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Wie entspannt das Leben doch mit einem Einling wäre...

So ein Einling zum Genießen….

Zwillinge sind toll. Klar. Eine Ausnahmeerscheinung. Eine Besonderheit. Ein Geschenk. Eine faszinierende Laune der Natur… ABER: Manchmal fühle ich mich schon ein wenig betrogen. Um Gelassenheit. Um innige Augenblicke. Und vor allem um Zeit und Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit, die man einem Einling schenken hätte können. Ich fühle mich betrogen um Zeit für mich selbst und um Zeit für mich und meinen Mann als Paar… Denn wer traut es sich schon zu auf Zwillinge aufzupassen? Die Auszeiten sind rar…

Als Zwillingsmama funktioniert man die erste Zeit nur. Man hat zwei Kinder im Tragetuch und mit der dritten noch freien Hand kocht man… „Alles in einem Aufwasch“, hört man als Zwillingsmutter oft. Klar, das hat auch Vorteile. Aber seinen wir uns doch ehrlich: Die ersten 12 Wochen sind ein Ausnahmezustand, ein Armagheddon, ein sprichwörtliches Ragnarök: Alles neu, alles fremd, gegenseitiges Kennenlernen, in die Elternrolle finden. Das ist besonders fordernd, wenn man zwei kleine Frühchen zu Hause hat.

Eine Schwangerschaft, eine Elternzeit, zwei Kinder… Irgendwie ist es mit Zwillingen nicht nur doppelt so schön und aufregend, sondern verdammt noch mal auch doppelt so schnell. Ein Leben auf der Überholspur. Die Zeit verfliegt und zieht an einem vorbei wie ein ICE durch einen Lokalbahnhof. MEINE JUNGS SIND SEIT LETZTER WOCHE VIER JAHRE (!!!) ALT. Und wenn ich so die Foto-Ordner am Computer durchklicke (für ein liebevolles Album hatte ich Rabenmutter leider in den letzten beiden Jahren seit ich wieder arbeite keine Zeit mehr), dann sehe ich da eine müde Frau die in den letzten fünf Jahren krass gealtert ist. Es sind die Augenringe, die sofort ins Auge stechen… Es gibt ja Studien die wissenschaftlich belegen, dass Zwillingseltern statistisch gesehen älter werden. Ich bin ja immer noch der Überzeugung, dass sie einfach nur älter aussehen… Und dann rede ich mir ein, dass 35 das neue 29 ist…

Und mit der dritten, noch freien Hand…

 

Es sind die 300 Prozent, die man gegeben hat. Sie haben Spuren hinterlassen. Ja, ich bin müde. Oft. Und zwar so richtig müde. Und dann denke ich, wie es wohl wäre, wenn man so einen Einling gehabt hätte… Ach stelle ich mir das schön und entspannt vor. Wie diese glücklichen Werbefamilien, mit den weißen Couchen… Einen Einling, den man genießen hätte können. Dem man seine ganze Aufmerksamkeit schenken hätte könnten.  Dessen zahnloses Lächeln man stundenlang angeschaut hätte. Mit dem man im Wochenbett gekuschelt hätte. Mit dem man „Schlafe, wenn das Baby schläft“ praktizieren hätte können. Dessen erste Schritte man liebevoll in einem Büchlein festgehalten hätte. Dessen Entwicklungsschritte man in einem Album mit Datum notiert hätte. Es sind die ewigen Vergleiche… Und WUMM! Dann meldet sich auch noch dieses verdammt schlechte Gewissen. Das einem tagtäglich sagt, dass man doch in Wirklichkeit alles viel besser machen könnte. Aber vermutlich nur, wenn der Tag 32 Stunden hätte…

mamablog einerschreitimmer

„Einer schreit immer“ präsentiert im Blog alles Wissenswerte rund um Zwilllinge. Willst du Infos über die Zwillingsschwangerschaft? Die findest du im Ratgeber „Schwanger mit Zwillingen“

Ja – so ein Einling wäre schon schön….

Und auch selbst wenn dann nach meinem hypothetischen Einling noch ein zweites Kind gekommen wäre, hätte man Kind 1 entspannt in KITA oder Kindergarten abgegeben und sich voll und ganz dem Baby widmen können. Exklusiv-Zeit hätte man aufbringen können. Und vermutlich wäre alles viel entspannter gewesen… Hätte, hätte, Fahradkette… „Gut genug ist das neue PERFEKT“, sagt ja auch Jesper Juul und gibt damit allen Zwillingsmüttern Hoffnung. Die Gedankenspielerei bringt natürlich nicht viel… Aber wenn ich mir so manches Blog-Posting im Netz durchlese, wo hauptsächlich von der Zwillings-Euphorie zu lesen ist, denke ich oft daran: „Wo Sonne ist, ist eben auch Schatten…“ Und auch dafür muss Platz sein…

Wie siehst du das? Sind Zwillinge nicht nur doppelt so schön, sondern auch doppelt so anstrengend? Wir freuen uns über deinen Kommentar!

 

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60 comments

  1. Ich habe zwar zwei „Einlinge“, sie sind aber beide nur 15 Monate auseinander. Da merkt man dann ähnliches wie du beschreibst, vor allem fehlt natürlich diese Geniesserzeit beim zweiten Kind. Und die vom ersten kommt einem irgendwie auch unwirklich vor. Ich hoffe also auf die Zeit wenn die beiden ( jetzt 15 Monate und 2,5 Jahre) schön gemeinsam spielen – wie es mir immer wieder gesagt wird 😉
    Ich weiß auch nicht ob Zwillinge kräftezehrender sind als zwei ähnlich alte Kleinstkinder…denn auch wenn der eine schon etwas älter ist dauert die Phase der “ Anstrengung“ ja einfach länger 😉
    Trotzdem ist es toll so wie es ist – man muss sich nur ab und an mal sagen was man eigentlich für Zuckerschnecken hat 😉

    • einerschreitimmer

      Ja – es muss Platz für solche Gedanken geben… 😉 Zwei Kinder mit wenig Abstand sind sicher auch sehr fordernd – und das mit „Phasen dauern länger“ stimmt – das habe ich noch nie bedacht! Aber ganz ehrlich unter uns: Dass die gemeinsam spielen ist wirklich ein großer Pluspunkt. Aber Spoiler: Sie streiten dann aber auch öfter… 😉

    • Ich hab Zwillinge und einer war ein Schreibaby……Das war echt mega krass. Nicht nur das man eh zu wenig Zeit für jedes Kind hatte, ich habe/hatte das Gefühl das der Zweite immer zu kurz kam 🙁

      • einerschreitimmer

        War bei mir auch so 😉

        • aufgemunterte Zwillingsmama

          ist leider mit 14 monaten immer noch so! Wann hört das endlich auf? Wann kann man wieder ein wenig ’normal‘ leben. Und ja die gleichen Gedanken spiele habe ich auch immer wieder. Trotzdem möchte ich meine Kinder nicht mehr missen aber Zeit ist rarr und zum geniessen kommt man wirklich äußerst selten.

