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Geständnisse einer anonymen Rabenmutter...

Hallo! Ich bins, die schlechteste Mutter der Welt…

Die liebe Birgit von Muttis Nähkästchen hat zur Blogparade aufgerufen: „Outing der anonymen Rabenmütter“. Gut, dass ich hier auf „Einer schreit immer“ unter  einem Pseudonym blogge – darum fällt mir das Outing nämlich ein wenig leichter… Und es ist zumindest semi-anonym. Denn ganz nach dem Erziehungsmotto von Jesper Juul, friste ich mein Mama-Dasein und lebe den Slogan „Gut genug ist das neue Perfekt!“

Warum ich eine Rabenmutter bin? Dafür gibt es viele Beweise. Aber fangen wir mal ganz am Anfang an:

  • Ich finde Babys langweilig. Hart, aber wahr. So richtig lustig ist das Kinder-Ding erst geworden, seit die Kinder artikulieren können was sie möchten… Kleinkindmama bin ich gerne…
  • Manchmal war ich in dieser Baby-Sache richtig überfordert. Und ich untertreibe da nicht: Ich war es wirklich! Da sehnte ich mich nach dieser dritten Hand und dachte mir: Ach – so ein Einling zum Genießen wäre doch was Feines gewesen… Diese Gedanken sind zwar sehr kurz, aber sie sind immer wieder da…
  • Als ich von meinen Kindern zum ersten Mal angekackt wurde, dachte ich, dass ich mich sofort übergeben muss. Ich war kurz davor mich in Desinfektionsmittel zu baden und das Haus ausräuchern zu lassen. Es heißt zwar, dass einem vor dem eigenen Kind nicht ekelt, aber seien wir uns ehrlich: Spätestens mit Einführung der Beikost ist das Windelwechseln eine richtige Herausforderung. Vor allem dann, wenn Hülsenfrüchte mit im Spiel sind… Kotze kann ich mittlerweile, aber Mais und Erbsen… WUAH!
  • Die Sache mit den Wäschebergen habe ich auch noch nach vier Jahren Mutter-Ding immer noch nicht ganz im Griff. Keine Ahnung wie andere das machen, aber der Mount Washmore im Keller wird und wird nicht kleiner. Eine saubere Küche? Das geht mittlerweile. Nicht immer, aber immer öfter…
  • Ich belüge meine Kinder: Wenn wir im Supermarkt an diesen kleinen Autos oder Flugzeugen vorbeikommen, die natürlich nur durch den Einwurf von Münzen fahren, dann behaupte ich sie seien kaputt. So spare ich Geld und auch Nerven! Neulich habe ich den Kindern einen Schokoosterhasen weggegessen: Ganz versteckt in der Abstellkammer… All diese wunderbaren Flunkereien habe ich übrigens aus dem Buch meiner lieben Blogger-Kollegin „Frau Mutter“.
  • Ich bin dauermüde und dadurch auch verdammt schusselig. Der beständige Schlafentzug führt dazu, dass mein Gehirn die Struktur einer Billiardkugel hat. Daher verwechsle ich nicht nur die Namen der Kindergartenfreunde meines Nachwuchses, ja manchmal verwechsle ich sogar die der eigenen Kinder. Das führt dazu, dass ich sämtliche Termine, Nummer und Namen in meinem Handy einspeichere.
  • Wenn es brenzlig wird, dann gibt’s Fernsehen. Klar – der Fernseher ist bei uns kein Babysitter, aber wenn die Kinder krank sind, ich einen Abgabetermin habe dann kann Peppa Pig auch schon mal eine ganze Stunde laufen. Zwar hatte ich wirklich löbliche Vorsätze am Beginn meiner Mutter-Karriere. Aber bald waren alle sehr schnell gebrochen.
  • Ich freue mich in den Ferien, wenn der Kindergarten bald wieder losgeht! Die im Kindergarten haben es wirklich drauf. Darum nenne ich sie – ganz nach dem Motto meines Mannes – auch nur noch die Navy Seals der Pädagogik.
  • Andere Mütter gehen mir ziemlich schnell auf die Nerven. Vor allem dann, wenn sie meinen alles besser zu wissen.
  • Beim Selbsttest „Bist du eine echte Zwillingsmama?“ habe ich nur einen Punkt…
  • Meine Kinder konnten weder mit neun Monaten frei laufen noch haben sie mit vier ihren ersten Roman geschrieben. Ich war mit denen auch nicht in Chinesisch für Neugeborene und auch den Geige-Kurs für Dreijährige haben wir ausfallen lassen… Und trotzdem finde ich die beiden wirklich goldig, auch wenn sie sich nicht für Frühförderkurse sondern eher für Schnecken interessieren…
  • Und trotz all dieser wirklich fahrlässichen Fehler meiner Seite, behaupte ich trotzdem, dass ich das Ding gar nicht so schlecht schaukle….

