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Macht es einen Unterschied, ob man Zwillinge oder zwei Kinder hat? Ich sage ja, und erkläre euch auch warum...

Warum es einen Unterschied macht, ob man Zwillinge oder zwei Kinder hat…

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Wenn man jemandem erzählt, dass man mit Zwillingen schwanger ist, kommt unweigerlich irgendwann ungefragt die Bemerkung: „Meine Kinder haben nur einen geringen Altersunterschied, das sind Quasi-Zwillinge.“  Lange habe ich nun darüber nachgedacht, ob Zwillinge und Quasi-Zwillinge ähnliche Herausforderungen für Eltern  sind oder eben doch nicht. Und ich bin zu dem Schluss gekommen: Nein! Es sind wirklich zwei verschiedene Paar Schuhe. Es macht nämlich einen riesigen Unterschied, ob die Kinder ein Jahr auseinander sind, oder eben doch genau gleich alt. Und heute will ich euch erklären warum das so ist…

Zwillinge sind nämlich nicht „ein Kind mal zwei“, es sind eher „ein Kind mal fünf“. Warum? Das ist leicht erklärt:

1. Schon die Schwangerschaft kann (muss aber nicht) freaky sein…

Wie viele Kinder tummeln sich darin nur bloß? Und warum treten die alle immer gleichzeitig? Und warum sehe ich aus wie ein Heißluftballon?

2. Die Erfahrungswerte fehlen

Um ehrlich zu sein haben wir Eltern doch anfangs keine Ahnung was wir da genau machen, oder? Es ist Learning by doing. Alles, was man aus diesen ach so tollen Ratgeberbüchern zu lernen geglaubt hat, kann man getrost das Klo runterspülen. Denn es kommt alles anders als man denkt. Aber wir Eltern lernen natürlich, während wir mittendrin sind. Als Einlingsmutter machst du deine Fehler, aber schließlich findest du deinen Rhythmus und denkst dir vielleicht irgendwann: „Jetzt hab ich es drauf! Wäre ein zweites Baby nicht toll?“

Damit fängt der bunte Reigen von Neuem an, aber diesmal weißt du ja bereits, worüber man sich Sorgen machen muss und worüber nicht (was die halbe Miete ist); du weißt wie lange die einzelnen Phasen ungefähr dauern werden und du hast eine ganze Kiste voll mit Tricks und Kniffen, die getestet sind und auch funktionieren. Du hast Erfahrung und, je nach Alter des/der Erstgeborenen, auch einen kleinen Helfer/ eine Helferin.

All das hast du als Zwillingsmutter nicht. Denn wenn Zwillinge deine ersten Kinder sind, ist deine Trickkiste leer und du bist für zwei kleine Lebewesen verantwortlich, die vollkommen unterschiedliche Sachen zu vollkommen unterschiedlichen Zeiten haben wollen. Wenn du unsicher bist, schleppst du zwei Kinder zum Kinderarzt. Und zweifach ist oft gar nicht so einfach. Du bist komplett übermüdet, weil der Supertipp „Schlafe wenn das Baby schläft“ bei Zwillingen nicht funktioniert. Du kennst also alle Stufen der Müdigkeit…

3. Zwillingsmütter sind tendenziell einsam

Du willst mit deinen Zwillingen zum Babyschwimmen? Alleine unmöglich… Ob du für eine Stunde zum Müttertreff gehst überlegst du dir zwei äh 20ig mal, denn bis zwei Babys fertig sind, vergeht geschätzt eine Stunde. Gefühlt 253 Stunden. Zwei schreiende, hungrige Babies zu managen, die sich an jeden erdenklichen Zipfel deines Körpers klammern, während du mit einem Zwillingsstillkissen kämpfst, bringt selbst stählerne Nerven zum Zerreißen.Vielleicht ist gerade deswegen die Zwillingsmafia so eine eingeschworene Online-Gemeinde?

Sobald du, mit etwas Glück und Geschick, zwei schlafende Säuglinge auf deinem Schoß hast, merkst du, dass du

a) dringend pinkeln müsstest, weil du ja hektoliterweise Stilltee getrunken hast, um die Milchproduktion in Fahrt zu halten
b) heute noch nichts gegessen hast und hungerst, weil du all deine Nährstoffe diesen zwei Kindern gegeben hast, und
c) dein Handy … hmm, wo könnte es bloß sein?

