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Zwillingsmütter sind Trouble-Shooter und Multitakserinnen. Was kann man von ihnen lernen?

19 Tipps, die (Zwillings-)Müttern das Leben leichter machen

Was kann man von Zwillingsmüttern in Punkto Stress- und Zeitmanagement lernen? Welche Tipps können erfahrene Zwillingsmütter an Newbies geben? Eines ist klar: Zwillingsmütter sind organisiert wie die Einsatztruppe in einem Krisengebiet, sie haben die stoische Gelassenheit eines Zen-Buddhisten und offensichtlich mehr Arme als ein Oktopus.

Kurzum: Zwillingsmütter sind die fleischgewordenen Supermoms. Wir haben Zwillingsmütter und Experten getrennt voneinander befragt und jene Tipps zusammengefasst, die (Zwillings-)Müttern das Leben leichter machen.

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1. Tipp | Kinder sind keine Wissenschaft

Zwillingseltern haben keine Zeit für schlaue Ratgeber und gute gemeinte Tipps von Großeltern. Sie können nicht perfekt sein, sie müssen schnell handeln und machen dabei intuitiv das Richtige. Gerade die Intuition ist in unserer aufgeklärten Gesellschaft oft verloren gegangen. Man hat das Gefühl sich an Anleitungen halten zu müssen, alles perfekt zu machen, man will Antworten auf Fragen. Aber: Kinder sind keine Wissenschaft. Es sind Kinder – und schon vor Tausenden von Jahren wurden sie groß: Wenn sie weinen, dann haben sie oft Hunger oder alternativ eine volle Hose. Manchmal haben sie auch Bauchweh oder Durst. Oder sie sind müde und wollen kuscheln. Viel mehr Möglichkeiten gibt es nicht.

„Der Druck alles richtig machen zu müssen kommt aus Gesellschaft und Medien – er ist künstlich hergestellt“, sagt der dänische Erziehungsguru Jesper Juul und fügt hinzu: „Dieses Gefühl leistet keinen wertvollen Beitrag für irgendjemandes Leben. Eltern müssen sich ihrer eigenen Kapazitäten und Grenzen von Tag zu Tag bewusst werden, dann können sie gute Eltern sein.“ Denn: Geht es den Eltern gut, geht es auch den Kindern gut!

 

2. Tipp | Ein neues Türschild

Alle wollen das Baby/die Babys sehen. Wichtig ist es jetzt aber, dass sich die neue Kleinfamilie erst mal gegenseitig kennenlernt. Es geht darum Gesten deuten zu lernen oder einfach nur zu kuscheln. Nicht umsonst dauert das klassische Wochenbett zwei Monate. Alles ist neu. Besucher sollten sich also vorher anmelden und am besten gleich Essen mitbringen oder kleine Botendienste übernehmen. Außerdem ist es wichtig, dass nicht zu viele Besucher auf einmal kommen, denn Kinder irritiert das. Vorsicht also vor alten Erbtanten und gebrechlichen Verwandten: Die erwarten Kaffee und Kuchen – den sollen sie sich selber machen, denn dafür bleibt einer frisch gebackenen (Zwillings-)Mutter keine Zeit.

Wichtig ist auch ein neues Türschild: „Bitte klopfen“ sollte man direkt neben dem Klingelknopf anbringen, denn so können Besucher oder Postboten die Kinder nicht aufwecken. Achja: Und das Handy sollte in den kommenden vier Jahren auf „vibrieren“ eingestellt sein…

 

3. Tipp | Nicht alles doppelt kaufen

Was braucht man nun wirklich als Zwillingsmama, was ist eine Fehlinvestition? Und was sollte man auf jeden Fall doppelt kaufen? Ja – mit dieser Frage kann man ganze Bücher füllen. Aber eines vorweg: Man braucht weniger als gedacht.

Im Prinzip ist anfangs nicht einmal ein Kinderzimmer notwendig, denn die Babys schlafen gerne bei Mama und Papa. Nice to have sind jedenfalls eine Wickelunterlage, zwei Beistellbettchen, ein bis zwei Stillkissen, ein Kinderwagen, eine Trage oder ein Tragetuch, zwei Babywippen und -schalen, massenhaft Stoffwindeln als Spucktücher, massenhaft Windeln in kleinster Größe und ein Wäschetrockner. Letzterer erleichtert jeder Zwillingsmama das Leben enorm, denn die Wäscheberge sind immens. Die Anschaffung des Trockners hat sich bald amortisiert, da man nicht so viel Kleidung kaufen muss. Gerade Spielzeug benötigen die Kinder im ersten Jahr nicht doppelt – die Streitereien um Teddy und Co. gehen nämlich erst im Kleinkindalter los.

