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Wie viel Spielzeug braucht ein Kind?

Katja ist Sonderpädagogin und Mutter von drei Kindern – darunter sind Zwillingsmädchen. Außerdem betreibt sie gemeinsam mit ihrer Kollegin Danielle den überaus lesenswerten Blog „Das gewünschteste Wunschkind“. Im Interview erzählt die Expertin wie viel Spielzeug Kinder wirklich brauchen, warum es besser ist flasch zu singen statt eine CD einzulegen und weshalb Klopapier das beste Spielzeug für Kinder ist.

Ab welchem Alter ist Spielzeug für Kinder sinnvoll?

Gewünschtestes Wunschkind: Im Prinzip braucht kein Kind Spielzeug – sie kommen ganz gut auch ohne aus. Erst einmal sind es ja wir Erwachsenen, die unseren Kindern gern etwas kaufen oder basteln wollen. Ich habe das bei mir selbst gut beobachten können….

Meine Töchter hatten als Babys eine ganze Batterie an wunderschönen Holz-Rasselringen* und niedlichen Kuscheltieren, die ich ihnen anbot, als sie mit etwa drei Monaten anfingen, bewusst zu greifen. Und klar – sie haben die festgehalten und darauf rumgelutscht und sich darüber gefreut. Mein Drittgeborener bekam im gleichen Alter dann eher das in die Hand gedrückt, was gerade in meiner Nähe lag, weil ich meist damit beschäftigt war, die Mädchen anzuziehen oder ihnen vorzulesen. Also lernte er greifen mit Kugelschreiber, Flaschenöffner oder einem Unterhemd seiner Schwester, das da halt zufällig gerade auf dem Boden lag. Und auch er hat seine „Spielzeuge“ genüsslich abgelutscht und angelacht. Ihm war das total schnuppe. „Sinnvoll“ ist Spielzeug also nicht zwingend. Kinder lernen wirklich alles auch ohne klassische Spielzeuge. Natürlich will in keinem Elternteil ausreden, schöne Sachen zu kaufen – nur zu! Schädlich sind die meisten Spielzeuge für die Entwicklung nämlich auch nicht.

Sind Holzspielzeuge eigentlich besser, als welche aus Plastik?

GW: Das ist egal. Holz fühlt sich haptisch natürlich angenehmer an, aber Kinder bevorzugen meist das Plastikspielzeug, weil es so schön bunt ist. Das ist wirklich kein Drama. Manchmal ist Plastik sogar günstiger, weil es herunterfallen kann und dabei nicht so schnell kaputt geht. Wir hatten für unseren Kaufmannsladen eine Kasse aus Plastik und eine aus Holz. Die sind im Spiel ziemlich oft gefallen und die Holzkasse fand das nicht so lustig. Da ist andauernd etwas abgebrochen. Außerdem tut so ein massives Holzding auf dem Fuß natürlich mehr weh, als eins aus Plastik. Aber vom pädagogischen Standpunkt aus ist es egal, ob die Eltern nun Holz- oder Plastikspielzeug kaufen.

Wie viele Spielzeuge sind OK, wie viele zu viel?

GW: Das kommt ein bisschen auf das Entwicklungsalter an. Ganz allgemein kann man sagen: Weniger ist mehr! Werden Kinder in ihrem Zimmer vom Angebot des Spielzeugs erschlagen, kommen sie nicht ins Spiel und fliegen wie Schmetterlinge von Station zu Station, ohne jemals einen echten Flow zu erleben.

Aber der Reihe nach. Gucken wir mal, was Kinder so ungefähr brauchen. Fangen sie mit drei Monaten an zu greifen, dann ist ein nicht allzu schwerer Rasselring gut, ein herkömmlicher O-Ball und vielleicht noch ein Kuscheltier oder Schnuffeltuch. Damit hat man dann auch gleich die Materialien Holz, Plastik und Stoff angeboten. Alternativ kann man einen Kochlöffel, einen Rührbesen und zusammengeknülltes Stück Backpapier zum Greifen geben. Damit hätte man dann Holz, Metall und Papier angeboten.

Ab dem sechsten Monat kommen unsere Babys in die wirklich spannende Spielphase des Ursache-Wirkung-Testens. Man erkennt das daran, dass sie Dinge fallen lassen – gern z. B. Essen bei Tisch – und diesem hinterhergucken. Zu diesem Zeitpunkt wird dann eben Spielzeug wichtig, bei dem Ursache-Wirkung ausgiebig getestet werden kann. Alle voran ist ein Hampelmann perfekt. Zieht das Baby an seiner Schnur (Ursache), hebt er Arme und Beine (Wirkung). Das gleiche Prinzip verfolgen die Blink-Quietsch-Plastik-Spielzeuge, die es mittlerweile zuhauf in den Läden zu kaufen gibt. Drückt das Kind da auf einen der vielen Knöpfe, fängt das Teil an zu blinken, oder Musik zu machen. Von denen rate ich eher ab, ich erkläre später nochmal, warum. Besser sind ganz einfache Dinge.

Der Rasselring z.B. ist in diesem Alter immer noch spannend, denn wenn er geschüttelt wird, klappert er. Auch der O-Ball kann ein Ursache-Wirkungs-Spielzeug sein – wird er geworfen, rollt er weg. Meine Kinder mochten in diesem Alter auch ein Stehauf-Männchen und eine kleine Trommel. Man kann aber auch hier ganz ohne Spielzeug auskommen. Ursache-Wirkung lernt das Kind ebenso, wenn es den Teller vom Tisch schmeißt und dieser scheppernd zu Boden fällt, wenn es den Wasserhahn auf- und zu macht, wenn es beim Mülleimer auf den Tritt drückt und der Deckel hebt sich, wenn es das Licht an- und ausschaltet, wenn es die Schranktür auf- und zuklappt und auch dann, wenn es die Schublade zudrückt, während es noch die Finger im Spalt hat und dann Schmerz verspürt. An meinen Beispielen merkst du schon, dass diese Spielphase sehr lange geht. Intensiv wird sie etwa bis zum 18. Lebensmonat getestet, aber sie hört eigentlich nie so ganz auf, sondern überlappt sich mit anderen Spielphasen.