Nun schlafen die Kinder also. Aber selbst falls du eines der beiden Kinder ins Bettchen legen könntest, ohne es aufzuwecken, was passiert mit dem anderen? Eines wacht auf jeden Fall auf, denn „einer schreit immer“. Deshalb bleibst du auf der Couch sitzen: hungernd und hoffend, dass du dich nicht anpinkelst, bevor ein Erwachsener zu deiner Rettung kommt. Irgendwann. Vielleicht…

wie sich das leben mit Zwillingen verändert
Wie sich das Leben mit Zwillingen verändert…

4. Leute stellen Fragen, die sie nichts angehen

  • Es gibt so viele Artikel und Beiträge zum Thema „Dumme Fragen“, aber hier noch mal die Highlights:
    „Sind die eineiig?“ Naja, einer ist dunkelhaarig und der andere blond, und die haben unterschiedliche Augenfarben und sehen sich nicht ähnlich, also…. Außerdem ist eines der Kinder ein Mädchen und eines ein Junge. Die Antwort lautet also: „Nein!“
  • „Sind das echte oder künstliche Zwillinge?“
    „Hä? Inwiefern künstlich – nein, es sind keine Aliens!“
  • „Hatten Sie eine natürliche Geburt?“
    Kennen wir uns so gut?
  • „Mit zwei Kindern hat man es ja hinter sich, oder?“
    „Was? Das Leben? Dieses Gespräch?“
  • „Sind das Zwillinge?“
    Alle Antworten auf diese Frage findest du HIER.

5. Irgendwann hast du zwei Trotzkinder…

Ich muss dazu nicht mehr sagen, oder doch?

6. Zwillinge kosten mehr als zwei Kinder hintereinander

Auch wenn man nicht das doppelte Kindergeld bekommt, Zwillinge sind doppelt so teuer. Denn: Es gibt keinen Kindersitz vom großen Bruder oder Kleider von der großen Schwester. Du musst alles kaufen und das mal zwei. Zwei Hochstühle, zwei Autositze, zwei Bettchen und doppelte Kleidung… Dass Kinderschuhe teuer sind brauche ich nicht erwähnen, oder? Die brauchst du natürlich auch doppelt. Nimm dir also einen Kleinkredit auf – du wirst ihn brauchen!

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Kennst du schon den Zwillingsshop von „Einer schreit immer“? Da gibt’s lustige Babybodys und Taschen nur für Zwillingseltern! Wir freuen uns wenn du vorbeischaust!

7. Es gibt nie nur ein Kind

Sie haben immer einander. Immer. Selbst wenn sie nicht wollen. Vielleicht streiten Zwillinge deshalb öfter? Sie haben nie die Erfahrung, ein Einzelkind zu sein und all die Aufmerksamkeit ihrer Eltern zu genießen. Nie. In den wenigen Momenten, in denen ich Zeit mit nur einem Kind verbringe, versuche ich diese Zeit zu genießen und dem Kind das Gefühl zu vermitteln, dass es einzigartig ist und besonders. Leider sind diese Momente selten, weswegen ich immer ein schlechtes Gewissen habe. Dann wünsche ich mir manchmal „Einen Einling zum genießen.“

 

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Wer schreibt hier eigentlich?

Zwillingsmama, Kinderdompteurin, Chaosmanagerin und „Mädchen für eh alles“: Unter dem Pseudonym Anna Attersee schreibe ich hier über das turbulente Leben mit Kindern – schonungslos ehrlich, denn einer schreit bei uns immer… Im richtigen Leben bin ich Journalistin, arbeite im Bereich „Irgendwas mit Medien“ undhabe kürzlich mein erstes Buch veröffentlicht. Stolz bin ich auf meine Kinder und meinen Online-Shop. Mehr über mich  findest du HIER.