 

4. Tipp | Mit Zwillingen einkaufen gehen

Wer zentral wohnt, geht am besten mit dem Zwillingskinderwagen einkaufen. Denn bis man zwei Kinder im Auto sitzen und dann den Kinderwagen im Kofferraum verstaut hat, vergehen gefühlte 200 Stunden. Angekommen im Geschäft ist es ja dann noch einmal das gleiche Spiel nur umgekehrt, darum: Einkaufen mit dem Kinderwagen erleichtert den Alltag, trotzdem hat es seine Tücken:  Darüber schrieb ich schon einmal HIER.

Wichtig: Immer die barrierefreie Kassa suchen, sonst bleibt man im schlimmsten Fall voll bepackt mit dem Wagen kurz vor dem Bezahlen hängen. Wer nicht die Möglichkeit hat mit dem Kinderwagen einkaufen zu gehen, dem sei das Internet als größtes Shoppincenter der Welt empfohlen.

 

5. Tipp | Niemals vergleichen

Rot ist eine schöne Farbe. Grün auch. Ich persönlich mag Blau am liebsten. Alle diese Farben sind unterschiedlich. Bei Kindern ist es das Gleiche: Kein Kind ist besser, schneller, klüger oder besser entwickelt. Sie sind einfach anders. Sie haben individuelle Stärken und Schwächen. Das eine plaudert schneller, das andere läuft schneller. Die einen sind Spätzünder, die andere Frühstarter. Gerade bei Zwillingen kann man gut beobachten, dass sie sozial wie genetisch die gleichen Voraussetzungen haben, sich aber trotzdem unterschiedlich entwickeln. Und das ist gut so.

Grund für das ewige Vergleichen sind heute auch Statistiken und Perzentilen, die allerorts angewendet werden um weitgehend zu sagen, was denn normal ist. Der fabelhafte Kinderarzt und Autor Herbert Renz-Polster sieht den Begriff „normal“ sehr kritisch: „Wie weiß man eigentlich, was normal ist und was nicht? Welche Kriterien legt man da am besten zugrunde? Oder ist das normal, was sich die Erwachsenen von den Kindern wünschen?“ Diese Formulierung bringt es sehr gut auf den Punkt: Kinder sind Kinder und keine  Zahlen oder Statistiken – sie müssen nicht mit 12 Monaten frei über Treppen laufen können.

 

6. Tipp |Nicht alles glauben

Unter vielen Müttern gibt es etwas, das nennt sich „Mommy Wars“ – der Kleinkrieg unter Erstebärenden sozusagen. Damit ist gemeint, dass sich Mütter gerne gegenseitig in ihrem Handeln kritisieren oder subtil bekritteln. Wir kennen es aus Job und Freundeskreis: Manche Menschen müssen sich mit ihren Erzählungen und Erfahrungen immer selbst und andere übertreffen. Oft glaubt man die Geschichten zu Recht nicht. Bei „Mommy Wars“ stellt man die Kinder in den Fokus des narzisstischen Handelns. Egal ob es um das Stillen, das Babyschwimmen oder das Familienbett geht – hier hat jeder seine eigene Meinung, die er gerne und laut vertritt.

„Hinter der Kritik des Lebensmodells der Anderen steckt eine Unsicherheit. Jede Mutter hat sich für ein Lebensmodell entschieden. Aber das ist nicht immer das Modell, das die Frauen gern hätten. Sie sind unsicher, ob ihr Weg auch der richtige ist, darum kritisieren sie andere“, sagt Psychologin Friederike Otto. Weil Zwillingsmütter von Natur aus nicht bei Mommy Wars mitmischen können, spielen sie das Spiel erst gar nicht mit: Sie können nicht mit zwei Kindern gleichzeitig schwimmen gehen und auch das Familienbett hat nur begrenzt Platz. Der Profitipp jeder Zwillingsmutter lautet also: Raushalten aus dem Mütter-Kleinkrieg und einfach das eigene Ding durchziehen.