Entschuldige, ich muss dich kurz unterbrechen – du würdest zulassen, dass sein Kind sich die Finger einklemmt?

GW: Ja, das finde ich sogar wichtig. Natürlich achte ich darauf, dass mein Sohn nicht mit seinem gesamten Gewicht gegen die Schublade drückt – dann interveniere ich schon. Aber wenn ich sehe, er wird sich gleich die Finger einklemmen, aber es kann außer Schmerz nichts weiter passieren, dann lasse ich das zu und tröste ihn hinterher. Wenn ich das verhindere, kann er ja nicht lernen, in solchen Situationen selbst vorsichtig zu sein. Dann müsste ich die nächsten Monate immer hinter ihm her sein, um darauf zu achten, dass er sich nirgendwo klemmt. Ich handle nach dem Motto: „Kleine Unfälle verhindern große Unfälle.“

Aber zurück zum Thema Spielzeug. Mit etwa 12 Monaten kommen Kinder in die Spielphase, in der die motorische Entwicklung im Vordergrund steht. Ich empfehle da immer gern ein Pikler-Dreieck (nach Kinderärztin Emmi Pikler), wenn man das Geld und den Platz hat. Das Ding ist eine Investition für die Zukunft, es wird wirklich lange bespielt und hat auch einen hohen Wiederverkaufswert. Zusätzlich ist es sinnvoll, auch noch ein Rutschbrett dazuzukaufen, so dass aus dem kleinen Klettergerüst auch noch eine in der Höhe anpassbare Rutsche wird. Mit einer Decke wird aus dem Dreieck gleich noch eine Höhle bzw. ein Krabbeltunnel – wie gesagt, es ist sehr vielfältig. Wirklich nötig ist es allerdings nicht. Ein Kind kann selbstverständlich auch am Bett, an der Couch oder auf dem Spielplatz klettern lernen.

 

Und wie steht es um die Feinmotorik?

GW: Da empfehle ich eine leichtgängige Kugel-Klopf-Box oder eine Hammerbox, eine Stapelpyramide und vielleicht noch eine Sortierbox. Alle drei schulen nicht nur die Fingerfertigkeit, sondern bedienen auch gleichzeitig das Ursache-Wirkungsprinzip: Klopft das Kind mit dem Hammer auf die Kugel (Ursache), fällt sie ins Loch und kullert aus der Box heraus (Wirkung). Du siehst: mit ein paar wenigen wohlüberlegten Spielzeugen kann man eigentlich die ganze Bandbreite des Lernens abdecken.

Mit 24 Monaten habe ich bei uns zuhause das „Weniger-ist-mehr“-Prinzip allerdings für einige Zeit aufgehoben, denn die Kinder befinden sich ja zu diesem Zeitpunkt in einer ganz aktiven Phase des Spracherwerbs. Da in dem Alter auch die Imitations-Phase beginnt, habe ich sehr viel Spielzeug gekauft, mit denen beides möglich ist. Imitationsphase bedeutet, unsere Kinder machen all das nach, was sie bei Erwachsenen sehen, ohne jedoch selbst kognitiv in die Rolle zu schlüpfen. Dazu fehlt ihnen der Perspektivenwechsel – ein Meilenstein, der erst mit ca. vier Jahren erreicht wird. Unterstützende Spielzeuge wären eine Kinderküche samt Zubehör, oder auch ein Einkaufsladen.

Der Spracherwerb kann dann gefördert werden, wenn man eben viel verschiedenes Holz-Obst und -Gemüse Holz-Obst und -Gemüse zur Verfügung stellt und das Spielen verbal begleitet: „Gibst du mir die Aubergine? Wo ist denn der Schokomuffin?“ Ich denke, ich muss an dieser Stelle nicht erwähnen, dass das natürlich alles auch ohne Spielzeug geht.Man kann genauso gut – nein, eigentlich sogar besser- mit echtem Gemüse spielen, die echte Küche mit dem echten Besen ausfegen und echte Nudeln in einen echten Topf schütten. Ich habe mich selbst aber eben für die Spielzeugversion entschieden, und zwar deshalb, weil ich weiß, dass die Imitationsphase erst der Anfang ist und ich das gleiche Spielzeug mit vier Jahren noch einmal für die So-tun-als-ob-Phase (in der die Kinder dann auch kognitiv in die Rolle schlüpfen) benötigen werde.

Zunächst aber, mit etwa drei Jahren, habe ich das gesamte Spielzeug weggeräumt, ganz radikal, denn nun beginnt die Konstruktionsphase. Die allermeisten Kinder spielen in diesem Alter nicht mehr wirklich mit ihrem Spielzeug. Oft wird es nur aus dem Regal gerissen, in eine Ecke geschleppt und dort liegen gelassen. Bemerkt ihr das bei euren Kindern, dann räumt (fast) alle Spielzeuge erst einmal weg. Nun brauchen eure Kinder nichts, um ins Spiel und in den Flow zu kommen. Sie werden sich stattdessen eure Küchenhandtücher schnappen und die Plätzchenformen, diese in der Wohnung säuberlich aufreihen, weil sie „Plätzchenwanderung“ spielen (und ich weiß bis heute nicht, was das ist, aber es hat meine Kinder über Stunden gut beschäftigt). Sie werden im Waschbecken Experimente mit Toilettenpapier, Seife und Wasser machen. Ärgert euch nicht, sondern lasst das zu! Besprecht ein paar Regeln (das Toilettenpapier mit einem Sieb zuerst raussammeln, bevor der Stöpsel gezogen wird, damit das Becken nicht verstopft) und haltet eure Videokamera bereit. Ein solches Feuerwerk an Fantasie, wie die Spielideen in der Konstruktionsphase, werdet ihr nie wieder erleben. Solltet ihr nicht ganz und gar ohne Spielzeug leben wollen, eignen sich für die Konstruktionsphase gut KAPLA Bausteine, Lego-Duplo oder auch Puzzle. Alle drei Beispiele unterstützen das „Konstruieren“.