  2. Also, ich habe einen Einling (2.5j) und jetzt kommen noch Zwillinge. Ich kann mir diese Gedankengänge gut vorstellen, leider ist die Realität aber ernüchternd. Ich hatte alles andere als ein Anfängerbaby. Mein Kind hat geschrien wenn immer möglich, hat nur in der Trage geschlafen (somit war auch nix mit Schlafen wenn das Baby schläft, denn ohne Bewegung ging nichts) und war gefühlt immer unzufrieden. Ich war überfordert, das Stillen hat nicht geklappt, ich habe so gut wie keinen Schlaf mehr abbekommen und war dauernd am heulen. Mit circa jährig wurde es besser.. also mit geniessen hatte dieses Jahr wirklich nichts zu tun.
    Dann dachten wir so ein Geniesserbaby wäre jetzt noch schön, schlimmer kann’s ja nicht mehr kommen und jetzt sind wir geübt, uns macht so schnell nichts mehr nervös. Dann kam die Info, dass wir Zwillinge erwarteten tja, unverhofft kommt oft.

    • einerschreitimmer

      Ich denke, dass du mit deinem „Baby für Fortgeschrittene“ sicher bestens auf die Zwillinge vorbereitet bist. Ich denke, dass auch ein Einlilngs-Schreibaby extrem fordernd sein kann! Du wist das bestimmt gut meistern!

      • Zuerst waren wir so geschockt, dass wir uns überhaupt nicht gefreut haben (schlimm, aber so wars!). dann dachte ich: wieso nicht beim ersten? wäre doch viel praktischer gewesen. nun bin ich mittlerweile auch der meinung, dass es so für uns besser ist. wir tragen einen grossen rucksack an erfahrung und wissen im nachhinein, dass alles vorbei geht. wenn man beim ersten kind/er drinsteckt, denkt man es wird nie besser. aber ja, es wird hart, sehr hart. ich habe da keine ilusionen 😉

        • Hallo Melanie, dein Text hätte von mir sein können! Exakt die selbe Situation und Gedanken! Aber tschakka, wir schaffen das und wir werden an der Herausforderung wachsen 😉 wann kommen deine Zwillinge denn? Meine Ende März (oder früher). Mein großer Sohn wird Ende Mai 3 Jahre alt. du bist nicht zufällig aus München, oder?

        • Hi Melanie! Ich habe einen großen Sohn (5) der ein Schreikind war (das erste komplette Jahr…) und danach tolle Zwillingsjungs (jetzt 2,5) bekommen. Meine Angst war auch groß, aber ich empfand das Schreikind davor VIEL schlimmer als die Zwillinge. Die machen jetzt erst Trubel, in der Trotzphase. Klar sind Zwillinge anstrengend, weil man immer alles gleich doppelt hat. Aber mit einem Schreikind als erstes Übungsobjekt bist du wirklich bestens auf die beiden vorbereitet. Ich drück dir die Daumen und freu dich auf die Zwillinge und mach dir nicht so viele Gedanken über ungelegte Eier. Ich hätte meine Zwillingsschwangerschaft viel mehr genießen sollen… Achso, und ich war auch erst sehr geschockt und voller Angst als es hieß das es zwei werden. Die Gedanken sind glaube ich normal. Halt die Ohren steif, das wird schon alles gut! Ganz liebe Grüße von mir!

  3. Das ist mir aus der Seele gesprochen. Danke für diesen Beitrag.

  4. Huhu, ich habe beides. Erst nen Einling und dann Zwillinge. Aufgrund ner angeborenen Erkrankung war der Einling nicht ganz ein Kind zum Genießen. Aber man war zu zweit mit einem Kind. Zwillinge sind auf jeden Fall doppelt so anstrengend eher mehr, da man sich ja nicht zerreißen kann. Da kommt einem dann die Gelassenheit zugute, die man nach dem ersten Kind hat. Man weiß, wie es läuft und hat seinen Weg schon einmal gefunden. Man geht selbstsicherer damit um. Ich finde es schön beides erlebt zu haben. Toll die Unterschiede zu erleben, wie die Kinder mit gleichaltrigen umgehen. Und mit 3 Kindern läuft das Leben definitiv auf der Überholspur!! In diesem Sinne rasen wir mal weiter! Lg

    • einerschreitimmer

      Ja! Ich denke auch, wenn das zweite Kind Zwillinge sind, dann hat man einfach mehr Erfahrung und Gelassenheit! Du bestätigst da meine Gedanken. Ich kann ja da nicht mitreden, stelle es mir aber so vor… 😉

  5. Wirklich ganz toll geschrieben.. musste schmunzeln… trifft zu.
    Ich habe 7 jährige Zwillinge und einen kleinen Nachzügler von fast 2. Ic muss sagen das es mit den Twins einfacher gewesen ist. Verrückt aber wahr … natürlich gab es bei denen Zwillingen auch Tage wo man dachte, wie schaffe ich das alles bloß. Aber man wird älter und lernt einfach immer noch was dazu.

  6. Du hast es auf den Punkt gebracht und toll geschrieben. Ganz genau so ist es nämlich.
    Auch wenn die ersten Wochen bei uns recht enspannt waren, füttern, wickeln, schlafen….Keine Bauchschmerzen, keine Bäuerchen, keine Spuckerei….. anstrengend war dennoch, auch hinterher und immer noch….. Und was mir auch ein wenig fehlt: die 2. Schwangerschaft. Ich hatte eine wunderschöne Schwangerschaft, aber halt auch nur eine für 2 Kinder…..die 2. fehlt mir da manchmal irgendwie…..