Noch mehr Texte von Rabenmüttern findest du hier, bei Muttis Nähkästchen…

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Zwillingsmama, Kinderdompteurin, Geburtstagsveranstalterin, Chaosmanagerin und „Mädchen für eh alles“: Unter dem Netz-Pseudonym Anna Attersee schreibe ich hier pädagogisch wertlos über das turbulente Leben mit Kindern – schonungslos ehrlich, denn einer schreit hier bei uns immer… Im richtigen Leben bin ich Journalistin, arbeite im Bereich „Irgendwas mit Medien“ und habe kürzlich mein erstes Buch veröffentlicht. Mehr über mich und unsere Familie findest du HIER.

 

14 comments

  1. GE-NI-AL! Ein echter Attersee!

  2. Word! Du bist nicht allein, wir sind viele zwar bist Du mir drei einhalb Jahre voraus, aber ich erkenne mich in all Deinen Punkten wieder. Wunderbar ❤

  3. Also mein Zwillingspärchen ist 3 und die „große“ Schwester 5 und ich gebe zu bis zur letzten Minute zu warten um pünktlich nach 9 Stunden im Kindergarten zu sein und dann sehne ich mich regelmäßig halb 8 entgegen damit meine Kompanie Mistkäfer endlich schläft. In der Zwischenzeit liegen selbstverständlich ihre Flugtickets zum Mond immer griffbereit aber wenn ich Abends meine „Kontrollrunde“ mache und sie schlafen wie kleine Engel, kann ich 6 Uhr Morgens kaum erwarten um sie endlich wieder in die Arme zu nehmen….

  4. Es ist bei mir zwar schon etwas länger her, aber warte bis die Kleinen groß sind. Die Kinderfotos werden Dir erst ein richtig schlechtes Gewissen machen. Das, was Dir damals ein Gefühl der Überforderung gab, wird dich dann ins Tal der Tränen führen. Ich hab mir immer gesagt: Mütter sind auch nur Menschen :-)
    lg ingrid

  5. Maria Kaisen

    Hallo,
    ich kann dir fast allen Punkten zustimmen( 65 Jahre und 7-fache Oma). Die Windeln hat zum Glück mein Mann am Wochenende und … auch sonst hin und wieder …gewechselt.
    Meine Kinder und Enkelkinder sind das Beste auf der Welt für mich ( plus Ehemann),aber Babys sind machmal nervig und trotzdem das Schönst auf der Welt.
    R.

  6. 100 Prozent ich.

  7. Genial! Vor allem der Punkt „Ich belüge meine Kinder“ ist sehr inspirierend und ich fühl mich nicht mehr ganz so schlecht, dass ich sowas auch mache :)

    • einerschreitimmer

      Haha – sehr gut! Gestern als ich Spargel gekocht habe, sagte ich das seien grüne Würstchen. Die checken das aber leider mittlerweile… Genieße es also, so lange es noch geht! ;)

  8. Super genauso ist es :D !!
    Punkt „Ich belüge meine Kinder“ … best ever! meine kleine ist zwar erst 14 Monate aber das funktioniert schon jetzt

    und JAAA ich freu mich auch schon richtig drauf wenn sie mir endlich sagen kann, was sie will und was nicht und wir kommunizieren können … noch ist es sehr sehr mühsam und frustrierend! :D

  9. …Grenz genial….endlich eine die sagt was SACHE ist….als meine Kids mich vor Jahrzehnten an den Rand des Wahnsinns drängten, da hörte ich von all den andern Eltern bloß : *MEINE machen das nicht…MEINE sind soooooooooo brav…MEINE sind Goldengerl…* ja und ich glaubte all diesen Lügnern oder kleinen Schwindlern….nach Jahren haben sie dann doch zugegeben es war anders…also diese Zeit ist aufregend, spannend, aber jeden Tag NEU…. WIR lieben diese Rasselbande…wir alle…drum weitermachen….!!!!

  10. Also, ich bin Pädagogin und der Titel ließ mich schlimmes erahnen, ich finde es nicht gut seine Kinder zu belügen.
    Aber was du schreibst ist doch nicht schlimm und nicht Rabenmuttermäßig!
    Der Alltag ist so schon stressig genug, aber mit Zwillingen muss man sich sicher manchmal halt was einfallen lassen, um nicht nur Mama, sondern auch noch Mensch sein zu können.
    Auf das richtige Maß kommt es an und das sehe ich hier noch nicht überschritten.
    Und wenn die Kinder alles in Kursen vorgekaut bekommen und nichtmehr experimentieren und selber die Welt entdecken dürften wäre das meiner Meinung nach auch traurig.
    Also ich würd sagen du bist ne ganz normale Mama!

  11. Mit vielen Dingen machen wir uns einfach das Leben viel leichter und das unserer Kinder nicht weniger schöner finde mich auch in allen (nicht-Zwilligns-Punkten) wider

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