Individuelle Recherchereise
In unserer „Die Reisemütter“-Gruppe auf Facebook wird gerade beinahe täglich nach dem perfekten Skigebiet für Familien gefragt. Zauberteppich, günstige Liftkarten und blaue Pisten stehen da hoch im Kurs, gefragt sind darüber hinaus auch Ziele, die Schneesicherheit und ausgezeichnete Pistenqualität bieten. Wir haben uns für dich auf die Suche gemacht und das perfekte Familien-Skigebiet am Falkert, die Heidi Alm, gefunden und nehmen dich gerne mit – auf gehts!

Entspanntes Skivergnügen für die ganze Familie:
Die Heidi Alm in Kärnten
Lage und Anreise
Die Heidi Alm liegt in Kärnten auf rund 1.800 Metern Seehöhe mitten in den sanften Nockbergen. Die Nockberge in Kärnten sind dabei ganz besondere Berge, sind sie doch Teil des UNESCO-Biosphärenparks Nockberge und stehen damit für einen verantwortungsvollen Umgang mit Natur, Mensch und Region – ein idealer Ort also, um einen entspannten Familienurlaub inmitten unberührter Natur zu verbringen.
Zu erreichen ist die Heidi Alm von Wien aus je nach Verkehr in etwa 3,5 bis 4 Stunden, von Graz aus beträgt die Fahrtzeit etwa 2 bis 3 Stunden.

Warum die Heidi Alm unser neues Lieblings-Familienskigebiet in Kärnten ist
Klein aber fein – so oder so ähnlich lautet ein erstes schnelles Fazit nach dem Aussteigen aus dem Auto. Die Distanzen sind kurz, die Wege übersichtlich – perfekt, wenn man allein mit mehreren Kindern unterwegs ist. Extrapunkte gibt es von mir für die Parkplätze, die sich direkt neben der Talstation befinden (jeder der schon mal längere Distanzen vollbepackt mit Kinderschi und müden Pistenflöhen absolvieren musste, versteht warum).
Doch kommen wir zu den Liftanlagen und den Pisten, denn die haben uns vollends überzeugt:
Geöffnet von Mitte Dezember bis Anfang April ist Spaß im Schnee garantiert, während es in den Niederungen noch weit und breit kein Fleckchen Schnee gibt. Kleine Anfänger starten in Heidis Schneeland, wo der Seillift und der Zauberteppich (ein überdachtes Förderband bergaufwärts) erste Fahrversuche und Pizzastücke äußerst komfortabel gestaltet. Immer mittendrinnen statt nur dabei sind die Figuren aus der Heidi-Erzählung, die das Erlernen gleich noch lustiger machen.

Sitzen die Basics einmal, empfehle ich den Sonnenlift – ein Tellerlift, der gemächlich bergauf führt. Oben angekommen, wird man mit einem 360 Grad-Rundumblick belohnt und kann zwischen zwei Abfahrten (Schwierigkeitsgrad: Blau) wählen. Ich empfehle die Familienabfahrt für den Start. Die Piste ist wirklich übersichtlich und endet wieder beim Tellerlift-Einstieg. Dort endet auch die Sonnenlift-Abfahrt, die ebenso bestens präpariert ist und tolle Skibedingungen Mitte Dezember anlässlich unseres Besuches bot.
Der Schlepplift Falkertlift führt hinauf Richtung Falkerköpfl und bietet in Summe vier unterschiedliche rote Abfahrten. Wir entscheiden uns für die Falkertlift-Abfahrt und sausen die Abfahrt hinab. Kein einziger Baum entlang der Pisten kann zum gefährlichen Hindernis werden – beruhigend, wenn man den Pizzastück-Bremsmanövern der Kinder noch nicht ganz vertraut. :-)

