Reisen mit Kindern: Fünf Wochen alleine mit drei Kindern durch Sansibar

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Alleine mit drei Kindern auf Reisen? Während für manche Dreifachmamas der Gang zum Spielplatz Abenteuer genug ist, wollte Suna mehr und ihren drei Söhnen (Zwillinge, 3 und ein Baby, zum Zeitpunkt der Reise 5 Monate alt) einen neuen Kontinent zeigen. Ihre Reise führte sie nach Afrika, genauer gesagt auf die Trauminsel Sansibar. Mit uns lässt Suna (die auch als Törtchenprinzessin bekannt ist) ihre Sansibar-Reise Revue passieren und ermutigt alle Eltern, sich das Reisen mit Kindern zuzutrauen.

Alleine mit drei Kindern nach Afrika zu reisen klingt nach Abenteuer. Erzähl uns bitte Suna, wie es dazu gekommen ist, dass du mit deinen drei Söhnen nach Sansibar gereist bist.

Ich bin ein richtiges Reisekind, meine Eltern haben beim Zirkus gearbeitet und ich war die ersten drei Jahre meines Lebens in Indien unterwegs. Bis ich neun Jahre alt war, sind wir hippiemäßig mit dem Bus umher gereist. Ich habe das immer ziemlich cool gefunden, schon als Kind. Dieses Gefühl von Freiheit wollte ich meinen drei Kindern auch sehr gerne mit auf den Weg geben. Mein Mann hat leider nicht so lange frei bekommen, ich wollte ihnen dieses Reisegefühl aber trotzdem vermitteln und habe beschlossen, mit ihnen alleine auf Reisen zu gehen.

Wie hat dein Umfeld auf deine Reisepläne reagiert?

Mir war es wichtig, dass mein Mann hinter meinen Plänen steht, und das hat er von Anfang an gemacht. Andere sagten, ich sei komplett verrückt und irre, aber diese Stimmen waren mir von Anfang an völlig egal.

Was hast du alles für Sansibar eingepackt? Hast du Tipps für andere Familien, was auf Reisen absolut nicht fehlen darf?

Das Wichtigste war der Bollerwagen, Sonnencreme und die Trage vom Kleinsten. Jeder ein Kuscheltier bzw. wie in unserem Fall ein Kuschelfell, ein kleines Lammfell, das bei Bedarf (Heimweh!) etwas Trost spenden kann.

Warum Afrika, warum Sansibar?

Hm, Afrika hat mich von Anfang an total interessiert, weil ich dort noch nicht war – sieht man von Ägypten ab. Die Insel Sansibar ist eine der schönsten Inseln überhaupt für mich, auch oder gerade was die Strände betrifft. Die vielen Palmen, das angenehme Klima, die gesamte Flora, das Multikulti-Gefühl und die kinderliebenden Einwohner  – für mich ist Sansibar wirklich eine wahnsinnig vielfältige Destination. Außerdem habe ich vorab mit Ärzten Rücksprache gehalten, um die Risiken für meine Kids und mich so gering wie möglich zu halten. Auf Sansibar gibt es wenige Krankheiten – keine Kinderlähmung, schon lange keine Fälle von Gelbfieber. Zudem ist die ärztliche Versorgung auf Sansibar gut ausgebaut, Ärzte sind rund um die Uhr erreichbar. Sansibar ist also ein richtig tolles Reiseziel für Familien mit Kindern also!

Skizziere bitte deine Sansibar-Reise für uns.

Zuerst hat mein Mann uns mit dem Bus von Graz nach Wien geführt. Von Wien aus sind dann nach Doha geflogen und mitten in der Nacht dann in Doha in den Flug nach Sansibar umgestiegen. Der Flughafen Sansibar ist übrigens wirklich winzig und überschaubar. Dort angekommen, sind wir mit dem Taxi eineinhalb Stunden zu unserer tollen Unterkunft in Jambiani, die ich über AirBnB gebucht habe, gefahren. Die Reise hat dabei gleich abenteuerlich begonnen, denn wir mussten zwei Stunden warten, da das Auto nicht angesprungen ist. Wir haben die Insel während der fünf Wochen natürlich auch erkundet, aber hauptsächlich waren wir wegen der Hitze – Temperaturen um die 40 Grad – die meiste Zeit am Strand, denn mit Kindern ist man bei solchen Temperaturen ja nicht so gerne unterwegs und genießt lieber das Strandleben.

Traumstrand auf Sansibar

Würdest du alles wieder so machen? Was war rückblickend die größte Challenge auf der Afrika-Reise?

Ich würde sofort wieder mit meinen Jungs nach Sansibar fliegen, denn es war eine irrsinnig bereichernde Erfahrung. Rückblickend würde ich mich bzw. uns vielleicht noch besser auf die Hitze vorbereiten. Bei uns war es ja Winter, wir haben deshalb einige Tage gebraucht um uns zu akklimatisieren. Die Jungs haben anfangs auch einen Hitzeausschlag bekommen, da würde ich gleich prophylaktisch das spezielle, kühlende Puder dagegen einpacken und außerdem eine kleine Babywanne oder einen Wäschekorb, wo ich sie zur schnellen Abkühlung kurz reinsetzen kann. Außerdem Eiswürfelformen, denn ich habe ihnen für die innere Abkühlung regelmäßig Eiswürfel zum Lutschen gegeben.

Reden deine Jungs noch oft von der Sansibar-Reise, ist ihnen bewusst wie besonders das war?

Meine Kinder reden sehr oft von der Reise und spielen auch gerne „Wir fliegen mit dem Flugzeug nach Sansibar“ in Form von Rollenspielen, denn das Fliegen und die lange Reise waren für sie natürlich ein spannendes Abenteuer. Ob ihnen bewusst ist, wie besonders diese Sansibar-Reise war, kann ich nicht beurteilen, denn sie sind wahre Reisekids und viel unterwegs, erst kürzlich sind wir mit dem Auto von Österreich nach Holland gefahren. Ich kenne das ja von mir selbst, dass das Reisen selbstverständlich und Teil des Alltags ist und nicht mehr so außergewöhnlich ist wie vielleicht für Menschen, die nicht so oft verreisen.

Wohin geht die nächste Reise?

Demnächst machen wir Heimaturlaub und fahren an den Weissensee. Danach entspannen wir vermutlich noch auf unserer Almhütte, größere Reisen sind vorerst nicht geplant. Das nächste große Projekt, ist unseren Bus fertig auszubauen, dann machen wir vielleicht einen Roadtrip quer durch Europa.

Deine 5 Tipps für entspanntes Reisen?

Also wenn man alleine mit Kindern verreist, würde ich auf jeden Fall viel Schokolade für die Mama einpacken (Nervennahrung!) sowie Pixi-Bücher * und Stickerhefte zur Beschäftigung für die Kinder. Ein wertvoller Tipp ist auch, eine Packung Nudeln und Pesto einzupacken, denn so kann man gleich nach der Ankunft schnell für Verpflegung sorgen, ohne zuerst einkaufen zu müssen.  Genug Schlaf und ansonsten einfach das machen, was man gerne hat und die Zeit gemeinsam genießen – dann kommen die Abenteuer ganz von alleine!  

Wer schreibt hier eigentlich?

Vier Kinder, zwei Katzen, ein Mann: Das Leben in der Grazer Vorstadt ist für PR-Profi Barbara nie langweilig. Wenn sie nicht als Mama-Taxi ihre Kinder von A nach B kutschiert, plant sie Reisen und Wanderrouten. Sie liebt Bücher und findet manchmal sogar Zeit eines zu lesen. 

 

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