41 comments

  1. *haha* Ja, genau! Babyschwimmen geht alleine halt leider wirklich üüüüberhaupt nicht Und von wegen alleine sein: Die Einlingsmamas verstehen leider auch heute oft nicht, warum ich mit ihnen alleine nicht ins Schwimmbad geh oder ins Restaurant – Mit 2 Rabauken ist das leider immernoch kein bisschen entspannend, sondern eher Spannung auf höchstem Niveau

  2. Ich habe beides; meine beiden Großen sind 18 Monate auseinander und dann kamen noch die Zwillinge. Und es ist wirklich ein himmelweiter Unterschied. Das geht schon los mit der Tragerei. Wenn halt ein Kind schon auf zwei Beinen steht und eine Treppe alleine hoch kommt, dann ist das wesentlich einfacher, wie wenn man zwei 11 Kilo Babys die Stufen hoch schleift. Oder Tbema essen, während ich Kind 2 gestillt und später gefüttert habe, konnte ich Kind 1 schon mal allein losmantschen lassen und unterwegs tats dann auch mal ne Brezel oder ein Keks. Babyschwimmen geht gar nicht alleine mit Zwillingen. Getraut hab ich mich beim Pekip, das war machbar oder die Krabbelgruppe. Auch beim Kinderturnen merke ich Unterschiede, die beiden sind nun 3 und ich weiß nicht, wer mehr Interesse daran hat, sich den Hals zu brechen, jedenfalls könnte ich locker vier arme gebrauchen. Bei den großen Brüdern war der Ältere motorisch so weit dann voraus, dass man nicht ständig Angst haben musste, dass es in einem Arm oder Beibruch endet. Manche Sachen fand ich allerdings auch einfacher, zb schlafen. Das taten sie im Babyalter weitgehend gleichzeitig und da die älteren Brüder da schon in der Kita waren, gab es tatsächlich morgens eine Stunde absolute Ruhe. Das war bei den Geschwistern mit 1,5 Jahren Unterschied nicht so. Wenn der ältere Mittagsschlaf gemacht hat, war der kleine garantiert putzmunter und wenn der Kleine geschlafen hat, war dem Großen langweilig und er hat mit seinem Radau den kleinen manchmal geweckt. Aber irgendwie waren es schöne Zeiten trotz dem Stress…

    • einerschreitimmer

      Hi liebe Marion!

      Ja – die Sache mit dem Essen ist sicher wahr. Daran hab ich noch gar nicht gedacht. Es geht hier ja auch nicht darum zu sagen, dass es Einlingsmamas einfacher haben. Es geht mir bei dem Posting eher darum aufzuzeigen, dass es eben einfach einen Unterschied macht….

      VLG

  3. So gut und so verdammt wahr!

  4. Danke Danke Danke dass das mal einer auf eine so tolle und richtige Weise ausspricht!!

    Ich hab Drillinge und hab mich in einigen Punkten (mal 3 statt mal 2 ) echt wieder erkannt!!

    Du hast das wirklich wahnsinnig schön geschrieben!!

    Liebe Grüße

    Verena

  5. Ja, Zwillinge bekommen ist hart, das glaub ich sofort. Und zwei Kinder im Abstand von einem Jahr auch. Warum muss hier ein Wettbewerb entstehen: „Für wen ist es schwieriger, wer hat es härter getroffen?“ Find ich bescheuert. Ich habe zwei Kinder mit einem Jahr Altersunterschied und ich könnte einen ähnlichen Artikel schreiben, in dem ich viele dieser Argumente a) entkräfte und b) neue bringe, warum zwei unterschiedlich alte Kinder doch „schwieriger“, „härter“ oder whatever sind. Du bist eine tolle Mutter und tust dein Bestes. Mama-Sein ist hart. We feel u! Ob mit Zwillingen oder ohne!

    • Ich empfinde den Artikel nicht als Vergleich, mal ganz ehrlich. Ich bin selbst Zwillingsmama und bin überzeugt davon, dass Baby und Kleinkind zusammen z.T. echt noch viel schwieriger ist als Zwillinge (die haben wenigstens zeitgleich die halbwegs gleichen Bedürfnisse, was so Essenskonsistenz, Schlafmenge und Spielzeug betrifft). Aber dass es ein Unterschied ist, ist sowas von richtig. Und das sollte einfach nicht unterschätzt werden. Von keiner Seite.