Mit etwa vier Jahren beginnt die So-tun-als-ob-Phase. Die Kinder können nun die Perspektive eines anderen Menschen einnehmen und damit in verschiedene Rollen schlüpfen. Das geht sowohl mit kleinen Playmobilfiguren und/oder Schleichtieren, als auch beim echten Rollenspiel, in dem sich die Kinder verkleiden und als Feen, Bauarbeiter, Prinzessinnen, Ritter oder Feuerwehrmänner durch die Wohnung sausen. Ich habe dafür eine große Verkleidekiste bereit gestellt. Bei uns wird momentan nichts so sehr bespielt, wie diese Kostüme.

Du hast jetzt mehrmals vom „Flow“ geredet – was ist das eigentlich?

GW: Wenn Hirnforscher vom „Flow“ sprechen, meinen sie einen hirnorganischen Zustand des Glücksgefühls, bei dem ein Mensch ganz versunken ist in die Aufgabe, die er gerade erledigt, so dass er nichts mitbekommt von dem, was um ihn herum passiert. Ich gerate oft in den Flow beim Lesen. Man kann mich dann anschreien – ich höre es nicht. Andere Menschen erleben „Flow“ beim Musizieren, beim Kochen, beim Malen oder auch beim Bauen. Kinder geraten noch weitaus öfter am Tag in den Flow, als wir Großen und das ist auch gut so, denn befindet sich ein Mensch in diesem Zustand, werden nicht nur Glückshormone ausgeschüttet, es bilden sich gleichzeitig auch noch neue Nervenbahnen – der Mensch „lernt“. Deshalb sollte man ein Kind, das gerade im Flow spielt, auch möglichst nicht unterbrechen. Egal, ob das Abendbrot wartet oder das Kind ins Bett soll, besser ist es, dann noch ein paar Minuten abzuwarten, bis das Kind aus seinem Zustand selbst wieder auftaucht. Das dauert nicht so lange – probiert es mal aus. Reißt man ein Kind aber wieder und wieder heraus, beschneidet man die natürliche Konzentrationsfähigkeit des Kindes. Es wird sich später nicht so lange und gut konzentrieren können, wie ein Kind, das seine Flow-Zustände ausleben konnte.

Wie erkennt man nun einen solchen „Flow“?

GW: Nun, Kinder spielen dann sehr konzentriert und gedankenverloren. Sie sind fast nicht ansprechbar. Mein 9 Monate alter Sohn zum Beispiel rollt sehr gern die Toilettenpapierrolle ab. Er zieht, er zerrt, er reißt, er beißt hinein – das macht er gut und gerne 15 Minuten, bevor er genug hat. Als er etwa 5 Monate alt war, spielt er gern mit einem Metallteller, den er über das Parkett schob, ihn drehte, ihn anleckte, ihn scheppern ließ – schon damals konnte er sich 10 Minuten allein mit dem Ding vergnügen. Ältere Kinder versinken gern im Spiel mit kleinen Autos, beim Buddeln im Sandkasten oder auch beim Matschen in einer Pfütze. Sie sind dann sehr ernsthaft bei der Sache – in uns allen gibt es einen angeborenen heiligen Glauben an die Ernsthaftigkeit des Spiels, welcher leider oft von Erwachsenen kaputt gemacht wird, die nicht verstehen, dass Spiel immanent für das Lernen ist.

Du erwähntest vorhin die blinkenden, Musik machenden Spielzeuge. Du bist da nicht so begeistert von. Warum?

GW: Im Prinzip sollen sie das Kind zu Ursache-Wirkungs-Handlungen animieren und das tun sie natürlich auch. Aber wie ich oben schon geschrieben habe, tun das genauso gut auch die einfachen, leisen Spielzeuge. Problem an den Blink-Blink-Spielzeugen ist die Ablenkung. Kein Kind kommt damit wirklich in den Flow, weil zu viel Informationen auf einmal auf das Kind einströmen. Drückt es auf einen Knopf kommt ja nicht nur ein einfacher Ton, sondern oft gleich eine ganze Melodie und meist auch noch eine Lichtabfolge. Damit ist aber die Ursache-Wirkung quasi ad absurdum geführt – das Kind krümmt gerade mal einen Finger und löst gleich ein ganzes Konzert aus. Natürlich ist das für das Baby interessant – sie sind echt fasziniert von diesen Spielzeugen, einfach, weil diese Licht- und Sound-Konzerte im Gehirn ein ganzes Feuerwerk an Emotionen auslösen. Gehirnbiologisch sind die so entstandenen Vernetzungen aber problematisch. Was das Kind lernt ist, dass es durch eine nur minimale Ursache (das Drücken auf den Knopf mit einem Finger) eine maximale Wirkung (Blinkkonzert) auslösen kann – und da wundern wir uns noch, dass die heutige Generation an Kindern keine Anstrengungsbereitschaft und kein Durchhaltevermögen mehr aufbringen?

Ja, wie sollen sie auch, wenn sie nicht einmal beim Spielen mehr als einen Fingerdruck ausüben müssen. Auch die Aufmerksamkeitsspanne wird durch das viele Geblinke und Getöne verringert. Wie gesagt, kein Kind kann mit einem solchen Spielzeug in den Flow geraten – dieser ist aber nötig für die Ausbildung von langen, verschachtelten Gehirnbahnen. Diese wiederum sind Voraussetzung für Ausdauer, Durchhaltevermögen, Aufmerksamkeit und Frustrationstoleranz.

Das klingt jetzt sehr hart – ich sollte vielleicht erwähnen, dass auch meine Kinder ein Blink-Spielzeug haben. Eins aber nur. Das Smart-Fon von Ravensburger. Mit dem kann ich leben und meine Kinder lieben es.

Da sind wir schon beim nächsten Thema, das ich dich fragen wollte. Handy und iPad haben eine magische Anziehung für die Kinder – ist das schlimm?