  7. Oh ja, Danke für diesen Beitrag.
    Ich habe eine. 2,5 Jahre alten Einling mit dem ich all das was du geschrieben hast gemacht hab … wir haben gekuschelt, ihn stundenlang beobachtet, alles fein säuberlich notiert … jetzt bei den Zwillingen die mittlerweile 9 Wochen alt sind und von Bauchweh geplagt sind bin ich einfach mal froh wenn ich mal 10 min alleine im Bad habe .

    • einerschreitimmer

      Kopf hoch, Augen zu und DUUUURCH! In 17 Jahren ziehen sie aus… 😉

    • Danke für deinen Beitrag, mir geht es genauso
      Unsere „Große“ ist letzten Sonntag zwei geworden und die Zwillinge gerade 16 Wochen..
      Bei der Großen habe ich auch alles fein säuberlich aufgeschrieben und Fotokollagen etc. gemacht, das bleibt bisher (und wahrscheinlich auch weiterhin total auf der Strecke) Ich bin auch froh, wenn ich Mal ein paar Minuten für mich habe und einfach nichts tun muss…
      Das mit den Bauchschmerzen haben wir Gott sei Dank gerade überstanden – drücke euch die Daumen, dass es bei euch auch schnell besser wird✊

  8. Erst einmal, vielen Dank für diesen wunderbaren Eintrag. Ich habe eine große Achtung vor deinen täglichen Aufgaben die du da so bewältigst 🙂
    Ich halte ja schon ein Kind für sehr anstrengend (im positiven Sinne) und das dann doppelt? Das ist schon eine mega Herausforderung womit man erst einmal klar kommen muss. Alleine sowas zu bewältigen ist schon der Wahnsinn. Da braucht man von allen Seiten Unterstützung. Deswegen wäre es im ersten Moment wohl alles andere als schön!

    LAllerliebste Grüße,
    HOLYKATTA || INSTAGRAM || FACEBOOK

  9. Du schreibst mir aus der Seele!

    Ich habe mit Anfang 20 meinen ersten Sohn beommen, dann mit 29 meine Tochter. Und mit 35 kamen meine beiden Zwillingsjungs dazu!

    Also alle SS mit großem Abstand zueinander.
    Bei den beiden Großen konnte ich die Babyphasen sehr genießen. Sie waren sehr pflegeleicht und haben mich in meinem Alltagsdasein kaum eingeschränkt.
    Mit den Zwillingen wurde das alles komplett über den Haufen geschmissen…..Wobei das erste Jahr ein absoluter Spaziergang war! Im zweiten Jahr gings erst so richtig los…..laufen, richtig Essen, streiten, schreien, weinen….naja und natürlich auch wieder vertragen! Jedenfalls ist es soweit gekommen, dass ich nicht mehr in der Lage war mit den Jungs irgendwo hinzugehen…..Es ging einfach nicht! Egal was, einer schreit ja immer!! Das hat mich wahnsinnig geschlaucht und mir extrem viel Kraft geraubt.
    Hatte man einen Zuhause in den Schlaf geschaukelt, wurde der andere wieder wach 🙁 Entspannt mit dem schweineteuren Zwillingswagen durch den Park schlendern war irgendwie auch nie möglich…..
    Ein wenig entspannter wurde es als ich die Entscheidung traf und sie mit zwei Jahren in den Kindergarten steckte……….dachte ich zumindest! Es folgten Infekte, Kinderkrankheiten ohne Ende! Im ersten Kiga jahr war IMMER einer von beiden krank.
    Was mit dem dritten Geburtstag folgte waren viele viele Trotzphasen die ich bei meinen Großen überhaupt nicht in solch einer Intensität in Erinnerung hatte. Einer der beiden Jungs hatte dazu noch die Meinung beinahe jede Nacht Schreiattacken haben zu müssen (Nachtschreck). Öfter mal was neues……Aber auch damit kam man klar und es war irgendwann vorbei. Letztendlich bin ich auch immer wieder froh, dass beide bzw. ALLE kerngesund und munter sind. Jedes Alter hat seine Tücken. Was gleichbleibend ist, ist mein absoluter Erschöpfungszustand! Da hört man dann von schlauen Einlingsmüttern: Mach mal ne Kur!
    Ja nee is klar! Und wer managt die anderen beiden hier Zuhause?
    Ich habe keine Mama oder Oma, Onkel, Tante, haste nicht gesehen. Ich manage das komplett alleine! Darauf bin ich stolz!

    • Ach ja. ……
      Mit 18 gibt es dann ein fünfteiliges Kofferset und ein One-way-Ticket ins Nirgendwo…
      Das habe ich immer wieder gesagt. Natürlich aus Spaß!
      In diesem Jahr wird mein erster nämlich 18 und das allerletzte was ich ihm schenken würde wäre ein fünfteiliges Kofferset und ein One-way-Ticket………

    • einerschreitimmer

      Hi liebe Karen,
      da kannst du auch stolz auf dich sein! Wir haben auch leider niemanden der helfen kann… Irgendwie schafft man es ja dann trotzdem… 😉
      Ad Kofferset: Muss sagen dass ich kürzlich trotzdem nachgeschaut habe, ab wann man die Kinder auf Pfadfinderlager schicken kann… 😉
      KUSS!

  10. Du sprichst mir aus der Seele. Habe gerade meine zweijährigen Zwillinge zum Mittagsschlaf hingelegt und überlege was sinnvoller wäre, eine Kopfschmerztablette oder ein Kaffee!?
    Zeit, davon wünsche ich mir täglich mehr. Arme und Augen, Nerven und noch mehr Nerven im übrigen auch.
    Zwei Einlinge hatte ich schon als das Duo Infernale dann kam und es ist einfach kein Vergleich. Ich versuche so gelassen wie möglich zu sein und vieles mit Humor zu nehmen. Mein Haushalt rennt mir nicht weg (leider) aber die Zeit mit den beiden kleinen schon irgendwie.