      • Also, ich hab mich auch gut wiedergefunden in dem Beitrag. Ich habe Zwillinge und nen großen im Abstand von einem Jahr tatsächlich habe ich in den ersten beiden Jahren mit allen 3 en sämtliche Stufen der Müdigkeit durchlebt. Diese Konstellation war tatsächlich verschärft weil der 1 jährige ja völlig andere Bedürfnisse hatte als die Babies . Aber ein simpler Vergleich von wegen was ist anstrengender ist sicher nicht zulässig . Eine bekannte hatte fast zeitgleich Drillinge und meine 3 waren sicher mehr Herausforderung … ABER das hängt halt auch sehr von den Kindern ab. Es gibt Babies die schlafen das erste Jahr quasi nur und andere ( so wie meine) schreien und wollen Tag und Nacht nicht aus dem Tragetuch … es kommt wie immer auf die individuelle Situation und die Kids an …

  6. Erst wollte ich schreiben: So ganz bin ich noch nicht über zeugt. In vielen Punkten in diesem und dem letzten Artikel erkenne ich mich mit meinen beiden (26 und 7 Monate) wieder. Und dann dachte ich. Claudia, du weißt es nicht. Marion Schmieder hat mich dann, durch ihre Erfahrung doch in sofern überzeugt, dass es ANDERS ist mit Zwillingen. Und das ist es wahrscheinlich. Es ist anders mit Zwillingen als mit zwei Einlingen. Ein Wettstreit muss es nicht sein. Denn klar ist zwei Kinder sind anstrengender als eins. Aber es ist doch auch doppelt schön <3

  7. Ich fand es einfach wahnsinnig nervig,während ich wirklich auf dem Zahnfleisch ging,immer verglichen zu werden. „Bei mir war das auch nicht anders“. Wie schon im Artikel geschrieben…allein die Essenssituation. Oder das Bedürfnis, die volle Aufmerksamkeit einem Baby zu schenken. Nicht immer diese Nervosität beim kuscheln mit einer zu spüren,dass gleich die andere schreit .Außerdem wurde ich auch so viel gefragt,warum ich denn nicht zum babyschwimmen gehe…aaargh. Heute wäre ich glaub viel gelassener. Denk ich .Ach und dann eben das“ach wie schön,sie haben immer die Schwester zum spielen,da hast du auch mal deine Ruhe „….ähm…nein…sie haben sooo viel gezankt und erst mit ca 3,5 fing es laaaangsam an. Jetzt mit sechs geht diese Rechnung wirklich auf….jetzt bin ich aber auch nicht mehr so müde und gereizt…

  8. Meine beiden sind 2,5 und ich stimme hier völlig zu. Toller Text, super geschrieben und wahr. Und alle Einlingsmamas mal die Füße unterm Tisch stillhalten. Keiner hat gesagt, dass es einfach(er) ist als Mutter mit zwei Kindern (obwohl viele, wenn nicht sogar alle Zwillingsmamas das wohl trotzdem insgeheim denken und Recht haben ;-)).
    Während ein Kind zum Kindergarten, in die Schule oder zur Oma kann und man mit dem Säugling zu Hause chillt, haben wir immer beide bei uns. Das ist ein himmelweiter Unterschied und macht das Vergleichen sowieso unmöglich. Und dann noch die Sache mit den Verwandten… Nicht alle Omas und Tanten trauen sich zwei gleichaltrige Kinder gleichzeitig zu. Es gab keine Gewöhnungszeit mit nur einem Enkel, sondern gleich geballte Ladung. Ich habe da Glück, meine Mutti würde 10 Kinder wuppen, aber ebensooft höre ich von meiner Zwillingsmamatruppe eben auch, dass immer nur ein Kind genommen wird oder eben keins. Es ist doppelt schön, das ist richtig. Oft. Aber eben oft auch einfach nur doppelt anstrengend und doppelt nervenzehrend.
    Mein Bruder bekommt nun sein zweites Kind und sagte auch, dass ich ihm ja jetzt Tipps geben kann, weil er ja nun auch bald zwei Kinder hat. Haha. Alle Zwillingsmamas lachen wissed. Das wird noch lustig.