GW: Naja, die magische Anziehungskraft rührt ja erst einmal daher, dass sie uns Erwachsene andauernd damit sehen. Ich weiß nicht, wie das bei dir ist, aber ich hänge eigentlich ständig an meinem iPhone. Ich werde wirklich ganz nervös, wenn ich es mal vergessen habe. Es ersetzt mir meine Uhr, meinen Notizblock, meinen Fotoapparat, meinen Stadtplan… Selbstverständlich interessieren sich dann auch meine Kinder für das Ding, das Mama so oft in der Hand hat. Ich würde lügen, wenn ich behauptete, dass sie nie damit spielen dürfen. Aber ich begrenze es ziemlich strikt auf die Momente, in denen wir mit der Bahn in den Urlaub fahren und wenn ich ihnen die Haare schneide. Ich begrenze es deshalb, weil ich weiß, was für einen großen Einfluss das Spielen am Handy auf die Vernetzung im Gehirn haben. Die Nervenbahnen unserer Kinder sind zwar schon angelegt, müssen aber durch beständige Nutzung verstärkt werden. Je schwieriger und langwieriger eine Sache zu erlernen ist, desto länger und verschachtelter sind die dazugehörigen Nervenbahnen. Das Laufenlernen dauert z.B. Monate.

Unsere Kinder fallen dabei oft hin, sie müssen Angst überwinden und loslaufen, sie müssen Schmerz aushalten und neu beginnen. Das alles macht sie stark. Sie lernen dabei nicht nur laufen, sondern auch Durchhaltevermögen, Frustrationstoleranz und Selbstbewusstsein. Immer, wenn sie dabei ein Stückchen vorwärts kommen, also etwas Neues lernen, schüttet das Gehirn ein Glückshormon aus, das sie glücklich und stolz macht. Da das so ein schönes Gefühl ist, dieses Emotionsfeuerwerk im Kopf, wollen sie es immer wieder spüren – sie setzen sich also neue Ziele. Rückwärts laufen, Klettern oder Hüpfen z.B. Das sind alles wirklich komplizierte Aufgaben, die ihnen erst einmal alles abverlangen. Aber da ja die innere Motivation da ist, spüren unsere Kinder währenddessen gar nicht die Anstrengung. Sie lernen das alles wirklich gern, dank der im Gehirn ausgeschütteten Glückshormone. Die machen so zu sagen süchtig nach mehr. Nun sind Spiele am iPad und Handy so konzipiert, dass sie dem Gehirn ebenso vorgaukeln, etwas „geschafft“ zu haben. Immer, wenn eine Spielaufgabe erledigt ist, steigen Luftballons auf, oder es wird geklatscht und gejubelt, es kommen hübsche blinkende Sternchen, die das Kind „sammeln“ kann. Die App-Hersteller sind nicht doof – je besser das Spiel das Belohnungssystem des Gehirns in Gang setzt, desto mehr Menschen werden es spielen. Nun kommt der springende Punkt: Die Aufgaben im Spiel sind bei weitem nicht so komplex, wie die Aufgaben im richtigen Leben. Die Kinder müssen weit weniger Ausdauer und Frustrationstoleranz aufbringen, um das Glücksfeuerwerk im Gehirn zu aktivieren – das gefällt ihnen natürlich. Deshalb sind sie so „scharf“ darauf – es macht ihnen schöne Gefühle. Doch die dabei entstehenden Nervenbahnen sind viel kürzer und weniger verschachtelt.

Je öfter ein Kind am Handy spielen darf, desto mehr solcher kurzer Nervenbahnen bildet es, desto weniger wird es lernen, auf ein Ziel beharrlich hinzuarbeiten. Spiele bieten oft genug „instant gratification“, also sofortige Bedürfnisbefriedigung. Und wenn mal eine Aufgabe zu schwer ist, gibt es sicher eine eingebaute Hilfe. Versteh mich bitte nicht falsch, ich verdamme Handyspiele nicht. Ich spiele selbst gern an der Wii oder auf dem Nintendo DS. Aber meine Nervenbahnen für Ausdauer etc. sind ja auch schon vollständig entwickelt.

Ich habe als Kind stundenlang geangelt, bis endlich mal ein Fisch anbiss. Ich habe so lange Steine aufgestapelt, bis ich endlich den untersten Ast des Baumes erreichen konnte, den ich besteigen wollte. Ich habe lange, lange geübt, bis ich mit den Händen eine Grille im Gras fangen konnte. Meine Kinder hatten diese Erfahrungen noch nicht, ihre Nervenbahnen bilden sich gerade erst. Es ist mir wichtig, ihnen nicht die Möglichkeit zu nehmen, zu lernen, dass es befriedigend ist, lange Zeit an etwas zu arbeiten, bevor man es meistert. Die wirklich schönen, wertigen Dinge auf dieser Welt haben alle vor allem Zeit gekostet – eine Freundschaft entsteht nicht von heute auf morgen, eine Geige wird nicht an einem Tag gebaut, male ich zu schnell über noch nasse Farbe über, verwischt mein Bild…. Das mag nun altmodisch klingen, aber ich denke, wenn wir unsere Kinder zu früh zu oft an iPad und Co lassen, greifen wir wissentlich und mit negativen Folgen in ihre Gehirnentwicklung ein. Dann dürfen wir uns aber im Schulalter nicht wundern, wenn sie sich nicht hinsetzen wollen, um Vokabeln zu pauken, weil ihnen das zu schwer ist.

Wie fördere ich mein Kind denn am besten?