 

7. Tipp | Hilfe einfordern 

Zwillingsmütter wissen: Einer schreit immer. Weil Zwillingsmütter daher sonst nie schlafen könnten, nehmen sie Hilfe gerne an. Klar, anfangs bieten Freundeund Familie natürlich ihre Hilfe an. Sie helfen aber leider nicht. Wer also Hilfe haben möchte, sollte diese auch einfordern.

Das Eltern-Sein hat sich verändert, die unterstützende Großfamilie gibt es nicht mehr, die Großeltern sind oft noch selbst im  Berufsleben oder schon viel zu alt. „Wir wohnen in großen Städten isoliert in einzelnen Wohnungen, in denen oftmals Mütter allein mit ihren kleinen Kindern sitzen“, sagt Susanne Mierau, Kleinkindpädagogin und Autorin des Bestsellers „Geborgen wachsen“.  Sie hält fest: „Die liebevoll helfende Hand fehlt oft.“ Daher ist es nur recht und billig, wenn wir uns Hilfe suchen und diese auch bei Familie und Freunden einfordern. Zwillingsmütter tun das, weil es anders gar nicht möglich ist. Zur Geburt brauchen frisch gebackene Mütter also keine Geschenke, sie brauchen Menschen, die mit dem Kinderwagen spazieren gehen. Sie brauchen helfende Hände, um sich ausschlafen zu können. Sie brauchen Unterstützung, wenn sie Fragen haben. Wichtig ist, diese Hilfe einzufordern und demnach gleich einen versprochenen Spaziergang planen, sonst bleibt es oft nur bei dem lieb gemeinten Satz: „Du brauchst nur sagen, wenn du Hilfe willst.“

 

8. Tipp | Gesunder Egoismus

Auch Mütter haben Bedürfnisse. Mit der Nachgeburt hat man weder Humor, die Liebe für Schuhe oder die Leidenschaft für Provinzkrimis abgegeben. Egal welche Passion das frühere Leben begleitet hat, man sollte sie auf keinen Fall absolut aufgeben. Das weiß auch Zwillingsmama Cornelia Diedrichs: „Ich liebe es meinen Online-Blog zu schreiben. Außerdem fotografiere ich sehr gerne. Das wollte ich mir auch mit den Kindern nicht nehmen lassen. Und gerade Kinder geben ja auch Stoff für beide Aktivitäten.“

Fakt ist: Jede Mutter braucht einen Ausgleich, um eine gute Mutter sein zu können. „Dafür wurden Babysitter und Großeltern erfunden“, scherzt Zwillingsmutter Cornelia.

 

9. Tipp | Ein Team sein

Es sagt einem zwar jeder, dass so ein Kind alles verändert. Das glaubt man auch irgendwie. Aber: Es ist tatsächlich so. Wir sprechen hier von Schlafmangel und einer Beziehung, die sich völlig neu definieren muss und einem fehlenden Sexleben. Da ist es verständlich, dass man sich in die Haare bekommt, doch das braucht man zusätzlich am wenigsten. „Jede Familie muss ihren eigenen Weg finden um bestmöglich als Team zu agieren: Jede Nacht in zwei Hälften teilen? Gut so! Jede Nacht abwechseln? Super! Mama hat unter der Woche die Nachtschicht und Papa  am Wochenende? Perfekt!

„Jede Familie muss ihr eigenes Modell finden, mit dem es leben kann. Alle Abmachungen sind gut, so lange sie für beide Partner stimmen und die Regeln klar definiert sind“, sagt Zwillingsmama und Bloggerin Alexandra Nussbaumer.  Ihr ist vor allem wichtig, dass der Humor in einer Beziehung nicht verloren geht: „Man ist fix und lfertig, wickelt das Kind zum 100. Mal und dann pieselt euch der Bub auch noch ins Gesicht? Weinen hilft nicht, aber ein lautes, befreiendes Lachen wirkt wahre Wunder“, sagt Nussbaumer.

 

10. Tipp | Raus an die frische Luft!

Stand der Dinge, Augenringe? Dann raus aus dem Haus und ab geht die Post – egal ob auf einen Stadtbummel oder auf den Spielplatz! So ein bisschen Frischluft tut allen gut – und außerdem hört man überall auf der Straße verzückte Menschen rufen: „Och wie süß – wie alt ist denn der/die Kleine?“

Das schmeichelt dem Mütterherz und gibt einem die verbale Bestätigung, die ein Baby eben noch nicht geben kann Man fühlt sich wie eine  unschlagbare Supermutter und die Augenringe sind schnell vergessen. Gegen letztere hilft übrigens im Notfall Make-Up.