    • Das Problem mit dem Weggeben haben wir auch, allerdings geht die Hemmung eher von mir aus: wenn Ich schon völlig überfordert bin manchmal, wie soll dann die Oma/Uroma/Freundin/Opa/werauchimmer mit den beiden fertig werden, ohne dass wir danach enterbt werden? Mein Problem, an dem ich arbeiten muss, weiß ich, aber hilft ja alles nix. Und Trennen finde ich auch schwierig: wieso darf Kind 1 zu Oma, Kind 2 muss zu Hause bleiben oder zu Freunden bzw. umgedreht? Ist es Kind 1 gegenüber nicht unfair, wenn Kind 2 vielleicht ein tolleres Erlebnis hat? Und so weiter. Vielleicht bescheuert von mir, aber für mich reale Gedanken. Und unsere Jungs sind einfach echt dicke miteinander und können sich mit ihren drei Jahren schon so weit miteinander unterhalten (warum haben wir denen eigentlich überhaupt Sprechen beigebracht???), dass sie natürlich vergleichen können. Vermutlich würde sie das gar nicht stören, aber wenn doch…?! Uaaa, schwierig, das alles… :-D

  9. Treffender Artikel. Hab mich darin total wieder gefunden … Meine sind jetzt schon größer, aber speziell die ersten 3 Jahre ist es so bzw. so ähnlich gewesen … ;-)

  10. Hm, ich als nicht-Zwillings- aber vier-Kinder Mama würde nur zum Teil mitgehen. Klar, Zwillinge sind ganz sicher noch einmal anders, keine Frage. Aber sehr viele der genannten Argumente kenne ich so auch…
    Punkt 1) Nein, tut mir leid. Ich hatte bei vier Schwangerschaften zwei echt „freakige“ und das nur mit einem Baby…
    Punkt 2) Okay, wenn die Zwillinge die ersten Babys sind. Wenn schon große Geschwister da sind, sind ja doch auch schon ein guter Teil der Erfahrungswerte da
    Punkt 3) Ja, das sehe ich schon ein, obwohl je nach Alter des größeren Kindes „mal eben wohingegen“, „Babyschwimmen“, etc… auch echt erschwert oder unmöglich sein können… Und essen machen, wickeln,… für das größere brüllende Kind wenn das Baby gerade stillen möchte ist auch nicht immer ganz einfach ;-)
    Punkt 4) Ach kommt, dumme Fragen kommen doch immer und in jeder Situation, egal ob Zwillinge oder Einling! „Mag er (Baby im rosa Kleid) denn scho a Wurst?“ „Schläft er/sie/es schon durch?“ „Wann kommen die Babies denn?“ – es war nur eines, das war aber grooooß. Der Bauch auch…
    Punkt 5) Nope – ich hatte auch zwei Autonomie-Phase-Kinder gleichzeitig
    Punkt 6) Zum Teil, ja. Aber eingeschränkt und unterschiedlich. Wir brauchen bis auf die Babyschale auch immer zwei Kindersitze. Klamotten und Schuhe können zu einem Teil nur dann weitervererbt werden wenn die Kinder nicht jahreszeitlich komplett unterschiedlich geboren sind und nicht zu viele rosa Teile für den Kleinen Bruder da sind… Meine zwei Großen sind Sommerkinder aber Mädchen und Junge und sehr unterschiedlich groß. —> Viele Neueinkäufe. Nummer drei kam genau ein halbes Jahr zeitversetzt mitten im Winter. Für Winter und Sommer kaufe ich also fast alles neu. Frühling Herbst kommt darauf an, ob es sich größentechnisch ausgeht, sie ist deutlich größer als die Große im Vergleich. Die Kleinste ist wieder ein Sommerkind und der Größten größentechnisch sehr ähnlich, aber viele Schuhe z.B. sind mittlerweile einfach nicht mehr tragbar, weil das Material nicht au so lange ausgelegt ist… you get the picture. Der Einzel-Fahrradanhänger ist einem doppelten gewichen. Den Zwillingswagen habe ich mit Tragen umgangen.
    Punkt 7) Ich habe so gut wie nie Zeit mit nur einem Kind. Außer es ist nur eines krank. Vier Kinder gleichzeitig loswerden? Passiert vielleicht einmal im Jahr…