Ideales Skigebiet für kleine und große Anfänger
8 Abfahrten, 11 Pistenkilometer und ca. 40 ha Pistenfläche – das Familienskigebiet Heidi Alm ist überschaubar, ohne langweilig zu werden. Die unterschiedlichen Pisten bieten reichlich Abwechslung und sind ideal, um Pizzastücke und Co. zu perfektionieren.
Familienfreundlich sind nicht nur die Pisten, sondern auch die Preise für die Liftkarten. Kinder unter 6 Jahren fahren überhaupt gratis (in Begleitung eines zahlenden Erwachsenen). Wer eine ganze Woche bleibt und einen Special 6-Tages-Skipass kauft, kann zwei Tage (frei wählbar) auch auf der Turracher Höhe Ski fahren und so noch mehr Abwechslung erleben.

Skischule und weitere Angebote
Vor dem Pistenspaß steht daheim das Packen und Durchprobieren der Ausrüstung auf dem Plan – und das sorgt regelmäßig für Schweißausbrüche bei mir. Gilt es doch, das richtige Equipment für vier Kinder einzupacken und zu überprüfen, ob alles noch passt. Diesmal hatten wir die richtigen Skischuhe für die falschen Ski mit – und mussten ungeplant und völlig spontan die Dienste des Sport-Shops in Anspruch nehmen. Nach nur wenigen Minuten wurde die Bindung angepasst und es konnte losgehen mit dem Pistenspaß!

Wer keine eigene Ausrüstung besitzt, kann hier kostengünstig Helm, Ski, Stöcke und Co. ausborgen und hineinschnuppern in den für mich schönsten Wintersport. Apropos Schnuppern: Die Kurse der Ski- und Sportschule Falkert sind für dich bzw. dein Kind das richtige Angebot, wenn du lieber in einem der Liegestühle chillst und dein Kind den Profis der Skischule anvertraust.
Familienfreundliche Unterkünfte auf der Heidi Alm in Kärnten
Wir haben während unserer Recherchereise gleich zwei tolle Unterkünfte auf der Heidi Alm kennengelernt, nämlich das Heidi Hotel und die Heidi Chalets – beide komplett unterschiedlich aber beide wirklich genial! Während du im Heidi Hotel ausgezeichnete Kulinarik, liebevolle Kinderbetreuung und alle Annehmlichkeiten eines Familienhotels genießt, genießt du im Heidi Chalet privaten Luxus auf höchstem Niveau.

Heidi Hotel
Das Heidi Hotel wird als Familienbetrieb von der Familie Köfer geführt. Mit den Ski kommst du direkt bis vor das Hotel, außerdem gibt es direkt im Garten des Hotels auch einen Zauberteppich und einen Rodelhügel. Doch damit nicht genug, 6 Tage die Woche werden Kinder ab 3 Jahren liebevoll 60 Stunden im Heidi Club umsorgt.

Eltern sind im Heidi Club übrigens auch willkommen, wenn sie bei dem Programm mitmachen wollen oder gemeinsam mit ihrem Kind den Club unsicher machen wollen. Kekse backen, Christbaumanhänger gestalten, Snow-Tubing, Laternenwanderung oder Ponyreiten im Schnee – während unseres Aufenthalts war das Angebot wirklich vielfältig, für ältere Kinder und Teenies gibt es mit der Sporthalle und dem Trampolin genug Platz zum Auspowern, ein eigener Teenie Raum sorgt mit Billard & Co. für weitere Akzente.
Die Kinder sind also bestens versorgt und die Eltern haben Zeit für eine Runde Schwimmen nach dem Ski fahren im Panorama-Hallenbad mit Ausblick auf die umliegende Bergwelt oder einen Besuch des Wellnessbereichs. Wir haben uns für einen Aperitif in einem der Strandkörbe auf der Terrasse entschieden und die Wintersonne genossen, herrlich!