GW: In dem du seinen Neigungen folgst und es das spielen lässt, was es gerade fesselt. Die meisten Eltern haben bestimmt schon gemerkt, dass es Interessens-Wellen gibt. Ein paar Wochen lang sind z.B. Bügelperlen der Hit und in jeder freien Minute wird daran gearbeitet. Oder das Kind malt, malt, malt – und dann ist es vorbei und es widmet sich die nächsten Wochen etwas anderem. Bei uns waren es um den 2. Geburtstag herum Puzzles. Was haben meine Töchter gepuzzelt, den ganzen Tag lang. Sie verlangten nach immer neuem Nachschub, den ich glücklicherweise auch zuhause hatte, da ich meist auf dem Flohmarkt auf Vorrat einkaufe. Ich habe quasi im Blick, was in den nächsten Monaten oder Jahren vermutlich ihr Interesse wecken wird, kaufe das für kleines Geld und lagere es erst einmal im Schrank. Bisher lag ich immer ziemlich richtig. Wenn dann eine Interessens-Welle startet, bin ich vorbereitet und kann das Material bereitstellen. Dabei bin ich auch flexibel. Als bei meinen Kindern die Phase startete, in der sie immerzu Einkaufen spielen wollten, besorgte ich einen Kaufmannsladen. Es war noch Monate hin bis Weihnachten und der Geburtstag war gerade vorbei. Trotzdem habe ich ihn aufgestellt und mental als Weihnachtsgeschenk gezählt. Zum Fest gab es dann nur Kleinigkeiten. Das war wichtig, weil das Interesse eben gerade im Spätsommer da war. Hätte ich mit dem Geschenk bis zum Winter gewartet, wäre die Welle schon längst vorbei gewesen. Mit diesem Vorgehen unterstütze ich ihren natürlichen Lernprozess. Ich gebe nicht vor, mit was sie sich beschäftigen wollen, sondern warte ab, was von ihnen kommt. Oft sehen sie im Kindergarten etwas und wollen das dann auch zuhause probieren. Eine meiner vierjährigen Töchter will zum Beispiel gerade kochen lernen. Da ich selbst nicht so die Heldin am Kochtopf bin, geht sie jetzt nachmittags oft zu einem Freundespaar, bei denen der Mann gerne und gut kocht. Sie gesellt sich zu ihm, schneidet mit echten, scharfen Messern, plaudert mit ihm und lernt nebenbei kochen. Dabei werden nicht nur Glückshormone im Kopf ausgeschüttet, weil sie sich mit dem beschäftigt, was ihr momentan wichtig ist – ganz neben bei fördert sie auch ihre soziale Kompetenz und ihr Selbstbewusstsein.

Wie oft muss ich denn die Spielzeuge austauschen?

GW: Eben dann, wenn eine Interessens-Welle abgeebbt ist. Man merkt das ziemlich gut. Vielleicht werden die Bügelperlen nur noch auf dem Boden verteilt oder ein Bild wird zwar begonnen, aber dann nur lustlos und kurz gekritzelt. Dann kann man als Elternteil die entsprechenden Spielzeuge ruhigen Gewissens wegpacken. Ich verkaufe sie meist gleich wieder auf dem Flohmarkt. Ich behalte nur ein, zwei Dinge für den Fall, dass das Interesse nochmal aufflammt. Das kam aber bisher noch nicht vor. Wenn ihr das alte Spielzeug weggepackt habt, könntet ihr entweder erst einmal nichts anbieten und gucken, wozu eure Kinder als nächstes Lust haben. Oder ihr bietet etwas an, von dem ihr denkt, es könnte sie interessieren. Wenn es das aber nicht tut, legt es wieder weg. Es bringt nichts, einem Kind ein Spielzeug aufdrücken zu wollen.

Muss ich mit meinem Kind ständig spielen, oder beschäftigt es sich auch selber? Ist es schlecht, wenn es selber spielt?

GW: Hui, mit dieser Frage könntest du einen Mommy-War auslösen. Ich sage es mal so: Wenn du ein Kind hast, das selber spielt: Prima. Lass es spielen, das tut ihm wirklich gut. Nicht alle Kinder aber wollen allein spielen und fordern von den Eltern aktiv ein, mitzuspielen. Dann zu sagen: „Hör mal, dein Kind muss aber lernen, auch mal allein zu spielen!“ wäre gemein, denn es ist ja nicht so, dass die meisten von uns, die da tagtäglich auf dem Kinderzimmerboden hocken, das nicht schon versucht hätten. Ab einem bestimmten Alter, vielleicht so ab drei, kann man sich da als Elternteil durchaus auch mal abgrenzen und sagen: „Hey, ich trinke in Ruhe meinen Kaffee aus, dann komme ich, ja?“ Diese Frustration muss ein Kind in dem Alter aushalten können. Eltern müssen also nicht immerzu mit ihren Kindern spielen, nein. Aber es ist schön, wenn sie es tun. Dieses wohlige Gefühl wird die Kinder ihr Leben lang begleiten. Sie werden sich nicht daran erinnern, wie wunderbar aufgeräumt eure Wohnung war, sondern daran, dass Papa sie auf seinem Rücken hat reiten lassen, als sie Prinzessin spielen wollte. Habt ihr aber ein Kind, das gern mal für sich allein gelassen versinkt und mit den Puppen Zwiegespräche führt, dann mischt euch bloß nicht ein! Auch diese Erinnerungen werden kleine Schätze im Inneren, die dabei helfen, Missgeschicke und Schicksalsschläge im späteren Leben gut auszuhalten. Es kommt wirklich ganz individuell auf das Kind an, was ihm gut tut.

Für alle Kinder ist allerdings wichtig, dass Eltern nicht zum Entertainer für ihr Kind werden – sie müssen sich auch mal langweilen. Am besten ist es, in dieser Situation nichts vorzuschlagen. Langweile muss erst einmal ausgehalten werden, damit sie in Fantasie und Kreativität umschlägt. Probiert das mal aus. Lasst eure Kinder sich langweilen. Was daraus entsteht ist meist überraschend und manchmal chaotisch, aber immer spannend für alle Beteiligten.

Wie schaut es mit Büchern aus?