  11. Aaaaaaah…passt..perfekt…so denke ich doch auch oft noch – und ja, meine sind im Dezember 4 geworden..irgendwie ‚wo ist die Zeit hin‘ und doch ‚4 von 18 geschafft‘..;-)…das erst Jahr war eine Katastrophe…jetzt wird es wirklich besser – manchmal…meistens ist es einfach nur anders..;-) In diesem Sinne: Chacka! LG

  12. Ingrid Hiegelsberger

    Danke für deine Worte! Ich hab 5 Monate alte Zwillis, Bub und Mädchen, also auch alles in einem „Aufwisch“ erledigt. Manchmal frage ich mich schon, was Einlingsmütter so den ganzen Tag machen, aber ich glaub das kann man nicht vergleichen…
    Was ich allerdings nicht verstehe, sind die oft mitleidigen Blicke anderer Mütter, und die ständige Frage: Sooooo viel Arbeit, wie schaffst du das, etc… Ich finds jetzt nicht so arg, vielleicht sind meine ja auch ausnehmend brav. Auf jeden Fall bin ich sehr glücklich zwei gesunde und muntere Kinder zu haben, alles andere geht bekanntermaßen ja wieder vorbei!
    Um eine Freundin zu zitieren: Man bekommt immer die Kinder, die man gerade noch aushält…
    In diesem Sinne wünsche ich euch noch viel Spaß!

  13. Gerade heute, an einem „schlechten“ Tag, wo das Gefühl allem nicht gerecht werden zu können so unendlich groß ist, ist dieser Beitrag ein kleiner Rettungsanker für mich.
    Der Text hätte von mir sein können. DANKE für die ehrlichen, hilfreichen Worte!!!Ich bin nicht allein, tut gut zu wissen. (Unsere beiden sind bald drei Jahre, einer davon sehr stark Entwicklungsverzögert)

    Viele liebe Grüße, auch an alle anderen!

  14. Hmmm, witzig!
    Wir haben ja mittlerweile 4 in 4 Jahren!
    Der Erste, ein Traumbaby! Weinen, was ist das, das tat er nie, wenn dann hat er gemeckert, mehr war nie notwendig, er hatte exklusive Aufmerksamkeit, mit 4 Wochen hat er geschlafen von 22:00 bis 4:00! Schlafen wenn das Baby unnötig, die Nächte waren entspannt!

    2Jahre später, die Zweite!
    Sie hat 6 Wochen lang Tag und Nacht verwechselt, also Nachts weinendes Baby, tagsüber volles Programm! Schlaf gab es zu Mittag 2Stunden, daschliefen sie beide!
    Ich war hin und hergerissen zwischen, Er ist so arm, er muss oft zurückstecken, sie ist so arm, sie muss oft weinen weil ich nicht gleich kann!
    Schön war es total, er hat sie von Anfang an geliebt, kam nachts zu ihr um sie zu trösten, innerhalb kürzester Zrit waren sie ein Team und entdeckten gemeinsam die Welt!
    Kuscheln mit Mana oder Papa, nur wenn der trosse Buder (so nannte er sich) keine Zeit hatte!

    Eineinhalb Jahre später, die Zwillinge!
    Eines sei vorweggenommen, sie lieben sich alle 4, die Beiden strahlen die Großen an, nach 10 Wochen haben sie eine Einheit gebildet!
    Schlaf , was ist das!? Zu Mittag schläfst keiner, in der Nacht sind es mittlerweile oft 4-5 Stunden!
    Ich hab wieder meine alle kommen zu kurz Krise, manchmal weine ich, weil ich überfordert bin!
    Alle sind begeistert weil wir alles scheinbar so gut meistern!
    Die Zwei sind echt süß, aber es ist so anstrengend!
    Mittlerweile schaffen wir es, wir gehen außer Haus, machen Spaziergänge, das Chaos nimmt langsam ab, aber die Prioritäten ändern sich, wir kuscheln bewusster, wir genießen die Zeit bewusster, trotz aller Anstrengungen ist es echt schön!
    Und wir teilen uns jetzt oft auf!

    Mein Mann, unsere Beziehung, Zweisamkeit, das ist echt schwierig!
    Aber ich bin zuversichtlich, alles wird gut.
    Und in zwei drei Jahren, wenn wir in Kroatien im Urlaub sind, die einzigen entspannten Eltern, weil unsere Kinder unterhalten sich gegenseitig, dann werden wir uns nur mehr an die schönen Momente erinnern!

  15. Danke für diesen Text. Auch wenn nie geholfen ist, wenn es anderen genauso geht, so ist die Gewissheit, nicht alleine zu sein mit diesen Gedanken, irgendwie tröstlich.
    Die Große (jetzt knapp 3 1/2 Jahre) war schwierig. Also nicht sie, aber alles andere.
    4 Jahre Kinderwunschzeit, Kinderwunschzentrum, Fehlgeburt, unruhige Schwangerschaft (mehr des Kopfes wegen), überfüllte Wochenbettstation mit Schwestern die keine Zeit hatten mir zuzuhören, problematisches Stillen u.v.m.
    Aber auch dieses berauschte Glücksgefühl. Diese unendliche Liebe.
    Wir haben dann als die Große 14 Monate war einfach nicht mehr verhütet. Ich war eigentlich überzeugt davon, dass es nicht mehr klappt.
    Als ich 2 1/2 Monate später schwanger war hätte mir das zu denken geben sollen. 😉
    Wir waren überglücklich und ich war fest davon überzeugt, daß dieses Mal alles anders würde.
    Weil wir nicht wieder 4 Jahre warten mussten, weil wir wussten wie es geht, weil das Gefühl einfach besser war. Das Bauchgefühl, das berühmte.
    Bei 8+2 erfuhr ich, das es Zwillinge waren.
    Ich habe gelacht, geweint und dann meinen Mann angerufen, der meine Stimme völlig falsch deutete. Er sagte, dass er sofort heimkäme und wir es eben nochmal versuchen.
    Ich habe ihn rechts ranfahren lassen und ihm erzählt, was auf uns zukommt…. 😉

    Die Schwangerschaft war bombig. Ich habe alles auf mich zukommen lassen und war sehr aktiv.
    Und am Ende kam alles so, wie ich es mir erträumt habe. Dennoch kann ich es voll nachvollziehen. Selbst mit zwei einfachen Zwillingen bleiben es zwei. Das macht mehr Arbeit, führt zu Ungerechtigkeiten (auch der Großen gegenüber) und eben dazu, dass man sich manchmal wünscht, ohne schlechtes Gewissen ein Kind völlig zu genießen.
    Ich bin froh, dass ich meine drei Mädels habe. Jonna ist eine tolle große Schwester und die kleinen Ladies sind mit fast 15 Monaten auch wirklich super.
    So super, dass ich ab und zu zu hören bekommen, dass ich immer so entspannt wirke, selbst mit 3 Kindern.
    Ich nicke dann, lächle, bedanke mich und freue mich insgeheim, dass mich niemand sieht wenn ich dann mal nicht so entspannt bin. 😉

    Wir machen das schon alle super und sollten uns selbst (auch Gegenseitig) mal häufiger auf die Schulter klopfen.

