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Hilfe! Ich lebe auf einer Müllhalde…


Seit ich die Zwillinge habe, sieht unser Haus so aus, als hätte die Drogenpolizei bei uns etwas gesucht aber offensichtlich nicht gefunden…

Holzklötze in der Abwasch, schmutziges Geschirr auf der Ablage – jüngst fand ich ein angebissenes Stück Wurst in einer der Spielzeugkisten. Unser Esszimmerteppich ist zu einer Art „Schwarzen Loch“ mutiert, das alle Flecken in sich einsaugt. Und die Zwillinge nenne ich jetzt nur noch liebevoll meine „zwei kleinen Schweinchen“….

Im Wohnzimmer haben wir mittlerweile das private Strand-Feeling, weil die Kinder dort nicht nur Essensreste sondern auch den halben Kinderspielplatz verteilen. Den überdimensionalen Wäscheberg im Keller hat den Spitznamen  „Mount Washmore“ und selbst mein treuer Wäschetrockner steht kurz vor dem Burn-Out.

An den Garten darf ich erst gar nicht denken: Der ist mittlerweile so verwildert, dass mein Mann beim Rasenmähen geschworen hat, eine Antilope gesehen zu haben, die sich im Dickicht unseres Hinterhofes versteckt hält. Er hofft, dass er bald einmal eine Safari zum Pool-Schacht machen kann und träumt von geführten Touren durch unseren Dschungelgarten, damit wir  uns endlich eine Putzfrau leisten können. Und weil er einer dieser Halbe-Halbe-Männer ist, weiß er ganz genau: Das bisschen Haushalt IST sehrwohl ein Problem…

Der „Iron-Man für Zwillingseltern“

Der beste Ehemann und ich sehen das aber sportlich – mittlerweile nennen wir unseren Alltag nur noch den „Iron-Man der Zwillingseltern“: Du fährst zwei Meter einbeinig auf einem Spielzeugauto durch einen Duplo-Parkours. Du fischt Spielzeug aus der Spüle und läufst einem Kind hinterher, das gerade brüllend mit einem Holzzug auf sein Geschwisterchen einschlagen will. Das hält zumindest fit und den Puls konstant über 120.

Du kannst gar nicht an einem Herzinfarkt sterben, weil du keine Zeit dafür hast. Das ist auch der Grund, warum laut neuesten Studien Zwillingseltern mindestens 140 Jahre alt werden. Na gut – vielleicht keine Studie, aber eine ernst zu nehmende Schätzung im Freundes- und Bekanntenkreis. Liegt vermutlich daran, dass mein Mann und ich mittlerweile frühzeitig ergrauen und an schlechten Tagen wie 63 aussehen.

Zur Ruhe kommen ich dann endlich, wenn meine kleinen Windelterroristen müde in ihr Bettchen fallen. Dann könnte ich natürlich auch problemlos das ganze Chaos beseitigen. Da habe ich aber nur selten Lust dazu. Denn neulich ist mir etwas Tolles aufgefallen: Wenn ich am Abend das Licht abdrehe, dann sieht man den Dreck auch gar nicht mehr so….

 

 

 

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Wer schreibt hier eigentlich?

Zwillingsmama, Kinderdompteurin, Geburtstagsveranstalterin, Chaosmanagerin und „Mädchen für eh alles“: Unter dem Netz-Pseudonym Anna Attersee schreibe ich hier über das turbulente Leben mit Kindern – schonungslos ehrlich, denn einer schreit hier bei uns immer… Im richtigen Leben bin ich Journalistin, arbeite im Bereich „Irgendwas mit Medien“ und habe kürzlich mein erstes Buch veröffentlicht. Mehr über mich und unsere Familie findest du HIER.

 

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Dieser Beitrag entstand auf Anregung von Bella von „Familie Berlin“ und Janina von „2Kindchaos“. Beide suchen gerade die besten Geschichten und dreckigsten Haushalte im deutschsprachigen Raum. Ganz nach dem Motto: Ordnung ist das halbe Leben, mit Kindern beginnt die andere Hälfte.  Und nach dem Motto: „My real kitchen“. 

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11 comments

  1. Kommt mir bekannt vor. Unsere sind zwar mit ihren 12 Wochen noch zu klein, um selbst aktiv die Wohnung zu verwüsten, aber wir Großen schaffen das auch ganz alleine. Mann muss arbeiten, die Babys wechseln sich mit Schlafen ab, wenn sie es denn überhaupt tun, und den Raum verlassen ist für maximal 18 Sekunden gestattet, sonst wird gebrüllt. Da kommt man zu nix. Dabei würd ich so gern mal wieder nachhaltig putzen *wer hätte gedacht, dass ich das mal sage*!!!

  2. Oooh ja, das sieht bei uns nicht anders aus *lach. Wir haben einen Langflorteppich im Wohnzimmer.. ich mache mir also um unseren Kater keine Gedanken, wenn wir mal übers Wochenende verreisen.. der wird satt ;o)
    Übrigens: Nicht nur das Licht abends ausmachen.. auch Socken anziehen, dann spürt amn den Sand nicht so, der überall verstreut ist ;o)
    Liebe Grüße!
    Sandy

  3. Abwarten und Fotos machen! Also Fotos vom geputzten und aufgeräumten Wohnzimmer – als Beweis, dass es zwei Minuten vorher tatsächlich mal schön aussah. Und abwarten – denn es wird tatsächlich besser! Später liegen „nur“ Schuhe, Jacken und Schulsäcke rum, die dazugehörenden Teenies liegen regungslos auf dem Sofa mit dem Handy in der Hand. Kein Sand, keine Duplos und Legos, und keine Sandschaufeln (die man eigentlich für den Katzenkot im Sandkasten benützt) auf dem Esstisch…

  4. Ach – das ist doch alles geschönt! 😉 Nein, Spaß bei Seite… ich wünsche dir für die Schwangerschaft das Allerbeste! Alles halb so wild!

  5. Haha! Da hinten hast Du aber einfach die Schranktür zugemacht, oder? 🙂
    Bei mir siehts auch so aus…

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Einst kaufte sich Anne ohne mit einer Wimper zu zucken Stilettos um 150 Euro. Dann wurde sie Mutter. Von Zwillingen. Eines ihrer Kinder schreit immer…

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