GW: Bücher und Geschichten sind unabdingbar für Kinder. Während man gut auch ohne Spielzeug auskommen kann, gilt für Bücher, dass man davon nie genug haben kann. Liest man seinen Kindern vor, kann man beobachten, dass sie sich emotional ganz und gar auf die Geschichte einlassen und diese im wahrsten Sinne des Wortes selbst durchleben. Wissenschaftler haben an gemessenen Hirnströmen festgestellt, dass Kinder in Vorlesemomenten viele wichtige Emotionen stellvertretend für die Personen im Buch spüren. Dabei werden dieselben Hirnregionen angeregt, wie im echten Leben. Schafft Gretel, ihre Angst zu überwinden und die Hexe in den Ofen zu schieben, dann wandelt sich die Angst unserer Kinder zuerst in Erleichterung und dann in Triumpf. Ihr Gehirn schüttet ebenso viele Glückshormone aus, als hätten sie die Tat selbst vollbracht. Am packendsten sind deshalb auch Geschichten, in denen ein kleiner Held eine schwierige Aufgabe meistert. Geschichten von Selbstwirksamkeit, von Überwindung von Schwierigkeiten, Geschichten, in denen der Protagonist eine neue Familie und damit Geborgenheit und Zugehörigkeit findet. Dass manche Geschichten zunächst Angst erzeugen – Märchen z.B. – spricht nicht gegen sie, sondern dafür, diese vom sicheren Hafen des elterlichen Schoßes zu erleben. Mit Mama und Papa im Rücken können Kinder (und deren Gehirn) an Geschichten wachsen.

Gilt das auch für Lieder? Einige Eltern meinen, dass sie nicht gut singen können, dass sie schief klingen. Ist gemeinsames Singen wichtig oder gehen auch CDs?

GW: CDs gehen natürlich, klar. Die meisten Kinder lieben es, Lieder zu hören, dazu zu tanzen und mitzusingen. Dabei kann eine CD allerdings nicht ganz das leisten, was selbstgesungene Lieder von Eltern bewirken, egal, wie schief sie singen. Weißt du, gemeinsames Singen führt zu „sozialer Resonanz“: Menschen, die zusammen singen passen sich ja einander an. Sie drosseln ihr eigenes Tempo oder ihre Lautstärke, sie übernehmen die Führung, wenn sie textsicherer, als der Mitsänger sind, sie nehmen kurz gesagt Rücksicht aufeinander. Wenn das gelingt, wenn das gemeinsame Lied harmonisch zum Klingen kommt, werden wieder die Belohnungszentren des Gehirns angeregt, was wiederum dazu führt, dass sich die Sänger wohl fühlen, glücklich sind und die Nervenbahnen für Einfühlungsvermögen, Selbstdisziplin und Verantwortungsgefühl verstärkt werden. Außerdem hat Selbstsingen den Vorteil, dass dabei sensomotorische Prozesse ablaufen, wenn eben das Kind wahrnimmt, wie schnell oder langsam, laut oder leise die anderen singen und es sich selbst und seine Tonlage daran anpasst. Diesen Teil kann eine CD nicht ersetzen – die Sänger auf der CD sind immer gleich schnell und nehmen natürlich keine Rücksicht auf das mitsingende Kind. Das heißt aber nicht, dass Lieder von der CD völlig unnütz sind, oft genug erzählen die Texte ja eine Geschichte, die dann eben auf das Kind wirkt. Eltern sollten einfach beides anbieten.

Eine letzte Frage: Welches ist das beste/schlauste Spielzeug, das dich als Sonderpädagogin beeindruckt hat?

GW: Toilettenpapier. Ja, wirklich, ich meine das ganz ernst. Toilettenpapier ist fantastisch. In jedem Entwicklungsalter des Spiels kann es verwendet werden. Man kann es abrollen, zerreißen und in den Mund stecken. Man kann damit Puppen ein Kopfkissen und eine Decke bastelt. Man kann es bemalen und es kleben. Man kann es in Wasser auflösen – das ergibt dann eine besonders samtig weiche Suppe, die gerade für wahrnehmungsgestörte Kinder eine ganz interessante Erfahrung darstellt. Man kann sich mit Toilettenpapier auch prima zur Mumie einrollen. Wenn man es nass macht und um den Arm wickelt, ergibt es einen tollen Gipsarm – Kinder, die Schwierigkeiten haben, ihre eigenen Grenzen zu fühlen, macht dieses Spiel oft sehr glücklich. Man kann es quer durchs Zimmer rollen lassen oder die ganze Rolle werfen. Man kann mehrere Toilettenpapierrollen auch stapeln und einen Turm daraus bauen. Reißt man kleine Stücke ab und knüllt diese im nassen Zustand zusammen, kann man sie mithilfe eines Strohhalms sehr weit spucken. Man kann so auch Zielspucken üben – das hilft Kindern, denen die Mundmotorik Schwierigkeiten macht. Man kann es auch mit Tapetenleim vermischen und daraus Papier herstellen. Die Liste lässt sich beliebig erweitern, Kinder haben da ja eine großartige Fantasie. Die Erwachsenen müssen das nur zulassen. Und Steine lieben Kinder natürlich auch…

Aber du wolltest von mir eher einen „echten“ Spielzeug-Geheimtipp? Ich finde das schwierig, weil Kinder so unterschiedlich sind, dass nicht alles bei allen funktioniert. Für meine Kinder ist ein Bilibo DAS Spielzeug schlechthin und ich bin echt begeistert von dem Ding. Wir haben mehrere davon und auch die Mini Bilibo und sie werden wirklich für alles benutzt. Sie sind Kochtöpfe und Puppenbett und Autogarage, im Garten sind sie Eimer oder Blumenkübel, sie werden als Tritt benutzt, sie wurden schon als Schlitten missbraucht, es wird auf ihnen gesessen oder in ihnen gekegelt. Ich kenne aber auch Kinder, die damit herzlich wenig anfangen können. Ist das Kinderzimmer schon voll mit anderem Spielzeug, sind Bilibo nicht sinnvoll. Insofern – wenn Eltern nach diesem Artikel gern etwas kaufen möchten, dann Toilettenpapier. Das mögen alle Kinder.

 

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Die Spielzeuge im Überblick (klicke auf das Bild, und du landest bei Amazon):

Holz-Rasselringe

 

Der O-Ball unterstützt das Greifen.

 

Ursache-Wirkung: Der Hampelmann zeigt wie es geht.

 

Stehaufmannächen und Sortierspielzeug in einem.

Die Hammerbank lehrt Ursache und Wirkung.

Sortierbox

Holzobst und -Gemüse für kleine Hobbyköche.