  16. Darüber habe ich grade gestern erst nachgedacht. Meine Mädels sind zehn Wochen alt geworden und unfassbar liebe, entspannte, gut gelaunte Anfängerbabies, die unheimlich viel Spaß machen. (Sorry!) Ich ertappe mich beim spazieren gehen ganz oft dabei, wie ich andere Mamas bemitleide, weil sie nur einen „halben“ Kinderwagen haben. Trotzdem fehlt die Quality Time für jedes der beiden Kinder und ich freue mich, wenn abends der Papi nach Hause kommt und jeder sich um ein Baby ganz intensiv kümmern kann. Einlingsmamas wissen das wahrscheinlich gar nicht zu schätzen und ich glaube, dass Zwillingsmamas die seltenen Momente mit nur einem Baby viel intensiver nutzen und auskosten. Und ich habe auch oft das Gefühl, dass sich die eine zurück nimmt, wenn die andere mal mehr Mama braucht.

  17. Hallo allerseits… ich habe auch zwei 5 Monate alte eineige Jungs und noch einen großen (7 Jahre)…. ich glaube auch, dass man unbedingt eine entspannte Grundhaltung haben, und versuchen muss, die Dinge mit Humor zu nehmen… Das überträgt sich auch auf die Kids…. Ich stille noch voll und finde die Kommentare immer witzig „Wie , du stillst voll? Oh Gott usw..“ aber das ist das Einfachste überhaupt und ich empfinde es als überhaupt nicht stressig .. Ich habe keine Lust, am Tag 18 Fläschchen zu machen……auch der Schlafmangel ist zu ertragen….

    Alle sagen immer… „Wenn sie ….alt sind, dann wird es noch viel stressiger usw…“ Im Moment ist es gar nicht so stressig und man sollte sich das auch nicht immer einreden lassen…

    Die Jungs werden mit einem Jahr in die Kita gehen, ich genieße jede Minute mit ihnen freue mich dann aber auch wieder auf die Arbeit. 🙂 ..

    Als einziges „Negative“ im Verlgeich zum Großen finde ich, dass man mit Zweien nicht so mobil ist…Da wir auch noch im Dachgeschoss wohnen, überlege ich mir dreimal ob ich rausgehe oder nicht…ein Baby nimmt man ins Tragetuch und los… auch mit dem Zwillingswagen kommt man nicht überall hinein usw… das nervt manchmal …

    Lg

  18. Oh mein Gott, du hast so verdammt recht! Was ich mir alles während der Schwangerschaft für die Zeit mit den Zwillis vorgenommen hatte, war so schön in der Vorstellung… die perfekte Mama, die nur gesunde Sachen füttert, die tollsten bildungsfördernden Spiele macht, jeden Entwicklungsschritt umfassend festhält. So sollte es sein, doch am Ende, tja einfach zu fertig für den ganzen Kram. Wolfsrudel-ähnlich versucht man einfach das Beste aus allem zu machen und es bleibt einfach soviel auf der Strecke, denn was sind verdammt noch einmal 24h, nix! Mein Einling nach den Zwillingen (1 Jahr dazwischen), gab‘ mir ganz kurz einen Einblick in die Fantastische Welt einer Einlings-Mama… leider nur die 3 Tage im Krankenhaus… Dauerkuscheln mit dem Jüngsten. Der Wahnsinn, das ging mit den Zwillingen leider nie. Aber auch ich möchte das alles niemals Missen. Und gerade jetzt genieße ich ab und an meine Ruhe, wenn alle drei Jungs miteinander spielen 😀

  19. Meine beiden sind jetzt 8 Monate… Die letzte Nacht sah so aus…
    Beide Kinder gehen gut um 19 Uhr ins Bett, ab 20 Uhr brüllt 1 Kind, dann das andere Kind, dann beide synchron, ab 22 Uhr im 15 Minuten Takt bis um 0 Uhr dann Stündlich bis um 3 dann durfte ich bis 5 Uhr schlafen, dann war die Nacht vorbei…
    Ja sie haben momentan mit den Zähnen zu tun und brauchen viel Nähe aber gerade solche Nächte sind Mega anstrengend zumal mein Mann aktuell nur am Wochenende Zuhause sein kann… Da frage ich mich schon ob ich den beiden so gerecht werden kann und ich fühle mich mehr als ungenügend…
    Wie einfach wäre es wenn es nur 1 Kind wäre und man stundenlang mit ihm kuscheln könnte ohne das 2 Kind im Auge behalten zu müssen…
    Und prompt ist das schlechte Gewissen wieder da weil ich keins der beiden hergeben möchte…
    Ich kann deinen Bligeintrag sehr gut nachvollziehen und auch in ich fühle mich oft um die Momente betrogen in der man sich voll und ganz auf 1 Kind konzentrieren kann…
    Ach ja…. Aber einfach kann ja jeder und andererseits sind Zwillinge schon auch toll wenn sie sich miteinander Beschäftigen.

  20. Meine Gedanken-in die passenden Worte gepackt! Danke!

    So ein Geniesser-Baby kann man auch nach den Zwillingen noch haben-meine beiden sind jetzt 6,5 Jahre alt, und die kleine Schwester 9 Monate. Und klar ist es oft anstrengend-die Bedürfnisse der Zwillinge sind schon so anders als die der Kleinen, aber alles in allem ist es schon schön, zB abends nur ein Baby ins Bett bringen zu müssen-in aller Ruhe wickeln, kuscheln, füttern…., in der Nacht nur ein Baby versorgen zu müssen. Anfangs war ich richtig irritiert wenn sie schlief-hat gedauert mich dran zu gewöhnen dass jetzt wirklich mal Pause für mich ist wenn sie schläft…

  21. Haaaaach Anneliese, wie oft hab ich genau diesen Satz schon gesagt: „Noch einen Einling zum Genießen“. Meine Zwerge sind gerade zwei und wir überlegen dringlich, ob sich noch ein dritter Zwerg zu uns gesellen kann und wird. Endlich in Ruhe stillen, in Ruhe Kuscheln, in Ruhe Babyschwimmen, in Ruhe…. – aber weißt du was? Ich glaube das ist nur die Wunschvorstellung, eine Erwartung, die geschürt wird (Werbung, Presse, Film) und doch nie so eintreten wird. Und selbst mit der Erfahrung die man als Zwillingsmama sammeln durfte, ist wahrscheinlich jedes (neue) Kind genauso fordernd und nervenaufreibend wie die Zwillinge und besetzt genau die Nische, die die Zwillinge nie besetzt haben. 🙂
    Ich glaube, ich wünsche mir nicht noch einen Einling zum Genießen, sondern mehr Geduld und Ruhe im Umgang mit mir selbst und meinem Bild als perfekte Mama. Und dann kommt nicht nur ein drittes Baby, sondern noch mal Zwillinge *lach* – Wetten?!