 

11. Tipp | Eine gute Hebamme

Sie sind unverzichtbar. Sie stehen rund um die Uhr mit Rat und Tat zur Seite und nehmen sich Zeit. Sie haben mehr Einfühlungsvermögen als Ärzte und mehr Hausverstand als jede Großmutter: Hebammen sind sowohl in Vor- als auch in Nachsorge die unverzichtbaren Begleiter. Sie beruhigen verunsicherte Neo-Mütter und sind mit kompetentem Rat an Ort und Stelle.

 

12. Tipp | Das schlechte Gewissen verabschieden

Jede Mutter interpretiert das mit der „perfekten Mutter“ für sich ein wenig anders. Die Hamburger Psychologin Angelika Faas sagt: „Keine Mutter bietet ihrem Kind alles. Das geht nicht und ist auch gar nicht nötig. Deshalb sollte auch keine Mutter ein schlechtes Gewissen haben, wenn der eine oder andere gute Vorsatz im Kindertrubel untergeht.“

Die Frage: „Muss eine Mutter perfekt sein?“, lässt sich also einfach beantworten: „Natürlich nicht.“ Denn perfekt zu sein ist ein Anspruch, den niemand erfüllen kann. Eine Mutter ist vermutlich genau richtig, wie sie ist. Und dazu gehört, dass eine Mutter auch einmal vergesslich oder schlecht gelaunt ist, dass sie ihre Kinder mit Gummibärchen besticht, den Haushalt vernachlässigt und mit den Türen knallt.

 

13. Tipp | Buch führen

Wann hatte das Kind seine letzte Mahlzeit? Vitamin D-Tropfen wurden heute schon gegeben? Wann war der letzte Stuhlgang? Gerade Stillkinder haben äußerst eigenartige VerdauungszyklenWann hatte welches Kind die letzte Mahlzeit? Und wie viel hat es getrunken? Vitamin D-Tropfen wurden heute verabreicht? Weil der Schlafmangel das Gehirn fordert, behält nur der den Überblick, der Buch führt. Wer die Kinderpflege schriftlich festhält, erleichtert außerdem die Übergabe an helfende Omas.

„Ich fand die Pflege-APPs genial, weil ich so ein Schussel bin und so den Überblick behalten konnte“, sagt etwa Zwillingsmama Sabine Jost. In vielen Pfleg-APPs findet sich etwa ein Schlaftagebuch, Fütter- und Abpump-Plan, Windel-Checker und Aktivitätstracker. Für Zwillingsmütter ist die Baby-App von „Sprout“ sowie der „Babytracker“ empfehlenswert. In beiden APPs kann man mehrere Kinder anlegen. In die Baby-App kann man aber auch Arzttermine eintragen, Impfungen oder Medikamente festhalten. Und zu guter Letzt ist es möglich die Meilensteine wie Krabbeln, erstes Lächeln, erster Zahn etc. festzuhalten,teilweise sogar mit Foto. Gerade die Verdauungszyklen sind bei etwaigen Fragen bei Kinderarzt oder Hebamme wichtig zu wissen.

 

14. Tipp | Den eigenen Körper akzeptieren

Eine Schwangerschaft ist ein Wunder. Da treffen sich zwei Zellen und werden zu einem Menschen, der Hände, Füße und Haare hat und irgendwann Bundeskanzlerin sein kann. Ist das nicht unglaublich, was unsere Körper da leisten? Es ist also in Ordnung, wenn da Streifen am Bauch sind. Und auch die alte Lieblingsjean muss nicht sofort wieder passen. Seien wir uns doch ehrlich: Wir haben keinen Personaltrainer und keine Visagistin wie all die Promi-Mütter. Außerdem wissen wir: Es gibt Wichtigeres als den Model-Body. Und dieses wichtige kleine Zauberwesen lächelt uns täglich in der Früh an.

 

15. Tipp |Leidgenossinnen suchen

Wer versteht die Probleme und Sorgen einer Zwillingsmutter? Nur eine andere Zwillingsmutter. Suche daher im Netz oder bei Spielgruppe Gleichgesinnte, mit denen du dich besprechen kannst!