Schlechtiere unterstützen die Rollenspiele.

Das unbedenktliche Smart-Fon von Ravensburger.

Bügelperlen für die Feinmotorik.

Vielseitiges Bilibo.

*ALLE LINKS FÜHREN ZU PARTNERPROGRAMMEN.

39 comments

  1. Ich habe dieses Interview sofort geteilt. Es ist so gut geschrieben, das ich es kopieren und in meiner Praxis zum mitnehmen auslegen werde!! Es ist wirklich oft nicht einfach meinen Mamas und Papas mit den richtigen Formulierungen – ohne erhobenen pädagogischen Zeigefinger – so wichtige Dinge wie Aufmerksamkeit halten, akustisches Gedächtnis schulen usw. nahe zu bringen. Katja schafft das ganz wundervoll, liebevoll zugewandt – Müttern und Kindern! Ich bin begeistert!
    Liebe Grüße
    Helga Blank

  2. Prädikat: Besonderswertvoll ! Das gilt (nicht nur für deinen Blog), sondern auch für dieses Interview. Vor zwei Tagen habe ich beobachtet, dass meine Tochter nur ausräumen möchte (Schachtel 1 mit Tieren auf – rausgehaut damit – ab zu Schachtel 2 – Autos – raus damit – usw). Als beide schliefen, habe ich einmal „ausgemistet“ und ziemlich viel Spielzeug ins daneben liegende Zimmer geräumt. Der Blick von beiden war herrlich. Sie sind durch das Zimmer gegangen, waren ganz erstaunt und spielten dann in erster Linie miteinander (nachlaufen, raufen), danach mit den heiß geliebten Stapelspielen (übrigens von denen habe ich ein zweites nachgekauft – da herrschte echt immer dicke Luft, da wir nur eines hatten).

    Besonders gut am Interview gefällt mir, wie es Helga schon geschrieben hat, der nicht vorhandene Zeigefinger und der Aufbau anhand des Alters und die Empfehlungen für das „Spielen“, welche ich bis jetzt auch (19 Monate alte Zwillinge) bestätigen kann.

  3. Kaum zu glauben, dass es das noch gibt. Ein Interview mit Ratschlägen und Erklärungen nachdem man sich tatsächlich noch gut fühlt, wenn nicht sogar besser!
    Man beendet es nicht mit dem Gedanken was man alles falsch gemacht hat oder in welche Fallen man tappen könnte (aus denen man dann nur noch als absolute Rabenmutter hervorgeht) sondern es beruhigt, gibt Sicherheit, zeigt Wege auf und und und.
    Vielen Dank dafür, ich speichere es mir ab und hole es immer dann wieder hervor, wenn ich mir überlege was meine Kinder jetzt wohl gerade brauchen!

  4. Vielen Dank für diesen Artikel, den ich unterschreiben kann. Er enthält so viele Dinge, die ich in meiner täglichen Arbeit in der Schule den Eltern meiner SchülerInnen mit auf den Weg gebe. Liebe Grüße!

  5. gedankenpotpourri

    Hat dies auf Gedankenpotpourri rebloggt und kommentierte:
    Der beste Beitrag, den ich jemals zum Thema gelesen habe. Ein wahres Feuerwerk an spannenden Informationen. Ganz ohne erhobenem Zeigefinger. Spannend für alle Eltern von Kindern zwischen 0-7 Jahren.

  6. Vielen Dank für diesen tollen Bericht mit sehr vielen wertvollen Tipps. Uns hätte nur noch interessiert welche Phasen die Kinder ab 5 Jahren durchlaufen und welches Spielzeug hier ratsam wäre. Weil Geburtstag und Weihnachten kommt ja jedes Jahr, dass man etwas sinnvolles schenken kann. Wir haben einen Jungen und ein Mädchen und fragen uns ob Puppen und Autos (Feuerwehr, Polizei…) gar nicht so sinnvoll sind, bzw. nicht in diesen Mengen? Wir würden uns über eine Antwort wirklich sehr freuen! Vielen Dank und GLG Familie V.

  7. Hey, danke für den schönen Artikel und überhaupt den schönen Blog, ich lese ihn wirklich gerne!
    Ein bisschen aufpassen muss man aber mit Plastikspielzeug schon –> https://ooe.arbeiterkammer.at/beratung/konsumentenschutz/fairkonsumieren/Spielzeug_-_darauf_sollten_Sie_achten.html
    Da muss man also sehr auf die Qualität achten, aber ist eh klar.

  8. Hallo! Danke für den interessanten Beitrag! Dein Blog ist echt toll. Meine Tochter braucht nicht so viel Spielzeug. Sie malt sehr gerne Bilder aus, desbalb braucht sie mehr Farbstifte und Ausmalbilder. In der letzten Zeit drucke ich Ausmalbilder selbst aus. Ich habe eine schöne Seite mit Malvorlagen gefunden. http://de.colorkid.net/ Die Seite ist wirklich vorteilhaft.

  9. Guten Tag,

    das ist ein wirklich interessanter Bericht. Besonders der Tipp mit dem Toilettenpapier ist genial. Wir haben immer mal Probleme unseren Kleinen zu beschäftigen. Wir werden das auf jeden Fall mal ausprobieren. Für den Großen ist Toilettenpapier wohl nichts mehr, der spielt lieber mit dem Computer, da fehlen mir glaube ich ein wenig die Argumente 😉

    LG Jannik

  10. Ein super Artikel, sehr umfangreich und dennoch kein „Bla bla“, sondern sehr informativ. Den werde ich auf jeden Fall teilen! Gruß, Silke

    • einerschreitimmer

      Danke dir liebe Silke – das freut mich natürlich sehr! Falls es wo passt – kannst du ja gerne auch verlinken – da freue ich mich immer sehr! 😉

  11. Danke für den tollen Artikel. Das meiste würde ich auch so unterschreiben. Zum Thema „pädagogisch wertvoll“ haben wir auch einen Artikel auf unserer Webseite. Vielleicht mag ja mal jemand vorbei schauen:
    http://holzbausteine-und-baukloetze.de/paedagogisch-wertvolles-spielzeug/

    VG, Kati

  12. Hey,

    ein wirklich tolles Interview. Vor allem sehr ausführlich, was man in dieser Form leider seltener sieht. Besonders gut hat mir gefallen, dass Katja für traditionelle, günstige und nicht-technische Spielzeuge plädiert. Diese Ansicht teile ich auch.
    Den Tipp mit dem Toilettenpapier hab ich zum ersten Mal gehört, muss ich zugeben. Aber die Erklärungen von Katja ergaben total Sinn. Die vielfältigen Möglichkeiten von Toilettenpapier bei Kindern werde ich in meinem Bekanntenkreis mal teilen.