    • Jip, so war es bei uns … ein drittes Kind zum Genießen und dann waren es wieder Zwillinge!! Ich war geschockt – hab geweint – aber ich liebe meine Kinder alle!!! Und ja, es ist doppelte Freude und vierfache Arbeit 😉 Die Großen sind 5 Jahre und die Kleinen 1,5 Jahre. Ich komm momentan einfach zu nix mehr. Also an alle, die an einem dritten Kind überlegen …. es könnten auch wieder zwei werden 😉

  22. Meine 2 sind jetzt 4,5 und ich kann jeden deiner Gedanken nachvollziehen! Vorallem das Funktionieren im ersten halben Jahr nagt doch immer noch… dass ich eigentlich garnicht weiß, wie es ist mit einem Baby richtig intensiv zu kuscheln, es zu genießen und eben „anzukommen“… denn: einer schreit immer Mein Fazit: ja es ist definitiv doppelt anstrengend und alles andere wird uns eingeredet, damit wir durchhalten ABER: dafür sind wir jetzt schon fertig mit dem Kleinkindleben, die Freiheiten kehren in großen Schritten zurück und ich habe eben kein „Kleines“ mehr, auf das man Rücksicht nehmen muss!

  23. Danke für diesen beitrag! Ich habe 17 (korrig. 15) monate alte eineiige jungs. …solche gedanken habe ich oft…die frage, wie es mit nur einem kind wäre.
    Ich hatte eine ganz schlimme schwangerschaft – viele schmerzen u viele ängste um die gesundheit meiner ungeborenen.
    Ich hatte mich so auf meine schwangerschaft gefreut (u ich habe früher immer geäußert wie gern ich nicht zwillinge hätte u dann waren sie da), aber ich hatte keine chance sie zu genießen.
    Dann mussten sie per notkaiserschnitt 10 wochen zu früh raus…dann wieder viele ängste, viele tränen.
    Ich fühlte mich auch betrogen – um das glück meine kinder halten zu dürfen, nachdem sie ins leben gerissen wurden, um die zeit nach der geburt, die sie mit vielen schläuchen u magensonden erleben mussten, um diese wichtige bindung nach der geburt, von der jeder spricht, um die möglichkeit meine kinder stillen zu können…
    Gegen jede erwartung waren meine zwei aber kämpfer u konnten 2 wochen vor geburtstermin nachhause.
    Wir hatten mit koliken zu kämpfen u haben unglaublich aufgeweckte u sehr lebhafte söhne u mir bleibt kaum zeit mit einem kind alleine zu verbringen u ihm die aufmerksamkeit zu geben, die er verdient hätte.
    Und ich habe ständig schuldgefühle ihnen nicht 100 % von mir geben zu können, um ihnen gerecht zu werden. Sie streiten sich mittlerweile auch viel um meine aufmerksamkeit.
    Es wird aber besser…(fast) jeden tag muss ich mich ein kleines bißchen weniger zerreissen.
    Mein fazit jetzt ist einfach, dass diese beiden einzigartigkeiten, die mein leben auf jede art bereichern u mich einfach glücklich machen, jedes opfer, jeden schmerz u jedes schuldgefühl wert sind!
    Ich bin so stolz auf meine beiden u auch wenn ich mir oft vorstelle wie es mit nur einem kind wäre, bin ich dankbar für dieses besondere geschenk…ich denke so geht es dir ja bestimmt auch 🙂 …wir sind halt superheldinnen!

  24. Ich bin jetzt seit 8 Wochen eine Zwillingsmama und beeile mich seit dem ständig. Immer den Kindern einen Schritt voraus sein, damit die Situation ja nicht eskaliert, wenn ich mit beiden alleine bin. Und immer der Gedanke, dass das Kuscheln, Bewundern und Zuwenden zu kurz kommt. Wird das irgendwann besser? Und dann die Kommentare anderer (Einlings-)Mütter: Ich wollte ja auch immer Zwillinge, aber jetzt wo ich DAS so sehe… Aber sie liegen falsch, nicht die doppelte Arbeit ist das Schwere daran, sondern die Hälfte der Zeit mit jedem Kind, das Gefühl des Zerrissenseins.

  25. Interessant wie unterschiedlich doch unsere Kinder sind. Wir haben mittlerweile 4 Mädchen zu Hause.
    Die zwei jüngsten, 2 Monate und Amelie ist heute 2 Jahre geworden. Ganz ehrlich? Ich bin oft sowas von überfordert. Es funktioniert einfach nichts. Möchte ich spazieren gehen, fängt die kleine Maus wieder an zu jammern. Gleichzeitig zieht Amelie die Skihose wieder aus……..den ganzen Tag. Tag für Tag. Und man kann keinen von beiden so richtig die Aufmerksamkeit schenken. Geschweige denn einem selber. Vielleicht wäre das ja der Schlüssel?!

    Ich hatte noch nie Zwillinge aber ich kann dich verstehen. Ich bin mir auch sicher, dass deine Situation nochmals viel anstrengender wie meine ist. Ich würde es hier und jetzt, mit Zwillinge nicht schaffen. Da wäre ich völlig überfordert.

    Großes Kompliment!

