 Kinder gleichzeitig anziehen? Es ist unfassbar: Da sind  zwei tiefenentspannte Damen, die einen Rudel voller Kleinkinder leichter bändigen als ich meine zwei Zwerge. Der beste Ehemann von allen nennt gerade deshalb die Kindergärtnerinnen auch nur „Die Navy Seals der Pädagogik“. Die räumen nämlich das Feld von hinten auf…

Sie entschärfen die Minenfelder der schlechten Angewohnheiten und  trotzige  Widerstandsnester werden strang aber liebevoll einfach weggelächelt. Und das alles so nebenbei! Diese äußerst geduldigen und tendenziell unterbezahlten Menschen schaffen das, was mir teilweise graue Haare bereitet.

 

Wir lernen:
Die Kinder werden brav auf viele Arten,
am besten klappts im Kindergarten.

 

 

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Einst kaufte sich Anne ohne mit einer Wimper zu zucken Stilettos um 150 Euro. Dann wurde sie Mutter. Von Zwillingen. Eines ihrer Kinder schreit immer...
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