Mindestens genauso fein ist die Kulinarik, die dich im Heidi Hotel erwartet. Regionale Zutaten sorgen für Top-Qualität, während unseres Aufenthalts durften wir mit dem Adventbrunch den 3. Adventsonntag begehen und konnten uns fast nicht entscheiden: Proteinreiche Joghurt- und Bio-Eiervariationen für meine Teenies, eine Waffelstation, Müslibar und Berghonig für die Kinder und ein echtes Kärntner Frühstück für mich. Im Rahmen des Brunches standen dann noch Backhendl, Maroni aus der Riesenpfanne und Bratäpfel am Speiseplan. Wirklich top! Auch das Mittagessen sowie das Abendessen punkten mit Regionalität und tollen Kreationen.


Die Mehlspeisenstunde am Nachmittag ist genau das richtige, um nach einem sportlichen Skitag wieder zu Kräften zu kommen, Käsefondue und Raclette stehen im Winter ebenso regelmäßig am Programm und machen dein persönliches Wintermärchen in den Nockbergen perfekt.
Die Zimmer, Suiten und Appartments sind sehr modern und bieten ausreichend Platz für jede Familiengröße, beachte unbedingt die eigenen Familienpauschalen, die teilweise auch kostenlose Skikurse und Liftkarten beinhalten.
Heidi Chalets
Die Heidi Chalets liegen ebenso direkt auf der Alm und bieten Platz für Großfamilien (bzw. Mehrgenerationenurlaube mit Oma und Opa). Wir haben im Heidi Chalet „Bergwinter“ HotPot außen, Whirpoolwanne innen, eigener Sauna und privater Sonnenterasse gewohnt und haben den Komfort wirklich genossen. Der offene Kamin und der große Wohn- und Essbereich sorgen für Hüttenzauber der Extraklasse, in der top ausgestatteten Küche kann super gekocht werden , wenn man nach einem anstrengenden Tag auf der Piste nicht mehr in ein Restaurant gehen möchte.



Meine Kinder sind wahre Frühaufsteher, auch (oder sollte ich schreiben gerade!? :-) ) im Urlaub. Während es da in Hotels manchmal schwierig ist, die Kinder noch bis zum Start des Frühstücks zu bespaßen, haben wir in unserem Heidi Chalet gefrühstückt und dann den Sonnenaufgang in intensiven Gelb- und Rottönen beim Schneemann bauen bestaunt. Was für ein Start in den Tag!


Durch die großen Fensterfronten kann man den Kindern auch beim Spielen im Schnee vom Chalet aus zusehen und den 1., 2. oder 3. Kaffee des Tages genießen. Auch die Aussicht Richtung Falkertspitz ist phänomenal, gerade während des Sonnenaufgangs leuchtet der Berg in allen Farben.

Wir haben in Haus Nr. 4 gewohnt mit drei Schlafzimmern, die allesamt modern aber dennoch sehr gemütlich im Hüttenstil eingerichtet waren. Infrarot-Paneele sorgen für angenehmes Raumklima, Hochstühle und Babybetten stehen für die Jüngsten ebenso parat wie die moderne Waschmaschine. Ein Bad im HotPot auf der Terasse muss gut geplant werden, das Warmwerden des Wassers durch das offene Feuer dauert knapp drei Stunden. Belohnt wirst du dafür mit privatem Badespaß bei tollem Bergblick und vielleicht hast du so wie wir das Glück, jede Menge Sternschnuppen zu sehen?

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- Linz mit Kindern Tausche dich mit reiselustigen Eltern in unserer Facebookgruppe „Die Reisemütter“ aus.
Wer schreibt hier eigentlich?
Vier Kinder, zwei Katzen, ein Mann: Das Leben in der Grazer Vorstadt ist für PR-Profi Barbara nie langweilig. Wenn sie nicht als Mama-Taxi ihre Kinder von A nach B kutschiert, plant sie Reisen und Wanderrouten. Sie liebt Bücher und findet manchmal sogar Zeit eines zu lesen.
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