    Alles Liebe
    Irene

  26. Mir spricht Dein Blogbeitrag aus der Seele. Ich kenne diese Müdigkeit nur zu gut. Ich habe 3 Kinder. Meine Große hatte gerade ihren 2. Geburtstag gefeiert, da kamen meine Zwillinge auf die Welt. Und mir geht der Gedanke „war das damals mit der Großen einfach schön so allein zu zweit“ sehr oft durch den Kopf. Man lebt ganz anders mit einem Einling. Meine Große war auch nicht einfach; sie schlief oft nur 2 Std am Stück. Aber rückblickend erinnere ich mich an viel mehr Momente mit ihr allein als mit den dreien dann zusammen. Vielleicht auch weil sich der Körper nach der erholsamen Einlingsnummer sehnt 🙂 Ich liebe meine Kinder über alles, aber ich fand die letzten 2,5 Jahre verdammt hart. Oft denke ich mir mit einem 2. Einling hätten wir auch viele Moment intensiver genießen können. Auch als Paar. Wir können nur aus dem Haus, wenn wir 2 Babysitter haben. Denn 3 Kinder in dem Alter kann man nicht mit einer Betreuungsperson alleine lassen. Geschweige denn einkaufen mit 3 Kids, schwimmen gehen mit 3 Kids, etc. Wir als Paar haben auch keine Auszeit mehr. Denn jeder hat ein schlechtes Gewissen, wenn er sich etwas „Auszeit“ nimmt, denn man weiß, wie es dem anderen gerade mit 3 Kindern geht. Wir leben in einem Hamsterrad und man weiß oft nicht, ob man überhaupt noch aufstehen kann am nächsten Tag, weil man so erschöpft ist. Und trotzdem steht man wieder auf und erledigt alles was nötig ist. Und ich ziehe meinen Hut vor Müttern, die 4 oder mehr Kinder haben. Denn ich frage mich jeden Abend, wer ist heute zu kurz gekommen oder wen lass ich jetzt weinen, weil ich nicht bei allen 3en am Bett sitzen kann. Ich freue mich über jeden Tag, wo die 3 größer werden und ich wieder Stück für Stück mehr Zeit für mich und meinen Mann bekomme. Und die Studie kenne ich auch mit den angeblich älter werdenden Zwillingseltern….haha….glaub nur der Studie, die Du nicht selbst gefälscht hast 🙂 Ich habe mich mit meiner Großen physisch sowie psychisch um einiges besser gefüllt als jetzt mit 3. Ich denke je mehr Kinder, desto mehr wird man gefordert als Mutter und das zerrt an einem. So wie eine Mama auch angesprochen hat, weiß ich auch, dass es anders wird, da ich die Große erlebe, wo es sehr viel Spaß macht, weil sie eben schon sehr eigenständig ist und ich vieles auch wieder schaffe ohne das es nach 21 Uhr ist. Ich glaube fest, dass bald wieder die Zeit kommt, wo man die schönen Momente auch wieder mehr genießen kann. Alles Gute!

  27. Absolut wahr! Das spricht mir so aus dem Herzen! Unsere Zwillis sind jetzt 4 Jahre alt und die Zeit verging wie im Flug.
    Aber wir habens getan: im Oktober kam der kleine Bruder auf die Welt, ein Einling!!! Und ich genieße jede Sekunde mit diesem einen Baby, das sag ich euch! Es ist so entspannt, Wahnsinn!

  28. Hi,
    Ich lese hier schon seit etwa einem Jahr mit.
    Mein erster Kommentar hier, um allen Mut zu machen:
    Ich habe eine 20 Monate alte Tochter und 4 Monate alte Zwillinge. Mein Mann arbeitet Schicht und ich bin immer mal wieder Phasenweise allein mit allen dreien. Wir haben viel Unterstützung, aber auch die Familie muss zwischendurch mal arbeiten 😉
    Ich denke immer, ich werde doch wohl mit meinen eigenen Kindern allein klarkommen! Und dann hab ich einen Abend wo sie alle drei schreien, ich mit den Nerven am Ende bin und gar nichts mehr geht. Und es vermeidbar gewesen wäre, wenn die Kinder genug Aufmerksamkeit bekommen hätten und ich mich nicht um je ein anderes hätte kümmern müssen. Und ich frage mich wie ich allen gerecht werden soll. Und da beruhigt mich eine Aussage meiner Hebamme sehr: Ein Kind braucht am Tag 45 min Aufmerksamtkeit. Ungeteilt. Also ohne den Einkauf im Kopf zu planen oder ähnliches. Das mal 3 ist schon wieder mehr. Aber die Tage, wo ich ganz alleine bin, sind zum Glück selten. Also kann ich das wieder aufteilen mit meinem Mann/Oma/Opa… Und das ist machbar.
    Und an alle Mütter, egal ob 1,2,3 oder noch mehr Kinder: Wir sind toll! Wir sind nicht perfekt. Aber wir sind genau die Eltern, die unsere Kinder brauchen!

  29. Hallo,
    Ganz genauso erlebe ich es auch. Und es wird schneller, unsere Zwillinge werden bald fünf Jahre. Wo ist nur die Zeit geblieben. Und ja, manchmal fühle ich mich um eine „Kindheit eines Kindes“ betrogen. Es ist immer alles zeitgleich, und dann ist schon der nächste Entwicklungsschritt…. Ich liebe sie aber gerade die „terrible three“ waren herausfordernd und wirklich wirklich ermüdend. Und es ist wie eine Leserin schrieb, es ist nicht die doppelte Arbeit, es ist die „geteilte“ Zeit. Ich nannte es eine Zeitlang „Zwillingsburnout“ und ja, manchmal auch etwas wehmütig. Und dann sehe ich meine glücklichen, großen, selbstständigen, lustigen, liebenswerten Kinder , wie sie zusammen lachen, streiten, Blôdsinn machen, sich zusammen tun und sich ganz unterschiedlich entwickeln und sehr gut zusammen gehören und sich genauso gut trennen können. Und mir wird es ganz warm ums Herz und ich weiß, genauso ist es richtig so. Für sie, für uns. Dankeschön für deine ehrlichen Worte, wo Sonne, da ist auch Schatten und da gibt es auch Regenbogen 😉 alles Liebe, eine Zwillingsmama

    • einerschreitimmer

      Hi liebe Heike!

