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Anleitung zum Lesen dieses Textes (nach Marie Kondo)

Nimm diesen Text, lese ihn von links oben nach rechts unten! Lies Zeile für Zeile und überspringe nichts! Wichtig: Pinne ihn auf Pinterest! Das wird dich glücklich machen! Versprochen!

Irgendwie ist das Leben heute zu einer fundiert recherchierten Doktorarbeit mutiert. Was früher unter dem Wort „Hausverstand“ lief, wird heute in To-Do-Listen und detaillierten Abhandlungen  dokumentiert. Du willst deinen Kleiderschrank ausräumen? Kauf dir ein Buch dazu*! Du willst wissen, ob dein Kind die Windel voll hat? Dann besorge dir einen Sensor samt APP! Das Wetter heute? Frag‘ einfach Alexa…

Selbst das Essen ist bei bei den Selbstoptimierern zu einer Glaubensfrage geworden: Bitte kein Fleisch. Und schon gar nicht erst Lactose! Gluten? Furchtbar! Und Zucker? Tödlich! Frei nach Kabarettistin Monika Gruber: „Alle haben Angst vor Gluten! Früher hatten’s Angst vorm Russen! Neuerdings vor Weizen!“

Entmündigen wir uns langsam selbst? 

Wo bleibt die Vernunft, wenn wir uns gar nichts mehr zutrauen und schon fürs Ausmisten Anleitungen brauchen? Finde nur ich das komisch?
Es fing damit an, dass wir uns dank Handys keine Telefonnummern mehr merken mussten. Danach kam das Navi, damit wir uns keine Karten mehr ansehen oder gar Wege merken mussten. Dank Convenience-Food können wir geschälte und gekochte Kartoffel im Glas kaufen.  All diese Dinge machen das Leben aber nicht einfacher. Denn, bitte haltet euch jetzt fest: Sogar die vorgekochten Kartoffeln kommen mit Anleitung! 

Das eigentliche Problem liegt wo anders: Wir haben richtig viele Möglichkeiten, unser Leben zu gestalten. Wir können einkaufen, worauf wir Lust haben, wir können jeden Job ergreifen, den wir erfüllend finden und wir können übers Internet Kontakt zu Menschen auf der ganzen Welt halten. Ziemlich cool. Aber auch richtig stressig, wenn wir so viele Entscheidungen treffen müssen, oder?  Wie bei einer Speisekarte im Restaurant, die 22 Seiten hat und von Kebap über Schnitzel bis zur Lasagne alle dabei hat: Wir sind mit der Auswahl überfordert. Wollen Struktur und Halt. Und diesen Halt gibt uns im Moment eine kleine sympathische Japanerin, die übers Fernsehen bei uns zu Hause Schubladen sortiert und dadurch ein entspannteres Leben verspricht.

Die geilste APP der Welt: das Hirn!

Nennt mich altmodisch: Ich lese manchmal (wenn ich Zeit habe) ein Buch. Ich kaufe hin und wieder etwas, ohne mich vorher über das Produkt auf 287 Internetseiten zu informieren. Und wenns um die Erziehung geht, dann habe ich mir zwar gewisse Grundsätze angelesen, agiere aber situationsabhängig und flexibel. Vermutlich mache ich dabei Fehler, aber die merkt ja niemand. Außer ich poste sie im Internet. Und wisst ihr was? Damit ich nicht so viel ausmisten muss, kaufe ich einfach weniger… 

Und jetzt stell dir die Frage aller Fragen: Hat dir dieser Text auch Freude gemacht?

 

Wer schreibt hier eigentlich?

Zwillingsmama, Kinderdompteurin, Chaosmanagerin und „Mädchen für eh alles“: Unter dem Pseudonym Anna Attersee schreibe ich hier über das turbulente Leben mit Kindern – schonungslos ehrlich, denn einer schreit bei uns immer… Im richtigen Leben bin ich Journalistin, arbeite im Bereich „Irgendwas mit Medien“ und habe kürzlich mein erstes Buch veröffentlicht. Stolz bin ich auf meine Kinder und meinen Online-Shop. Mehr über mich und meine Familie findest du HIER.

 

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About einerschreitimmer

Einst kaufte sich Anne ohne mit einer Wimper zu zucken Stilettos um 150 Euro. Dann wurde sie Mutter. Von Zwillingen. Eines ihrer Kinder schreit immer...

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