    Viele Grüße
    Fabian

  13. Hallo zusammen,
    ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob das jetzt so recht hier rein passt, aber dennoch ein großes Kompliment und vielen Dank an den Blogbetreiber / Blogbetreiberin, für die Zeit und Arbeit die hier investiert wird. Für mich als Vater ist es manchmal schwierig herauszufinden, was denn für meinen Spross (derzeit 2,5 Jahre alt) am besten und natürlich auch am pädagogisch wertvollsten ist. Spielzeug ist ja nicht gleich Spielzeug und da bin ich für Informationen zu diesem Thema doch sehr dankbar. Danke und weiter so!

  14. Vielen herzlichen Dank für deinen Artikel! Du hast in der Tat ein sehr wichtiges Thema angesprochen was zu oft von Eltern ignoriert wird. Es gibt zum Beispiel so viele Kuscheltiere die schädlich sind, dass macht mich sehr Traurig. Oft wissen wir einfach nicht was die Kinder brauchen! Noch mal danke für den guten Rat!

    Liebe Grüße

  15. Tolles Interview mit extrem viel hilfreichem Wissen. Danke dafür!!

    Wir sind mit unseren 3 Kids bisher gefühlt gut gefahren, indem wir wenig Impulskäufe machten und vor allem auf Qualität geachtet und parallel die Quantität klein gehalten haben.
    Ein Sortiersystem hat sehr geholfen, Chaos möglichst zu minimieren, wobei das natürlich mit 3 kleinen Monstern immer eine Herausforderung ist. 🙂

  16. Recht herzlichen Dank für diesen wunderbaren Artikel. In der Tat, insbesondere was den Punkt „Holzspielzeug“ betrifft, können wir als Eltern können bestätigen, dass Spielzeug aus Holz einen wesentlich höheren Wert aufweist, als Spielzeug, welches aus PVC (Plastik) gefertigt wird. Nicht nur auf pädagogischer, sondern viel mehr auch auf entwicklungspsychologischer Ebene.

    Herzlichst,
    Familie Kolvenbach

  17. Wow,
    nachdem ich nun mit dem Lesen fertig bin kann ich als „frischer“ Papa eines 10 Monate alten Sohnes nur sagen dass ich viel aus deinem Artikel mitgenommen habe. Wir haben uns natürlich auch schon Gedanken gemacht bzgl. der Spielzugmenge und aufch mit 10 Monaten hat unser SOhn schon durch die Verwandtschaft eine statliche Kiste mit Spielzeug zusammen.

    • Hallo Grüsse euch ,

      ich finde eure Seite echt super ich schauer öfters hier rein wir sind eit 2 Monate Eltern geworden wir haben uns ein babyphone1
      gekauft und kann das jeden empfehlen.

      würde mich freuen von euch zuhören

      Gruss

  18. Vielen Dank für den interessanten Artikel.

    Ich bin auch ein junger Vater. Unser Sohn ist in Sachen Spielzeug Gott sei Dank eher bescheiden. Er interessiert sich momentan aber sehr für das Thema Kindertraktor. Da ich mich vorab zu dem Thema informieren wollte und die eingeholten Informationen auch mit anderen teilen möchte, habe ich eine Website zu dem Thema erstellt. Die Website ist zu finden unter:

    http://trettraktor-kindertraktor-kaufen.de/

    Evtl. sind hier Leute die nach solchen Informationen suchen und mal vorbei schauen möchten.

    Falls der Link hier nicht gewünscht ist, bitte einfach löschen. Allerdings würde es mich natürlich sehr freuen, wenn er stehen bleiben darf! 😉

    LG

  19. Ich kaufe immer Spielzeug für Kinder. Wenn sie klein sind, kaufe ich ein Tangram und Spielzeugautos. Wenn sie aufwachsen, kaufe ich pvz Plastikspielwaren für Kinder, weil sie Pflanzen gegen Zombies so viel lieben.
    http://www.toyswill.com/plants-vs-zombies-pumpkin-shooter-polyethylene-toy-p-7446.html

  20. Ein super Artikel mit echtem Mehrwert und mit Witz geschrieben. Ich habe vorher noch nie über die Vielseitigkeit von Toilettenpapier nachgedacht.. 😀
    Gerne mehr von solchen Interviews..

    Liebe Grüße aus Hannover
    Puky

  21. Hallo, ich habe selbst ein Kind und habe auch viel geschenkt bekommen aber eigentlich spielt er die meiste zeit mit diesem Kinderspielball den ich ihm gekauft habe. Er möchte nichts anderes mehr

  22. Hallo hast ja sehr schöne Thema blog
    Ich fand das sehr interessant.
    kinder Spielzeug
    Sind immer schöne Thema

  23. Großartiges Interview. Wieder viel gelernt 🙂 Beim Toilettenpapier bin ich allerdings unschlüssig: Mein Sohn (8 Monate) durchlebt eine seeeehhhrr heftige orale Phase. „Toilettenpapier in den Mund stecken“ würde mich nicht stören. Ich lasse ihn vieles machen. Aber er isst es in rauen Mengen, genauso wie Sand, Blätter, etc. Es ist nicht so, dass er es ein paar mal macht und dann feststellt, dass es nicht schmeckt. Er isst wirklich viel davon und immer wieder. Er trinkt auch aus Pfützen, wenn ich es nicht verhindere. Also ich weiß nicht, ob das so gut ist, ihn damit spielen zu lassen :O

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