 

16. Tipp |Wickelbodys in Größe 48/50

„Laut Statistik werden Zwillinge in der 38. Schwangerschaftswoche mit einem durchschnittlichen Geburtsgewicht von 2,4 Kilogramm geboren“, sagt Bloggerin und Hebamme Jana Friedrich. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, so sind zweieiige Zwillinge meist ein wenig schwerer. Es macht aber Sinn, Kleidungsstücke in kleinen Größen, also 48 oder 50, zu besorgen.

Profimutter-Insidertipp: Unbedingt Wickelbodys kaufen! Da die Kinder so klein sind und man als Neo-Mutter im Umgang mit den Winzlingen noch nicht versiert ist, lohnen sich Wickelbodys und Strumpfhosen anstelle von klassischen Stramplern. Man kann die Kinder quasi in die Kleidung rollen.

 

17. Tipp |Das doppelte Lottchen: Wer ist nun wer?

Es heißt, dass eine Mutter ihr Kind kennt. Stimmt nicht. Bei eineiigen Zwillingen ist das wirklich eine heikle Sache und als Neo-Mutter können Verwechslungen passieren. Das ist vor allem bei Kinderarzt unpraktisch. Weil Kinder bei der Geburt noch keine Muttermale haben, kann man sich also nicht mal an Kleinigkeiten orientieren.

Was also tun? „Ganz am Anfang hatten wir verschiedenfarbige Armbänder, die wir den Mädels angezogen haben. Inzwischen haben wir einige Unterschiede gefunden, zum Beispiel sind die Haarwirbel am Hinterkopf spiegelverkehrt“, sagt etwa Zwillingsmama Anne. Auch ein lackierter Zehennagel hilft oft bei der Unterscheidung der Kinder.

 

18. Tipp |Hände frei! 

Überraschung: Auch Zwillingsmütter haben nur zwei Hände. Es ist also praktisch, wenn sich jede Doppelmama eine Babytrage oder ein Tragetuch besorgt. Es gibt auch Zwillingstragen und besondere Bindetechniken für Tragetücher, um gleichzeitig zwei Kinder zu transportieren. Eine Trageberaterin kann helfen. Viele Zwillingsmütter verwenden etwa zwei Tragetücher und binden ein Kind auf den Rücken und eines auf die Brust. Vorsicht: Letzteres ist nur für Fortgeschrittene! Im Prinzip ist es jedenfalls schon hilfreich, wenn ein Kind gemütlich an Mutters Brust kuschelt oder schläft, während das andere Kind gewickelt wird. Praktisch ist es auch beim Spazieren ein Kind im Einzelwagen zu haben und das andere zu tragen – man muss also nicht zwangsläufig einen Zwillingskinderwagen kaufen. Die Trageberaterin des Vertrauens steht gerne mit Tipps zur Seite.

 

19. Tipp |Tandemstillen

Wer es geschafft hat seine Zwillinge zu synchronisieren, hat gewonnen. Es erleichtert den Alltag unglaublich, wenn man die Kinder gleichzeitig füttert, da sie dann im Idealfall auch gleichzeitig müde werden und schlafen. Beim Stillen legt man am besten beide Kinder gleichzeitig an die Brust. Bei Flaschenkindern kann man natürlich beide Kinder in Stillkissen drapieren oder parallel in Wippen legen – so ist es gut möglich beide Kinder gleichzeitig zu füttern. Wer seinen Rücken schonen will, stellt die Wippen einfach auf den Esstisch (immer dabei bleiben!) – das ist vor allem beim Beikoststart sehr praktisch.

Wie wir allerdings aus Tipp 5 wissen, sind Zwillinge eigene kleine Persönlichkeiten mit individuellen Bedürfnissen und deshalb kann das Synchronisieren durchaus länger dauern. Generell gilt, dass Babys in der Regel erst im Alter von sechs Monaten so reif sind, sich an einen vorgegebenen Tagesablauf zu gewöhnen.

 

(Teile dieser Tipps erschienen bereits in der Print-Ausgabe der Zeitschrift ELTERN.)

 

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2 comments

  1. Ich habe zum Breifüttern meiner Zwillinge beide in den Maxi Cosi gesetzt und in ein altes Laken zwei Löcher geschnitten. Köpfe durchgesteckt und man konnte entspannt füttern ohne am Ende zwei völlig mit Brei verzierte Kinder zu haben.

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