  11. Danke! Ich nicke immernoch! Das müsste mal gesagt werden!

  12. Nein. Ich setz mich jetzt in Nesseln, aber ich finde es tatsächlich leichter mit Zwillingen als mit zwei so knapp hintereinander. Ich bin 4fach Mama, meine Zwillinge sind Nummer 3 und 4. Also ich hatte schon Zeugs von den Großen, aber natürlich war nicht alles zwillingskompatibel. Ich finde es einfacher, weil meine immer gemeinsam Mittags geschlafen habe. Gleich aufgestanden sind. In dieselbe Kindergartengruppe gehen, also nur ein Elternabend. Ziemlich ähnliche Interessen haben, ein Baby und einen Zweijährigen kannst du nicht gemeinsam beschäftigen, Zwillinge schon.
    Einsamkeit, ja, das kann ich nur bejahen. Unsere Zwillinge sind haben aufgrund ihrer Geschichte einige besondere Bedürfnisse, und wer uns einlädt, begeht diesen Fehler nur einmal ;-) Ins Schwimmbad gehe ich schon mit allen, aber nur, wenn die Großen, oder wenigstens ein großes Geschwisterkind mit ist (die sind inzwischen 9 und 13, die Twinnis 4,5 Jahre alt).
    Zur Trotzphase: manchmal denk ich an die Pubertät und dann fühle ich so ein sanftes, leises Grauen den Rücken hinaufkriechen… :-)

  13. Das ist so wahr! Wie oft es schon so, daß sie (meistens nachts) beim Stillen eingeschlafen sind!
    Erster Gedanke: Super!
    Zweiter Gedanke: Und jetzt!????
    Ich war anfangs wirklich überfordert und wäre ohne Hilfe verdurstet und verhungert! Ich dachte, ich krieg nie wieder etwas auf die Reihe…Getränke aus dem Keller holen, kochen, putzen, mit dem Auto wegfahren. Inzwischen geht das meiste wieder, aber so Sachen wie Babyschwimmen kamen leider nie in Frage. Manchmal bin ich heute noch froh, wenn ich es aus dem Schlafanzug geschafft habe, weil dauernd einer was braucht…Hose voll, müde, Hunger. Und auch das mit dem schlechten Gewissen, wenn ich den einen auf dem Arm habe! Furchbar!
    Vor ein paar Monaten hab ich mir nen Kaffeebecher gekauft mit dem Aufdruck „Einen Scheiß muß ich“. Aber das wirklich durchzuziehen, ist mir bisher noch nicht gelungen. Ich arbeite daran….
    Allen einen stressfreien Tag

  14. Hi, ich bin noch nicht soooo lange eine begeisterte Zwillingsmutti und habe ein großes Problem auf folgende Frage zu antworten, ohne unhöflich zu werden, oder das mir alles aus dem Gesicht fällt: „Sind die Beiden {Brüderchen & Schwesterchen} eineiig?“ Was antwortet man darauf?!

  15. Absolut auf den Punkt gebracht. Klasse :-)

  16. Wow genau so sieht es aus …. Danke für diesen Beitrag.

  17. Maaaa … endlich!
    Danke für diesen tollen Blog.

    Nicht 0815 und nicht über drüber schnicki schnacki…!

    Einfach authentisch!
    Am besten haben wir Eure Fotos gefallen. Das muss ich jetzt ehrlich einfach mal gestehen.
    Weil es so schön normal und nicht gestellt ist.

    Ihn diesem Sinne …

    Liebe Grüße aus Tirol
    Maria

    http://kopfundherzoeffner.blogspot.co.at/

  18. Wir haben uns die Kombi eingebrockt. Tochter 19 Monate alt. eineiige Zwillinge 2 Monate alt.
    Alle 3 laufen noch nicht.
    Das ist die Meisterklasse.

  19. OK der Vergleich Zwillings- oder einlingsmama ist natürlich hart. Allerdings habe ich her nicht viel gelesen was wirklich einen Unterschied zu dem Leben mit zwei Kleinkindern im kurzen Abstand macht.Auch die Schwangerschaft mit einem Kind kann „freaky“ sein. (Oder mit einem drin und einem draußen. Auch die wollen immer verschiedenes zur selben Zeit, auch mit denen kannst du viele Ausflüge nicht allein bewerkstelligen und auch dann musst du manchmal dringend aufs Klo und kannst nicht (das gehört zum Mutter sein ja scheinbar dazu )
    Und jetzt stell dir einfach nochmal alleinerziehende vor!