      Ja – fühle mich auch ein wenig betrogen… Schade echt, dass das alles so schnell und intensiv ist… Man würde gerne ein wenig innehalten…

      VLG

      • Das stimmt, innehalten und genießen, dass fehlte mir vor allem in der Babyzeit. Aber auch jetzt, und wahrscheinlich immer ein wenig. Mein Mann wiederum findet es super, genau wie es ist. So unterschiedlich nimmt man die Situation wahr. Aber wenn ich eines mit den Minis gelernt habe, gut organisiert und gelassen das Chaos aushalten. Denn es ist tatsächlich so, einer schreit ( ebenso einzusetzen : weint, freut sich, verletzt sich, fühlt sich nicht gesehen, lacht…) eigentlich immer ;). Heike

  30. Hey,

    ich beschreibe es mal aus der Sicht des Partners 🙂

    Ich stehe auf, mach mich fertig, komm ca. 10 Stunden später von der Arbeit nach Hause, erst dann kann ich helfen so gut ich eben kann (Waschen, Kochen, Füttern mit Fläschchen, Spielen, Schmusen, etc.), um dann nachts von meiner Frau den Rücken freigehalten zu bekommen, damit ich morgens nicht im Halbschlaf gegen einen Baum fahre…

    Unsere sind jetzt etwa 12 Wochen alt und halten uns selbstverständlich auf Trapp.

    Da ich mir vorstellen kann, dass ich in meiner Position nicht alleine stehe, möchte ich euch meinen größten Respekt aussprechen. Ich würde glaube ich nach 12 Wochen 24/7 ohne Unterstützung gegen die Wand laufen …

    Also RIESENGROSSEN Respekt für euch alle, die ihr das da geschafft habt 🙂

    Gruß,
    Alex

  31. Genau diese Gefühle hatte ich auch vor 5 Jahren. Ständig kurz vorm heulen wegen dem schlechten Gewissen meinen Kindern gegenüber.
    Ich konnte nie nachvollziehen , wie Eltern so sehr diese Baby zeit genießen können. Ich war einfach nur gestresst und ausgebrannt.
    Mittlerweile bin ich natürlich sehr stolz und glücklich. Über meine Mädchen und auch über mich, diese Zeit gemeistert zu haben.
    Mit 5 Jahren ist es nur noch ( im Gegensatz zu früher) so einfach und toll.
    Trotzdem haben wir nach 3 Jahren nochmal unseren „Einling“ bekommen.
    Und ja, es war wie Urlaub. Ein liebes ,Pflegeleichtes Baby.
    Ich kenne nun beide Seiten. Und möchte trotzdem keine missen.
    Ich wünsche allen Eltern mit Zwillingen viel Kraft und Ausdauer.

  32. Ein toller Artikel, aber….
    Ich will keiner Zwillingsmama die Anstrengungen absprechen, aber mein dauerhaft schreiender Einling, der sich ca. die ersten vier Monate nur bei bis zu acht Stunden täglichen Spaziergängen (natürlich nur in der Trage, Kinderwagen ging gar nicht) beruhigen ließ, hat mir wirklich alles abverlangt. So, dass sogar ne befreundete Zwillingsmama sagte, dass sie es deutlich leichter hätte. Also, es kann auch anders sein…
    Trotzdem mein tiefster Respekt an Zwillingsmamas und -papas!

    • einerschreitimmer

      Hi liebe Tani!
      Danke für deine lieben Zeilen! 🙂 So ein Schreibaby ist kein Spaß – ich weiß wovon ich spreche, weil eienr meiner Zwillinge eines war… 😉
      Doppelte Arschkarte sozusagen.
      Hab ein schönes Wochenende und schau gerne wieder bei uns vorbei!

      VLG

      • Wow, das ist heftig. Gut, dass das zum Glück auch irgendwann vorbeigeht. Denn wie sagen wir Mamas immer:“Alles nur eine Phase“. 🙂
        Hab übrigens hierhin gefunden, weil ich ursprünglich auch mit Zwillingen schwanger war. Aber es hat nicht sein sollen.

  33. Ich bin exakt heute mal wieder total angenervt. Anfrage aus der Krabbelgruppe – ich bin die einzige Zwillingsmama: „Kommst du mit ins Café?“ HAHAHAHAHAAAAAAAAA!!! Ich bin erkältet, die beiden 17-Monate-alten Burschen hier wären jeder für sich schon die Apokalypse für einen halbwegs entspannten Café-Besuch, aber wir drei zusammen? Danach macht der Laden dicht, garantiert!!!

  34. Ich habe selber zwillinge, im März werden sie vier. Und ich hatte diesen Wunsch. Eins zum genießen. Und nun ist er da, nächste Woche 5 Monate alt und es war die beste Entscheidung meines Lebens. Ich fühle mich wie im Urlaub. Ich habe Zeit, bin gelassen…der kleine ist aber auch unglaublich pflegeleicht und fast immer gut gelaunt. Gegenüber den zwillingen hat meine Gelassenheit und mein genießen lustigerweise aber auch zugenommen. Ich bin so stolz auf die großen und wertschätze diese kleinen Persönlichkeiten noch etwas mehr, irgendwie sind wir angekommen. Kann es nur wärmstens empfehlen….

  35. Sicher sind Zwillinge arg anstrengend, aber das können Einlinge auch sein
    Ist die Große in der Kita macht man den Haushalt, schläft das Baby ist Zeit fürs große Kind, nix Werbefilmstyle.
    Beim Lesen deines Textes fühl ich mich als „Nichtzwillingsmama“ etwas kleingemacht, als sei ein Kind easy-peasy…schade!

  36. Ach was soll ich sagen ?! Jaaaaa ,stimmt :). Nach unseren ersten Zwillingen hatten wie so einen Einling, so ein Kind zum Genießen. Und das war toll. Ich dachte immer , wie können Mütter mit einem Kind nur klagen. Es war alles so einfach 🙂 und deshalb wollten wir nach diesem problemlosen 1Kind noch eins , also das letzte , ein 4. Kind. Aber 1.kommt es anders und 2.als man denkt. Wieder Zwillinge – ahhhhhhh. Nichts mit genießen. Bleibt nur noch zu hoffen , dass die Enkel später mal einzeln kommen 😉

  37. Das denke ich hin und wieder auch, wenn eine schläft und ich mich der anderen voll und ganz witmen kann kommen schon Gedanken wie: krass, wär es nur ein Baby wär es IMMER so!
    Hinzu kommt meine 3 jährige Tochter die unsere Nachmittage nicht weniger turbulent macht 🙂 allein die große aus der Kita holen mit den Babys in den Babyschalen ist wirklich schweißtreibend 🙂

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Einst kaufte sich Anne ohne mit einer Wimper zu zucken Stilettos um 150 Euro. Dann wurde sie Mutter. Von Zwillingen. Eines ihrer Kinder schreit immer...
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