  20. Ich sitze gerade mit meiner Frau und den Zwillingen im Arm auf der Couch und lese deinen Beitrag. Wir haben Tränen in den Augen vor Lachen, weil wir uns darin so wiedererkannt haben. Danke für den Artikel und den Blog. Wir lesen gerne hier.

  21. Hallo Anne.Ich habe 2 Kinder, im Abstand von 3Jahren und mein bester Freund hat Zwillinge. Es ist in den ersten Jahren wahrscheinlich viel anstrengender 2 Kinder gleichzeitig zu versorgen.Der eine hat Hunger, der Andere will schlafen, der Eine ist gesund, der Andere ist krank.. Hut ab für alle Zwillingseltern. Aber die Sorgen bleiben bei allen gleich, ob Zwillinge oder „normale Geschwister “ :-)

    • einerschreitimmer

      Hi liebe Chrisi!
      Danke für deine lieben Zeilen! Ich hoffe das Posting kommt nicht nörgelig rüber. Es geht einfach darum, dass es etwas anderes ist. Und ja: Die Sorgen sind die gleichen natürlich! Und vermutlich ist es ab einem gewissen Alter der Kinder mit Zwillingen sogar einfacher…
      VLG

  22. Habe grad in der Mittagspause mal wieder hier gestöbert. Musste herzlich lachen. Weil man sich so dermaßen in dem Text wiederfindet. (Unsere Damen sind mittlerweile anderthalb.)
    Der entscheidende Vorteil von Zwillingen als erste Kinder ist glaub ich, dass man es „nicht anders kennt“. In soweit reagier ich z.B. in der Kita entsprechend, wenn wieder ein Spruch kommt. Ja sie brüllen mal, ja sie sind schnell organisiert und smart, wenns daran geht, Unsinn zu stiften. Ja sie können sich zanken wie die Kesselflicker, sind aber auch die besten Freundinnen.
    Ich kanns mir zumindest nicht vorstellen wies mit nur einem wäre.

    • einerschreitimmer

      Hallo Rasta, schön wenn du in der Mittagspause mit uns lachen konntest. Hoffentlich bald wieder mal. Alles alles Liebe dir und deinen Damen!!!

  23. Ich finde den Artikel gut, aber ja natürlich sind es zwei unterschiedliche Dinge wenn man 2 Kinder mit 1 oder 2 Jahren Unterschied, als wenn man Zwillinge hat.
    Ich ziehe den Hut vor jeder zwillingamama und muss ehrlich sagen,dass ich es nicht geschafft hätte.
    Meine Große war zwei Jahre ein achrwikind hat Tag und Nacht immer nur 30 Minuten am Stück geschlafen und kam ab säuglingsalter bis sie 2 war auf 9 Stunden insgesamt über den ganzen Tag. Mal 10 mal nur 7 aber 10 aller höchstens. Sie hat das erste mal mit 26 Monaten 6 Stunden am Stück geschlafen,natürlich als ich im Krankenhaus lag und nicht da war. Ich habe 3 Kinder alle haben einen Abstand von knappen 2 Jahren und jetzt bin ich schwanger mit dem 4 und was soll ich sagen einer schreit immer aich hier. Die Kinder streiten sich Stacheln sich gegenseitig an mal sehen wer lauter kreischen kann. Sie sind 5,3 und 1 und es ist denke ich eine ganz andere Herausforderung als mit Zwillingen, aber es kommt auch individuell auf die Kinder an. Wenn meine Kinder nicht so extrem agil wären und auch mal 1 Minute still sitzen könnten oder mal schlafen würden. Wäre es glaube ich um einiges einfacher,aber man kann es einfach nicht vergleichen. Jedes Kind hat andere Ansprüche und egal ob Zwillinge oder nicht man kann keinem gerecht werden.

    LG

    • einerschreitimmer

      liebe Tanja, du hast total recht. Jedes Kind ist anders und hat andere Ansprüche. 4 Kinder in kurzem Abstand sind auch eine große Herausforderung. Das mit dem wenig schlafen kenn ich auch. Wir wünschen dir alles alles Gute! Ganz liebe Grüße

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